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Internationale Sammler-Zeitung
Nr. 12
Lebens, K 300; Nr. 152, Große, runde, Hache chinesische
Porzellan.chüssel, Alt-Nanking, Sammlung Baron Mundy,
K 560; Nr. 155, Chinesische Porzellanschüssel, mit Fischen,
Krabben und Seetang in Fnterglasurblau und etwas Rot,
gleichfalls unter der Glasur, K 430; Nr. 156, Kugelige Vase
aus chinesischem Steinzeug, K 800; Nr. 134, Vierseitiges
Gefäß für Tee aus japanischem Kiotosteinzeug, früher Samm
lung Pächter in Berlin, lv 820; Nr. 136, Chinesischer Drache
aus Porzellan, K 145; Nr. 139, Japanisch, runde Stein zeug
dose, K 105; Nr. 140, Steinzeugstatuette eines stehenden
Priesters, alte japanische Arbeit, K 205; Nr. 141, Runde,
altjapanische Steinzeugschüssel, Kutani, K 1050; Nr. 142,
Chinesische grünglasierte Seladonsteinzeugfigur eines Tempel
löwen, K 520; Nr. 158, Japanische Sats umasteinzeugschale,
K 160; Nr. 159, Runde krakelierte Satsumasteinzeugschale,
K 310; Nr. 161, Achtseitige japanische Porzellanschüssel,
Blaumarke, K 240; Nr. 163, Zwei chinesische Steinzeuglöwen,
K 210; Nr. 161. Japanische Stcinzeugschüsscl. K 740; Nr. 160,
Chinesische, türkisblau glasierte Vase, ältere Arbeit, K 820;
Nr. 169, Große runde Schüssel aus japanischem Steinzeug
Kutani, mit Marke, 18. Jh., ehemals Sammlung Mundy,
K 820; Nr. 170, Steinzeugstatuette, Arbeit von Shinnö,
Sammlung Mundy (siehe Nr. 11), K 1050; Nr. 171, Zwei große
runde Porzellanschüsseln, Tmari, 18. Jh , IC 1600; Nr. 180, Alt
chinesische, grünglasierte, vierseitige Seladonflasche, ehemals
Sammlung Mundy, K 350; Nr. 183, Teeschale (Chawan) aus
krakeliertem Satsumästeinzeug, K 95—; Nr. 185, Becher,
altchinesisch, K 95- —; Nr. 187, Runde, flache, japanische
Satsumasteinzeugschüssel, K 300; Nr. 189, Zwei vierseitige
schlanke, chinesische Porzellanvasen, IC 220; Nr. 190, Japa
nischer, mattbrauner Steinzeugbecher, K 90—: Nr. 191,
Kleine alte japanische Satsumasteinzeugschale, IC 130.
(Schluß in der nächsten Nummer).
Zerschnittene Hodlerbilder.
Ein Vandalismus, der kaum glaubhaft erscheint, wird
aus Züricher Kunstkreisen gemeldet. Zwei Bilder des berühmten
Schweizer Malers Hodler sollen von einem Züricher Kunst
händler, der die Gemälde auf diese Art rascher und besser
abzusetzen glaubte, zerschnitten worden sein.
Ein Züricher Mitarbeiter des „Journal de Geneve" schreibt
über dieses Vorkommnis wie folgt: „Im Jahre 1894 stand Ferdi
nand Hodler, ein Mann von vierzig Jahren, in der Reife seines
Könnens und hatte zwei Werke von kolossalen Dimensionen
gemalt, die für die Weltausstellung in Antwerpen bestimmt
waren. Die Bilder wurden, wie das ICnnsthaus in Zürich wissen
will, bei dem Künstler von einem Herrn Henneberg bestellt.
