Hummer 16
Internationale Sammler-Zeitung.
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seinen Kollegen durch Überreichung einer grofsen, auf ITlarmor :
montierten Gufjplakefte geehrt. Die Prägeplaketten haben die
Gröfje unserer Abbildung. - Die zweite Arbeit Weinbergers ist
eine Preisplakette für die Sieger der uom Wiener Associations-
Footballclub jeweilig abgehaltenen internationalen leichtathletischen ,
ITteetings. (Fig. 8).
(JRünzfunde.) einen Elbinger ITUinzfund beschreibt Prof. |
Dr. Dorr in der „Elbinger Ztg.“ Darnach entdeckte im Juni u. J.
der Gärtner Schroenzfeier im Garten eine 6 cm lange Goldstange,
einen Trierer Goldgulden Brunos oon Falkensfein (1362 — 1388), einen
Riler Goldgulden des Kölner Erzbischofs Friedrich oon Saarroerden
(1370—1414), eine ITliinze des Stefan Dragutin oon Serbien (1273
— 1316), 13 Halbschoter des deutschen Ordens in Preufjen, dgl.
219 Schillinge und 2 Hahlpfennige. Den gröfjfen Teil des Bundes
hat die Stadt erworben. — Auf der ßesigung des Gemeindeoor-
stehers Schmidt in Wilsen (Schlesien) rourde kürzlich ein Topf
mit über 80J Silbermünzen aus dem 17. Jahrhundert gefunden.
(Eine Enzenberg-niedaille.) Anläßlich des 70. Geburts
tags des Geheimen Rates Dr. Artur Graf Enzenberg Iief3 das
Tiroler Candesmuseum Ferdinandeum, um das sich Enzenberg sehr \
oerdient gemacht hat, eine Parträtmedaille hersteilen, die dem
Gefeierten oom niuseumsuorsfande Hofrat Professor Dr. R. o.
Wieser zugleich mit einer Adresse überreicht rourde. Die ITle-
daille, nach den lllodeilen des Bildhauers Cudwig Penz in Schroaz
oon der Firma Karl Poellath in Schrobenhausen als Gufjmedaille
im Durchmesser oon 50 niillimeter angefertigt, lehnt sich in ihrem
Charakter an die Parträtmedaillen der deutschen Frührenaissance 1
an und zeigt auf der Vorderseite das Bild des Grafen in Drei-
oiertelprofil oon rechts mit der Umschrift: ARTVR GOMES AB
EiN'ZENBERCr 8. U. M. OUXS. liNT. — AETATIS SVAE. LXX.,
auf der Rückseite den oon ztoei Putten gehaltenen und bekränzten
Enzenbergschen Wappenschild mit der Jahreszahl 1911 darüber
und der Widmung im Abschnitt darunter: MVSEtiU TIROLENSE
PER1UNAMDEV.M FAVTÜKI SVO I.NDEFESSO. Die Uledaille
wird in beschränkter Anzahl in Silber — im Gereichte oon zirka
70 Gramm und oon Bronze oom Ferdinandeum ausgegeben.
Philatelie.
(Reue marken) An Rauheiten toerden gemeldet:
Afghanistan, taut „Phil. Ztg.“ ist die Paketmarke zu
1 R. in geänderter Farbe erschienen.
Pak. m. 1 R. grau.
gez. 12
Brasilien. Reue Taxmarken, Zifferzeichnung:
Bfm. 600 Reis d'oioletf (
5000 „ braun |
ferner eine Jnland-Doppelpostkarte:
D. P.-K. 50-f50 Reis matfrot a. chamois.
China (Deutsche Post). Van den im „Senf“-Katalog oorge-
inerkten, also noch zu erruartenden Werten der Ausgabe 1906 07
sind wieder ztoei erschienen.
Bfm. 2 Cents a. 5 Pfg. grün
4 „ „ 10 „ rosa
W. Z. Raute
C och in IRit W. Z. „kleiner Schirm“, im übrigen in einer
der Zeichnung oon 1908 (Brustbild des Rajah) ähnlichen Ausführung
erschienen 5 neue Wertstufen.
Bfm. 2 Pies braun
3 „ blau
4 „ grün gez. I3'/ V
9 „ karmin
1Annas h'oioletf
Hongkong. Run toerden die in der Farbe geänderten
Wertzeichen nicht mehr lange auf sich roarten lassen. „Spezimen-
Exemplare“ liegen uor oon:
Bfm. 20 C. oliu oiolett .
