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MAK

Full text : Jahrgang 2 (1910) (19)

nummer  19

Internationale  Sammler-Zeit  11119.

Seite  293

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Uersteigerung  der  Kupferstirhsammlung  5agert.

Hm  17.  d.  Ul.  beginnt  bei  Hmsler  &  Ruthardt
in  Berlin  die  Versteigerung  der  Sammlung  des  nerstarbenen
Kunsthändlers  Joachim  Sa  gert  in  Friedenau.
Die  Sammlung  umfafjt  über  2000  nummern,  hauptsächlich ­
  Kupferstiche,  Radierungen,  Holzschnitte,  Schabkunstblätter ­
  und  Farbendrucke.  Gs  sind  da  die  besten  ITleister
des  15.  bis  19.  Jahrhunderts  oertreten,  mir  finden  lJamen
coie  Hrdell,  Bause,  Beham,  Boisieu,  Dürer,  Dyck,  Gdelinck,

zmei  anmutige  Darstellungen,  (Fig.  5  und  6),  höchst  reizooll
in  Farben  ausgeführt,  oertreten.
Fig.  5,  Rückkehr  des  Vaters  00m  Felde:  Dem  jungen
Schnitter  ist  seine  Kleine  entgegengeeilt,  die  ihm  den  Korb
abnehmen  will,  mährend  die  IJJutter  mit  dem  jüngsten
Kinde  am  Arme,  ihn  oon  der  Türfüllung  aus  begrüfjt.
Fig.  6  zeigt  eine  junge  JYlutter,  ihr  Kind  schaukelnd.
Gin  zroeites  Kind  schmiegt  sich  an  die  Rockfalten  der  IJJutter,

Fig.  4.  Hrdell:  Rubens  mit  Frau  und  Kind.

Goerdingen,  Go^ius,  Hollar,  Ranteuil,  Ostade,  Passe,  Rembrandt,
  Schmidt,  Wille  u.  a.
einige  schöne  Hauptblätter  aus  dieser  Sammlung
mögen  hier  ihren  Platj  finden.
Fig.  4  zeigt  das  berühmte  Familienbildnis  Rubens’
in  der  Galerie  Rothschild:  Rubens  mit  Frau  und  Kind
im  Parke  spazieren  gehend.  Das  Blatt  ist  oon  James
IJJac  Hrdell  gestochen  und  hat  Rändchen  um  die  Darstellung. ­

Der  Schmelzer  Siegmund  Freudenberger  ist  durch

Fig.  5.  Freudenberger:  Rückkehr.des  Vaters  00m  Felde.

mährend  ein  Knabe,  auf  einen  Weidenkorb  gestützt,  dem
Treiben  der  anderen  gespannt  zusieht.
Gin  interessantes  Kostümblatt  repräsentiert  Fig.  7.
Gs  ist  ein  Abdruck  oon  Jakob  de  Gheyns  „Fahnenträger,
in  reichem  Geroande  nach  rechts  schreitend.“
Aufjer  den  dioersen  Stichen  enthält  die  Sammlung
Sagert  auch  zahlreiche  Ornamente  bekannterund  anonymer
deutscher  UJeister  des  16.  Jahrhunderts.  Unsere  Fig.  8
oerbildlicht  ein  Ornament  des  UJeisters  W.  D.  P.,  darstellend ­
  ein  Geschmeide  mit  drei  Perlen,  umgeben  oon
kleinen,  nielienartigen  Arabesken.
            
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