Nr. 13
Internationale Sammler- Zeitung
Seite 123
florentinisch, zweite Hälfte 15. Jh., M 1580; Nr. 444, Albarello,
florentinisch, zweite Hälfte 15. Jh., M 1320; Nr. 445, Großer,
zweihenkeli'ger Albarello, florentinisch, erste Hälfte 15. Jh.,
M 2650; Nr. 446, Tondino, florentinisch, zweite Hälfte 15. Jh.,
M 700; Nr. 448, Albarello, Florenz, uni 1450 bis 1475 und
Nr. 449, Desgleichen, Florenz, um 1450 bis 1475, M 3000;
Nr, 450, Schnabelkanne, Faenza, um 1450 bis 1470, M 1000;
Nr. 451, Kleiner Krug, Faenza, Mitte 15. Jh., M 500; Nr. 452,
Großer doppelhenkeliger Albarello, Florenz, um 1450, M 5600;
Nr. 453, Apothekertopf, F’aenza, zweite Hälfte 15. Jh., M 470;
Nr. 454, Bauchiger Krug, Florenz, um 1450, M 920; Nr. 455,
Kleiner Albarello, Fa.enza, zweite Hälfte 15. Jh., M 810; Nr. 457,
Großer doppelhenkeliger Albarello, Faenza, um 1450, M 8500;
Nr. 458, Große Schüssel, Florenz, um 1450 bis 1475, M 8100;
Nr. 459, Albarello, Florenz, um 1450, M 6200; Nr. 460, Großer
Albarello, Florenz, um 1450 bis 1470, M 4500; Nr. 461, Große
Kanne mit Schnabelausguß, Florenz, um 1450 bis 1475, M 6300;
Nr. 462, Großer Albarello, Faenza, um 1450 bis 1470 und
Nr. 463, Desgleichen, Faenza, um 1450 bis 1470 M 1900; Nr. 464,
Große Vase, Faenza, um 1460, M 13.800; Nr. 465, Kleiner
flacher Teller, Faenza, um 1480, M 980; Nr. 466, Schüssel,
Faenza oder Siena, Ende 15. Jh., M 1420; Nr. 467, Apotheker
flasche, Faenza, um 1480, M 5000; Nr. 470, Schnabelkanne,
Florenz, um 1450, Al 1780; Nr. 471, Albarello, Florenz, um
1450, M 6900; Nr. 472, Große Apothekervase, Florenz, um
1450 bis 1470, M 90Q; Nr. 473, Bauchige Vase, Faenza, zweite
Hälfte 15. Jh , AI 1200; Nr. 475, Große Kanne, Florenz, Ende
15. Jli., M 5200; Nr. 476, Albarello, Florenz, um 1450 bis 1480,
Al 1700; Nr. 477, Große Schüssel, Florenz, zweite Hälfte 15. Jh.,
M 700; Nr. 480, Kleiner bauchiger Krug, Faenza, zweite Hälfte
15. Jh., M 780; Nr. 481, Albarello, Florenz, Alitte 15. Jh:,
M 450; Nr. 482, Große Kanne, Florenz, um 1450, M 140;
Nr. 483, Albarello, Florenz, Ende 15. Jh., M 1350; Nr. 484,
Doppelhenkelige Vase, Florenz, um 1450 bis 1475, M 4000;
Nr. 485, Tondino, Faenza, Ende 15. Jh., M 700; Nr. 486, Fla
cher Teller, Faenza, M 1000; Nr. 488, Kleiner bauchiger Krug,
Faenza, zweite Hälfte 15. Jh., M 360; Nr. 491, Albarello,
Faenza, Knde 15. Jh., M 310; Nr. 492, Apothekerflasche,
F'aenza, Ende 15. Jh., M 390; Nr. 494, Kleiner bauchiger Krug,
Florenz, Mitte 15. Jh., M 310; Nr. 495, Bauchiger Krug, Flo
renz, zweite Hälfte 15. Jh., M 1080; Nr. 498, Kleiner Krug,
Faenza, Ende 15. Jh., M 360; Nr. 502, Walzenförmiger Krug,
Faenza, Alitte 15. Jh., M 55—; Nr. 503, Albarello, Faenza,
Ende 15. Jh., Al 90—; Nr. 504, Kleiner vertiefter Teller,
Faenza, Anfang 15 Jh , M 175; Nr 507, Kleiner bauchiger
Krug, Florenz, zweite Hälfte 15. Jh., Al 160; Nr. 508, Großer
bauchiger Krug, Faenza, Alitte 15. Jli., M 440; Nr. 509, Bauchi
ger Krug, Faenza, Mitte 15. Jh., AI 300; Nr. 515, Kleiner
bauchiger Krug, Faenza erste Hälfte 15. Jh., M 210; Nr 516,
Albarello, Faenza, Ende 15. Jh., M 480; Nr. 517, Kleiner Krug,
Faenza. Mitte 15. Jh., AI 265; Nr. 519 Albarello Faenza
Alitte 15. Jh. M 880; Nr. 520, Albarello, Florenz, zweite Hälfte
15. Jh., M 540; Nr. 521, Bauchiger Krug, Florenz, zweite Hälfte
15. jh., M 700; Nr. 522, Kleiner Albarello, Faenza, um 1450,
M 400; Nr. 523, Kleine bauchige Kanre, Faenza, erste Hälfte
15. Jh., M 640; Nr. 525, Bauchiger Krug, Faenza, zweite Hälfte
15. Jh., AI 380; Nr. 526, Großer Albarello, Faenza, Ende 15. Jh.,
Al 1010; Nr. 528, Kleiner Albarello, Faenza, um 1450, M 820;
Nr. 529, Kleiner Albarello, Faenza, zweite Hälfte 15. Jh.,
M 1020; Nr. 531, Krug, Florenz, um 1500, M 410; Nr. 534,
Hoher schlanker Albarello, Florenz, zweite Hälfte 15. Jh.,
AI 3200; Nr. 535, Kleiner Albarello, Florenz, 15. Jh., M 560;
Nr. 536, Flach vertiefter Schalenboden, Deruta, um 1490,
AT 3600; Nr. 543, Flacher Teller, oberitalienisch, um 1500,
AI 590; Nr. 545, Tintenfaß, Padua, zweite Hälfte 16. Jh., M 195;
(Fortsetzung folgt.)
