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auf den festeren Grundlagen einer guten Forsteinrichtung zu regeln, find die überall
eingreifenden Maßnahmen der Organe des politischen Forstdienstes, welche hier Bann
legungen des Waldes veranlassen, dort Rodungen hintanhalten und Wiederaufforstnngen
anordnen. Die Thätigkeit des Forstmannes bringt unter diesen Verhältnissen wenig Dank.
Umso anerkennenswerther, wenn sie dennoch, wenn auch langsam ihre fruchte zeitigt.
Als ein Postulat der eingangs schon geschilderten Bestandverhältnisse ist der Hoch
waldbetrieb, bis auf die wenigen Auwälder der Flüsse (3.585 Hektar), der herrschende,
er bewegt sich in Umtrieben von 100 bis 140 Jahren, niederer im Flachlande, höher im
Gebirge, wo xs der Hieb nicht selten mit zweihundert- und mehrjährigen Beständen zu
thun hat. Der Großgrundbesitz folgt in seiner Wirthschaft durchgehends dem Grundsätze der
Nachhaltigkeit, sowie er auch den Betrieb, bis auf wenige noch in Einrichtung begriffene
Forstbezirke, systematisch geordnet hat. Im Flachlande ermöglichen günstigere Standorts-
nnd geordnete Rechtsverhältnisse eine freiere Ausgestaltung des Wirthschaftsbetriebes,
welche in dem freiherrlich Mayr von Melnhof'schen Besitze, einem Complexe der ehemaligen
Cameralforste von 4.450 Hektar, in der erfreulichsten Weise zu Tage tritt. ^
Entscheidend fällt übrigens mit seiner imposanten Area (202.787 Hektar, wovon
122.673 Hektar Wald) nur der Staatsforst- und Domänenbesitz ins Gewicht. Mit den
großen Kahlschlägen der Vorzeit hat man auch hier, wie in den alpmen ^taatsforsten
überhaupt, gebrochen. Das neuere System der räumlichen ForstemtheUung fornnrt kleinere
Hiebzüge, gestaltet die Schlagführnng beweglicher und überläßt den Höhengürtel, wie alle
Steillagen und von der Natur sonst vorgezeichneten Schutzgebiete dem Plenterbetriebe.
Nach officiellen Daten werden 354 Procent der Waldfläche mittels Kahlschlagen und
rasch folgender Pflanzung, seltener Saat, 34 8 Procent im Femmelschlagbetnebe,
29'8 Procent plenterweise bewirthschaftet.
Tie Waldungen des Kleinbesitzes befinden sich, wie schon bemerkt, nur nn Flachgaue
(circa 30.000 Hektar) in befriedigendem Zustande. Im Gebirge sind sie fast überall herab
gekommen. Die ungezügelte Aststreugewinnung, die Erleichterung der Holzverwerthung
durch neue Bahnverbindungen, die mangelhafte Obsorge für die auf diese Weise
entstandenen Kahlschläge, wo die Wiederanfforstung unterlassen, die Beweidnng umso
eifriger betrieben wurde, sind die Ursachen des traurigen Verfalls der bäuerlichen Wälder.
Letzteres war besonders im Pongau der Fall, wo in jüngster Zeit nach den Berichten
des Landes-Forstinspectors die kleinen Sägewerke wie Pilze emporschossen und das
Blockholz bis aus den hintersten Winkeln der Thäler an sich zogen. Von Forstculturen
kann denn auch nur in den Waldungen des Großbesitzes gesprochen werden, wo man sehr
bedeutende Mittel dafür aufwendet. Im Bauernwalde sind Cnlturen nur in dein wiederholt
erwähnten Theile des Flachgaues und dort zu treffen, wo sie auf Grund des Forstgesetzes