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MAK

Full text : Jahrgang 1 (1909) (17)

Seite  270.

Internationale  Sammler-Zeitung.

riummer  17

Vorderseite  der  ITledaille  ist  ein  Jüngling  dargesfellt,  der  sich  flügel
anbindet.  „Offen  gestanden,  das  ist  ein  Kunstanachronismus  Vordem ­
  konnte  sich  die  Phantasie  mit  einer  solchen  Beflügelung  zufrieden ­
  geben,  aber  heute  unter  dem  übermächtigen  Eindruck  der
Technik  erscheint  etwas  derartiges  als  sinnlos  und  schließlich  darf
die  Kunst  bei  aller  Freiheit,  die  wir  ihr  zugestehen  mallen,  dem
Verstände  doch  nicht  widersprechen.  Wir  finden  schon  das  sliigelrad
der  Eisenbahner  etwas  albern  Aber  da  es  sich  zum  Symbol  herangewachsen
  und  seinen  ursprünglichen  Inhalt  damit  aufgegeben  hat,
so  sehen  wir  es  daraufhin  nicht  an;  aber  eine  ITledaille  für  eine
Veranstaltung  der  modernsten  Technik  ist  doch  etwas  anderes  und
die  Teilnehmer  muß  das  gänzlich  oeraltete  Hilfsmittel  der  Kunst,
das  der  flügelhut  und  die  geflügelten  fuße  darstellen,  geradezu
befremden,  da  es  allen  ihren  Vorstellungen  widerspricht.  Es  soll
damit  dem  Künstler  kein  Vorwurf  gemacht  werden,  denn  er  steht
inmitten  einer  Kunst,  die  sich  aus  den  längst  abgestorbenen  antiken
Vorstellungen  nicht  zu  der  Gegenwart  erheben  kann.  Besser  gefällt
uns  die  Rückseite,  die  einen  über  die  Berge  dahinschwebenden
Adler  zeigt  Hier  haben  wir  es  mit  einer  packenden  Wirklichkeit
zu  tun,  die  eines  künstlerischen  Ausdruckes  fähig  ist  und  ihn  auch
in  diesem  Teile  der  ITledaille  gewannen  hat.  Der  Adler  darf  als
das  Bild  und  Vorbild  der  flugtechnik  gelten  und  ist  mehr  als  ein
Akt,  der  manchem  Künstler  als  die  Erfüllung  aller  bildnerischen
Kunst  gilt.  Im  übrigen  zeigt  sich  hier,  wie  so  oft,  daß  unsere
Kunst  nicht  befähigt  ist,  die  gewaltigen  Errungenschaften  derTechnik
zu  erfassen  und  zu  gestalten.  Sie  uerlangf,  daß  sich  erst  der  Rost
der  Zeit  auf  die  Dinge  gelegt  habe,  ehe  diese  für  sie  erfaßbar
sind.  Sie  steht  also  im  Zeichen  des  Krebses;  sie  geht  mit  dem
Rücken  nach  uorn  in  die  Zeiten  hinein  “
Philatelie.
(Eine  HTarkenausstellung  in  Wien.)  Wie  wir  erfahren,
ist  geplant,  im  Anschlüsse  an  den  23.  deutschen  Philatelistentag,
der  1911  in  Wien  stattfindet,  in  Wien  eine  große  Briefmarkenausstellung ­
  zu  oeranstalten.
(ITlarkenneuheiten.)  Rußland  hat  die  Jubiläumsserie
seiner  Ceuantepostmarken  durch  Ausgabe  dreier  niedriger  Werte
oeruollständigf:
5  Para  auf  1  Kopeke,  gelb  1
10  Para  auf  2  Kopeken,  grün  schwarzer  Aufdruck.
20  Para  auf  4  Kopeken,  hellrot  I
Ungarn  legt  einige  seiner  ITlarken  mit  neuen  Wasserzeichen ­
  uor:
Briefmarken:  12  filier  uioletf
Taxmarken:  2,  5,  10,  50  filier  dunkelgrün  und  schwarz.
ITtonaco  stellt  seine  neuen  Taxmarken  nach  Art  der  französischen ­
  her:
10  Gents  schmarzbraun.
Die  Oranjefluß-Kolonie  uerausgabt  neue  Briefmarken:
'/ 2  d.  grün,
1  d.  karmin,
4  d.  olingriin  und  rot,
1  -  sh.  braungelb  und  rot.
Panama  gibt  zur  Veruollständigung  seiner  mit  dem  Aufdrucke ­
  „Canal-Zone“  oersehenen  Serie  der  Ausgabe  1909  folgende
Ergänzungswerte  aus:
2  C.  de  B.  Zinnober,  schwarz,
5  C.  de  B.  blau,  schwarz,
8  C  de  B.  lila,  schwarz
Patiala  meldet  eine  neue  Dienstmarke:
3  Pies  grau,  schwarzer  Aufdruck:  „Seroice,  Patiala  State“.
St.  Vincent  stellt  seine  neuen  ITlarken  nach  dem  ITluster
der  Antillen  mit  dem  Kopfe  König  Eduards  her:
1  d.  karmin,
2/-  sh.  lila  und  ultramarin,
5  -  sh.  rot  und  grün.
Sierra  Ceone  schließt  sich  dem  neuen  farbenschema  an:
2  d.  grau,
3  d.  rötlichbraun,
4  d.  schwarz  und  rot,
5  d.  uiolett  und  oliugrün.
Spanish-Guinea  bereitet  Aushilfsmarken  in  folgenden
Werten  uor:
5  Cents  auf  3  Centimes  uiolett,
5  Cents  auf  4  Cenfimos  hellgrün.