30 C. orange oiolett I. W. Z. C A C
50 C. schroarz a. grün I
Panama. Reue Ganzsachen. Da sind zunächst Briefum
schläge mit neuen aoalen Wertstempeln, Reliefprägung.
B. Umschi. 1 Cent 0 grün a. fleischrof, Bildn. Balboa
2‘/* Cent 05 hochrot a. gelb, Wappen
5 „ d'blau a. h'blau, Bild Hurtado
ferner Streifbänder im gleichen muster:
St. B. 1 Cent« grün
27, Cent os hochrot
Portugies. Indien. Eine weitere
Bfm. 1 ‘/2 Real graulila
2 „ lachsfarben
2‘/ s „ hellbraun
3 „ blau
47, „ hellgrün 1818 1901
6 „ grün 1905
„ lila 1898 1901
Tanga rosa 1905
Tangas blau a. hellblau '898 1901
„ schokol. a. sämisch 1905
1898 1901
9
1
4
5
8
12
1
2
REPtJBLICA“ Serie:
JTUirken der Ausgaben:
1903
hellblau
a. sämisch
rotlila a. hellrosa
d’grün „ „ |
Rupie blau a. säinisch 1 1905
Rupies lilaschief a. sämisch
Portugies. Kongo. Durch roten Aufdruck „REPUBLICA“
und schwarzen Aufdruck „CUiNüO“ sind Briefmarken uon Angola
in Prooisorien für Portugies Kongo umgemodelt worden („J. B-J.“).
Aush. Bfm. 27Reis grau
5 „ lachsfarben
10 „ hellgrün
15 „ grün
Auflage: 2800 für die beiden ersten, 11,200 Ex der beiden
höheren Werte.
St. Cucia Zum Satj 1907 09 („Senf“) in den nyassa-Farben
fehlte nur der höchste Wert, der nun oersandbereit ist.
Bfm. 5 -s. grün karmin a. gelb; gez. 14, WZ. CAC.
Sierra £eone. Der noch fehlende höchste Wert der Serie
1907 09 (Kopf König Eduards) kommt nun doch noch in Gebrauch.
Bfm. 1 £stg. oiolett schwarz a. rot. WZ. EAC.
Turks- und Caisos-1 nse 1 n. Eine Farbänderung der
bisher braunoioletfen „One Farfhing“-niarhe (Cactuspflanze) ist zu
oerzeichnen.
Bfm. '•/, d. (One Farthing) d'scharlachrot.
(Der „Zwicker“ auf der Briefmarke.) Auch gekrönte
Häupter müssen sich zu Zeiten mit Augengläsern behelfen; dem
Herkommen gemäfj wird jedoch das Bild des Fürsten auf münzen
und Briefmarken ahne körperlichen IRangel dargestellt. Ulit diesem
t
Brauch hat nun der König Gustao oon Schweden gebrochen; auf
den neuen schwedischen Briefmarken ist deutlich zu sehen, daf3
der IRonarch einen — Zwicker trägt.
(Südpolar-Briefmarken.) Die ersten Exemplare der
neuen, im Aufirage des Generalpostmeisfers Sir Joseph Ward oon
Reuseeland oerausgabten antarktischen Briefmarken sind soeben
in Europa abgestempelt eingetraffen. Das Wertzeichen dient aus-
schlief3Üch zur Frankierung uon Korrespondenzen der Rlitglieder
der Scottschen Südpolarexpedition, die in South Victoria Cand ihre
Basis hat. Es besteht aus der raten „One Panny-lUarke“ uon Reu
seeland mit dem zweireihigen oertikalen Aufdruck „Victoria
Cand“ in schwarzen Kapitalbuchstaben. Die postalische Abstem
pelung enthält in einem Kreise die Worte „British Antarctic
Exhibition“ und das Datum. — Die Verbindung zwischen dem
Hauptquartier in South Victoria Cand und Reuseeland wird durch
die „Terra Ilona“, das Schiff der Scottschen Expedition, aufrecht-
crhalten, das auch die Beförderung der mit diesen Briefmarken
frankierten Postsachen besorgt.
(Briefmarkenkuriosa.) Briefmarken haben ihre Schick
sale. Einer der neuesten Belege für diesen Satj ist die berühmte
serbische „Totemnaskenmarke“ sie wurde zur Krönung König P e f e r s
ausgegeben, als dieser 1904 nach der Ermordung Alexanders
und Draga den serbischen Thron bestiegen hatte, und zeigt auf
ihrem ITlittelfelde neben einander König Peter und den Begründer
der Dynastie der Karageorgewitsch. Es wurde da als ein grausiges