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Volltext: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Ungarn, Band 6

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Felswände, Wasserfälle und Schluchten entfaltet; und schließlich der Kecskekö, dieser 
von hoher Bergkuppe noch höher aufschießende Felskegel, an dem sich die schöne Sage 
von Tünder Ilona (Fee Ilona) und dem Königssohn Argyrus knüpft. Der spitzzulaufende 
Felsgipfel hat oben eine kleine Platte, wo man noch jetzt die Grundmauern der Burg 
sieht, die in den Urkunden als „easli'urrrLsesües" vorkommt, jedoch unter WladislausII., 
als ihre Besitzer die Gegend schon zu sehr beunruhigten, zerstört wurde. In dieser Kette 
Die Sarkophage des Johannes nnd Ladislaus Hunyadi und der Königin Jl'ahclla in der Kathedrale zu Karlsburg. 
von Kalkfelsen und -Gipfeln stößt man häufig auf Spuren von Leben, das sich vor 
Jahrtausenden abspielte; es wurden hier menschliche und thierische Neste, Thonscherben 
und primitive Werkzeuge aus der Urzeit gefunden. 
Das linke Marosufer, gegenüber von Nagy-Enhed, ist sanfter; waldige Hügel, 
Wasserrunsen, dem Ackerbau unterworfene Rücken, rebenbepflanzte Abhänge wechseln mit 
Ortschaften, die sich am Rande der Plateaux oder in Mulden angesiedelt haben. Die 
bedeutendste ist Csombord, mit seinem berühmten Weinberg und der alten freiherrlichen 
Curie der Kemeny. 
Bei Tövis (Dreikirchen) zweigen Landstraße und Eisenbahn zum Kokelthal ab; wir 
fahren im Marosthale weiter, das sich hier durch die Mündungen des Gatder und
	        
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