Die  Straits  Settlements  emittieren:
5  Cents  dunkelgelb,  weißes  Papier.
10  Cents  braun,  gelbes  Papier.
Tasmanien  hat  zwei  Werte  mit  neuen  Wasserzeichen:
d  grün,
9  d  blau
Tiberia  hat  eine  Aushilfsmarke  herstellen  müssen:
3  Cents  auf  10  Cents  rötlichbraun
und  gibt  jeßt  zwei  neue  Säße  aus:
1  Cent  grün  und  schwarz,  ITlarkenbild  Tandschaft  mit  Palme.
2  Cents  rot,  ein  Präsident.
5  Cents  hraun,  Schiffsansicht.
10  Cents  dreieckig,  den  Handel  durch  eine  frauengestalt  mit
Emblemen  personifizierend.
15  Cents  grauschwarz,  -  egerknabe.
20  Cents  rot  und  dunkelgrün,  Zweig  eines  Kaffeebaumes.
25  Cents  braun  und  schwarz,  Wohnhütte
30  Cents  braun,  Präsident.
50  Cents  dunkelgrün  und  schwarz,  ein  Boot  mit  Eingeborenen.
75  Cents  rotbraun  und  schwarz  Die  ganze  marke  stellt
ein  Buch  dar,  auf  dessen  Deckel  als  ITlarkenbild  eine  tandschaft
mit  Hütten  uon  Eingeborenen  zu  sehen  ist.
Der  zweite  Saß  zeigt  dieselben  TAarkenbilder  in  anderen
färben  mit  dem  Überdruck  0  S  in  der  rechten  oberen  Ecke  und
besteht  aus  Dienstmarken
1  Cents  grün  mit  rotem  Überdruck.
2  Cents  rot  mit  schwarzem  Überdruck,
5  Cents  blau  und  schwarz  mit  schwarzem  Überdruck.
10  Cents  blau  und  schwarz  mit  rotem  Überdruck.
15  Cents  braun  und  uiolett  mit  schwarzem  Überdruck.
20  Cents  gelb  und  dunkelgrün  mit  schwarzem  Überdruck.
25  Cents  uiolett  und  grün  mit  schwarzem  Überdruck.
30  Cents  braun  mit  rotem  Überdruck.
50  Cents  braun  und  grün  mit  schwarzem  Überdruck.
75  Cents  lila  und  dunkelgrün  mit  rotem  Überdruck.
Die  neuen  marken  uon  Barbados  haben  ihr  ITlarkenbild
nicht  uerändert.  Sie  umfassen  die  Werte:
One  farthing,  braun.
Six  pence,  lila
Der  Belgische  Congo  meldet  als  Tleuerscheinungen:
5  Cents  grün  mit  schwarz.
10  Cents  karmin  mit  schwarz
15  Cents  gelb  und  schwarz,  überhöhtes  format.
50  Cents  olioe  und  schwarz.
Den  uorgenannten  Staaten  schließt  sich  British  Honduras
mit  einer  Itlarke  zu  5  Cents,  blau,  an,  die  das  ITlarkenbild  König
Eduards  trägt;
Somaliland  mit  zwei  marken  zu
1  a.  rot,
2  a.  lila,  die  ebenfalls  das  Bild  des  Königs  zeigen,
desgleichen  Cayman  Islands  mit
1  s  dunkelgrün  und  lichtgrün
und  Indien  mit  einer  marke  zu  1  a.  rot  mit  dem  schwarzen
Aufdrucke  C.  C  f.
Von  Cypern  erschien  ein  neuer  Saß  mit  dem  Bilde  des
Königs  uon  England:
5  Paras  gelb,  Wertbezeichnung  schwarz.
10  Paras  ziegelrot,  Wertbezeichnung  grün.
V2  Piaster  grün,  Wertbezeichnung  rot.
1  Piaster  rot,  Wertbezeichnung  blau.
2  Piaster  bl  u,  Wertbezeichnung  lila.
4  Piaster  oliuegrün,  Wertbezeichnung  braun.
6  Piaster  oliuebraun,  Wertbezeichnung  grün.
9  Piaster  schokoladfarben,  Wertbezeichnung  rot.
12  Piaster  braunrosa,  Wertbezeichnung  schwarz.
18  Piaster  schwarz,  Wertbezeichnung  rotbraun.
30  Piaster  lila,  Werfbezeichnung  grün
-15  Piaster  grau  und  lila,  Wertbezeichnung  b  au.
Spanien  erscheint  mit  zwei  neuen  ITlarken  auf  dem  Plane
mit  dem  schwarzen  Aufdrucke;  Habilitado  Para  0,5  Ctms.
10  Centimos  lila,
10  Centimos  rotbraun.
Grenada  gibt  drei  neue  Werte  aus  mit  einem  Schiff  als
markenbild,  die  Wertbezeichnung  steht  unten  in  der  mitte:
1  s.  schwarz  auf  grünem  Papier.
2  s.  braun  und  oiolett  auf  bläulichem  Papier.
5  s.  grün  und  rot  auf  gelblichem  Papier.
Die  Inschrift  lautet:  Grenada  postage  and  reuenue.
            
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