MAK
Nr. 5 
Internationale Sammler-Zeitung. 
Seite 71 
der Ausformung von Kloster Veilsdorf; es ist un- 
signiert. Das zweite ist in der Modellierung etwas unge 
schickter; nach der Marke, die es trägt, ist es in Volk 
stedt-Rudolstadt entstanden. Der Manufaktur 
Fig. 5. Tartaglia. 
Kloster Veilsdorf verdankt auch eine Kolombine in 
weitem, faltigem Rock ihre Entstehung. Ein Harlekin, der 
sich eine Maske vor das Gesicht hält, ist durch die Signa 
tur als Produkt, der Fabrik Gera nachgewiesen. Nach 
stilistischen Gründen dürfte der ursprüngliche Entwurf, 
Fig. 6. Tanzende Kolombine. 
der vielleicht gar nicht in Gera entstanden ist, auch zu 
der Serie gehören, welcher der Harlekin mit Brief zuzu 
rechnen ist. Lirnbacher Ursprunges sind zwei kleine 
Figuren, eine tanzende Kolombine und ein Harlekin mit 
Maske. 
Auch außerdeutsche Manufakturen haben Beiträge zu 
dieser Kollektion geliefert. So ist Chelsea mit zwei 
Pendants einer Kolombine (Fig. 7) und einem Harlekin 
als Nachtwächter, ferner mit einem grüßenden Harlekin, 
Fig. 7. Chelsea. Kolombine. 
einem Harlekin in beteuernder Geste und einer Harlekin 
familie vertreten. Stratford le B o w, S t a f f o r d- 
Fig. 8. Staffordshire, Zwerg. 
s h i r e (Zwerg, Fig. 8) und Capo di Monte ergänzen die 
Umschau über die europäischen Porzellane und beweisen, 
daß keiner ihrer Manufakturen der Harlekin unbekannt 
war.
	        
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