Die Göttin aus der Fremde.
Ans Berlin wird uns geschrieben:
In der Generalversammlung der Freunde antiker
Kunst hat Direktor Dr. Theodor Wiegand vom Alten
Museum ungemein interessante Mitteilungen über die
(von der „Internationalen Sammlerzeitung“ bereits
gemeldete) Erwerbung des antiken Kultbildes einer
griechischen Göttin gemacht.
Dr. Wiegand führte aus: Zum Ankauf dieser Göttin
haben die Mitglieder des Vereins, mit Einschluß der
Spende des Kaisers Wilhelm, mehr als zwei Drittel
des Kaufpreises beigetragen. Nach Wiegands Aus
führungen wurde das unschätzbare Werk an der Stätte
einer griechischen Kolonie der Südküste Unteritaliens
gefunden und von ihrem ersten Besitzer über Marsedle
nach Paris gebracht, wo es in einem bekannten Anti
quariat der Rue St. Honore aufgestellt wurde. Es
gelang schon damals einem Vertrauensmann der Ber
liner Museen, sich zum stillen Mitbesitzer zu machen.
Zunächst war ein großer Ansturm der vier her
vorragendsten Antikenhändler Amerikas auszuhalten.
Als diese ihrem Ziel nahe zul sein glaubten, legte sich
der aus 21 Herren bestehetrrto 'Gesamtvorstand der
„Freunde des Louvre“ ins Mittel, der jedoch einen dem
amerikanischen Angebot entsprechenden Preis nicht
zu zahlen bereit war. Inzwischen hatte die Statue in den
kunstsinnigen Kreisen von Paris das größte Aufsehen
erregt, und es gehörte zum guten Ton im Sommer
1914, die Göttin gesehen zu haben.
In den Berichten über die Besucher werden nicht
nur die hervorragendsten Sammler und Kunstgelehrten,
worunter der Generaldirektor des Londoner Sonth-
Kensington-Museums erwähnt, sondern auch die hohe
Aristokratie, unter anderen die Kaiserin Eugenie,
ferner Politiker, Minister und Finanzleute wie Edmond
Rothschild. Es wird ferner berichtet, daß auf Leon
Bourgois’ Betreiben eine nationale Subskription er
öffnet werden sollte, bei der man auf E. Rothschilds
Unterstützung rechnete. Gleichzeitig ließ die Direktion
des Louvre die Sequestrierung der Göttin an
ordnen, indem sie sich ungerechtfertigterweise auf einen
veralteten Paragraphen der Kunstgesetzgebung Frank
reichs berief.
So war die Aussicht, die Göttin für Berlin zu er
werben, außerordentlich gering geworden, dazu brach
der Krieg aus. Indessen ließ sich der Vertrauensmann
der Berliner Museen nicht abschrecken. Es kam zu
einem höchst interessanten, durch zwei Instanzen
hindurch geführten, sehr kostspieligen Prozeß gegen
den Louvre und — aus der zweiten Phase des Streites
ging der Louvre geschlagen hervor. Die Beschlagnahme
wurde aufgehoben.
Noch am gleichen Tage wandelte die Göttin in
eine längst vorbereitete kunstvolle Verpackung und
kam sofort in einen eigenen Bahnwagen, der abends
dem Schnellzug nach Genf angehängt wurde. Daß dies
alles trotz der großen Kriegsverwirrung der franzö
sischen Bahnen glatt vor sich ging, ist nahezu als ein
Wunder zu bezeichnen. Am 10. Dezember 1915 endlich
gelangte die Göttin nach Berlin und damit ans Ende
ihrer für alle Beteiligten nicht wenig aufregenden Fahrt.