Diese bedeutenden Gemälde waren so in Vergessenheit geraten,
daß keiner unter den Hodler-Biographen ihrer Erwähnung
tat. Nachdem die Bilder einige Male in Deutschland aus
gestellt waren, wanderten sie in eine Hinterkammer des Kunst
hauses C-assirer in Berlin. Kürzlich schickte man sie von
dort an einen Bilderhändler in Zürich. Da die Kunstwerke
nicht weniger als 8 m Höhe maßen, dachte man, daß die
Unterbringung auf Schwierigkeiten stoßen würde, und fand
keinen besseren Ausweg, als die Bilder in Stücke zu schnei
den und sie im Kleinverkauf abzusetzen. Es gelang,
sieben Stücke von gleichen Dimensionen herauszubekommen.
Die Fragmente sollen gegenwärtig als Ausschußware im
Künstlerhaus in Zürich feilgeboten werden. Das Kunsthaus
besitzt — heißt cs in dem. erwähnten Artikel — Photographien
der Gemälde, die vor dem .chirugischen Eingriff' angefertigt
wurden. Das eine, ,Die Bergbesteigung', zeigt Bergsteiger und
Führer angeseilt die Wand einer Bergspitze erklimmend.
Das zweite Gemälde, „Die Katastrophe', ruft die Erinnerung
an den berühmten Unfall von Cervin wach. Das Seil ist
zerissen, drei von den Kletterern sind in den Abgrund gestürzt,
die anderen klammern sich an den nackten Fels. Nichts Tragi
scheres als diese zusammengekauerten, sich vergeblich ab
mühenden Gestalten in der Hochgebirgsregion; die Augen
verdrehen sich, die erhobenen Hände greifen ins Leere. Ein
Schneegestöber spinnt ein Leichentuch um. die Unglücklichen.
Die Malerei erinnert an Hodlers ,Nacht' aus jener Schaffens
periode des Künstlers, die als die beste angesehen wird. Bei
diesen beiden Kompositionen hatte Hodler Gelegenheit, seinen
Geschmack für die Malerei in großen Dimensionen zu befriedigen.
Ein Bilderhändler — schließt der Züricher Korrespondent
des Blattes - hat nicht das Recht, künstlerische Schöpfungen
zu zerstückeln. Wenn das Künstlerhaus uns sagt, der Künstler
selbst habe seine Einwilligung gegeben, so haben wir Mühe,
dies zu glauben. Nötigenfalls müssen wir Hodler gegen ihn
selbst verteidigen. Kein noch so aufgeklärter Amateur darf
die Hand zu einem derartigen Vandalismus bieten. Die Stücke
sollen aneinandergefügt, die Bilder in ihren ursprünglichen
Zustand zurückversetzt und ihnen ein Platz in einem Museum
oder in irgeneinem Bundesgebäude eingeräumt werden. Der
Kommission der schönen Künste und der Gottfried Keller-
Stiftung bietet sich Gelegenheit zu zeigen, daß sie die Mission,
die ihnen anvertraut wurde, richtig erfassen."
Chronik.
Ansichtskarten.
(Eine neue Karte des „Roten Kreuzes".) Der
Krakauer Architekt Johann Zawiejski hat dem „Roten
Kreuz" die Reproduktion eines Aquarells überlassen, das den
großen Wawel-Schloßhof darstellt. Diese in Dreifarbendruck
ausgeführte Reproduktion ist im Handel in Form einer Post
karte erschienen. Die Karte ist von der Präsidial-Amtsstelle
des Roten Kreuzes, Krakau, Basztowagasse 6 zu beziehen.
Bilder.
(Amerikas Kunstbesitz.) Wilhelm R. Valentiner,
der seit einer Reihe von Jahren als Direktor am Metropolitan-
Museum in New-York wirkt und als einer der besten Kenner
des amerikanischen Kunstbesitzes gelten muß, macht in seiner
neuen, soeben bei Bruno Cassirer in Berlin erscheinenden
Aufsatzsammlung „Aus der niederländischen Kunst" interes
sante Mitteilungen zur Statistik des amerikanischen Kunst
besitzes. Man erkennt daraus, wie schnell der Anteil der Ver-