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MAK

Full text : Jahrgang 8 (1916) (24)

Seite  214

Internationale  Sammler-Zeitung

Nr.  24

Jänner.  München.  Galerie  Helbing.  Sammlung  Moritz
-Seligmann  (Köln  a.  Rh.).  Antiquitäten,  vorwiegend  Porzellane, ­
  alte  Gläser,  alte  Möbel,  Skulpturen,  alte  Büpher.
Jänner.  München.  Galerie  Helbing.  Kupferstiche,
Radierungen,  Holzschnitte  des  XV.  bis  XIX.  Jahrh.  aus  dem
Nachlasse  eines  Stuttgarter  Sammlers  u.  a.
Jänner.  München.  Galerie  Helbing.  Sammlung  Oberstabsarzt ­
  Dr.  Karl  Rittershausen  (München).  Antiquitäten,
vorwiegend  Porzellan,  alte  und  moderne  Gemälde.
Jänner.  Aachen.  Ant.  Creutzer,  vorm.  M.  Lempertz.
Nachlässe  Justizrat  Theissen  (Aachen),  Pfarrer  Peter  Wiechers,
  Frenz  u.  a.
Jänner.  Aachen.  Ant.  Creutzer,  vorm.  M.  Lempertz.
Bücherauktion.  Nachlässe  Kapellmeister  Rothschuh  (Aachen)
Rechtsanwalt  Capellmann  (Aachen)  u.  a.
Mitte  Jänner.  Wien.  C.  J.  Wawra.  Sammlung  Dr.  Köhler,
Wa  chsbossierungen.
16.  Jänner.  Berlin.  Rudolph  Lepke.  Moderne  Gemälde.
30.  Jänner.  Berlin.  Rudolph  Lepke.  Modernes  Mobiliar.
6.  Februar.  Berlin.  Rudolph  Lepke.  Nachlaß  des  Wirklichen ­
  Geheimrats  Lingner  (Dresden).  Alte  und  moderne  Gemälde, ­
  Gobelins,  Orientteppiche,  Möbel.
13.  Februar.  Berlin.  Rudolph  Lepke.  Alte  Gemälde.
6.  März.  Berlin.  Rudolph  Lepke.  Moderne  Möbel.
13.  März.  Berlin.  Rudolph  Lepke.  Sammlung  des  verstorbenen ­
  Herrn  G.  Salomon  (Berlin).  Italienische  Bronzen
der  Renaissance  und  des  Barock,  deutsche  Holzskulpturen
des  15.  und  16.  Jahrhunderts.
20.  März.  Berlin.  Rudolph  Lepke.  Moderne  Gemälde.
27.  März.  Berlin.  Rudolph  Lepke.  Nachlaß  Kolasinsky
(Warschau).  Alte  Gemälde,  Antiquitäten  aller  Art,  Möbel
des  18.  Jahrhunderts.

Literatur.
*  Jahrbuch  der  Bücherpreise.  Alphabetische  Zusammenstellung ­
  der  wichtigsten  auf  den  europäischen  Auktionen ­
  (mit  Ausschluß  der  englischen)  verkauften  Bücher  mit
den  erzielten  Preisen.  Bearbeitet  von  F.  Ru  pp,  IX.  und
X.  Jahrg.  1914  und  1915.  In  Leinen  gebunden,  M  12-—.
Verlag  Otto  Ilarrassowitz,  Leipzig.  Es  hieße  Eulen
nach  Athen  tragen,  wollten  wir  in  diesen  Blättern,  die  fortlaufende ­
  Berichte  über  Versteigerungen  bringen,  den  Wert
der  Kenntnis  der  auf  den  Auktionen  erzielten  Preise  für  den
Sammler  darlegen.  Sie  möglichst  rasch  übersehen  zu  können,
ist  der  Wunsch  eines  jeden  Sammlers  und  daraus  erklärt  sich
die  Beliebtheit,  deren  sich  die  Jahrbücher  erfreuen,  die  wie
die  im  Verlage  von  Harrassowitz  erscheinenden  der  Bücherpreise, ­
  diesem  Zwecke  dienen.  Herausgeber  und  Verleger
beabsichtigten  während  des  Krieges  eine  Pause  im  Erscheinen
der  Jahrbücher  eintreten  zu  lassen:  die  zahlreichen  Nachfragen ­
  aus  den  Kreisen  der  Bibliophilen  bew-iesen  ihnen  aber,
daß  das  Interesse  an  den  Jahrbüchern  auch  in  dieser  schweren
Zeit  nicht  im  geringsten  nachgelassen  habe  und  so  entschlossen
sie  sich  denn  erfreulicherweise  das  Versäumte  nachzuholen
und  in  einem  entsprechend  stärkerem  Bande  die  in  den  Jahren
1914  und  1915  auf  den  Bücherauktionen  erzielten  Preise  zu
vereinen.  Daß  der  englische  Markt  ausgeschlossen  wurde,
erklärt  sich  aus  den  Verhältnissen  von  selbst.  Mit  dem  Doppelbande ­
  schließt  das  erste  Dezennium  des  Jahrbuches  der  Bücherpreise. ­
  Es  waren  zum  Teil  Jahre  des  Versuchens  und  Ringens.
Es  galt  zahlreiche  Schwierigkeiten  zu  überwinden,  unerwartete
Widerstände  zu  beseitigen,  mancherlei  Mängel  zu  bessern,
um  wirklich  das  zu  schaffen,  was  sich  Herausgeber  und  Verleger ­
  bei  der  Inangriffnahme  des  Unternehmens  als  Ziel  gesetzt ­
  hatten,  nämlich  ein  zuverlässiges  Nachschlagewerk  für
den  Bücherkäufer.  Daß  dies  nach  manchen  Irrungen  und

Verfehlungen  schließlich  gelungen  ist,  beweist  die  von  Jahr  zu
Jahr  günstigere  Beurteilung,  die  jährlich  sich  steigernde  Abnehmerzahl, ­
  der  ständig  wachsende  Kreis  derer,  die  das
Jahrbuch  zu  Rate  ziehen.  Der  Nutzen  eines  Nachschlagewerkes
wie  des  vorliegenden  wächst  naturgemäß  mit  der  Zahl  der
erschienenen  Bände.  Über  Fragen,  deren  Beantwortung  der  eine
Band  versagt,  wird  sicherlich  ein  anderer  Auskunft  geben,
und  ein  Vergleich  der  im  Laufe  der  Jahre  für  ein  gewisses
Buch  erzielten  Preise  liefert  ein  lehrreiches  und  zugleich  anziehendes ­
  Bild  von  dem  Auf-  und  Absteigen  der  Gunst  und
Bewertung,  die  ihm  seitens  der  Sammler  zuteil  wird.  Um  denjenigen ­
  die  Anschaffung  zu  erleichtern,  die  sich  noch  nicht
daran  gewöhnt  haben,  das  Jahrbuch  als  Nachschlagemittel
ständig  zu  Rate  zu  ziehen,  und  um  ihnen  sofort  die  vollen  Vorteile ­
  der  Benutzung  der  erschienenen  zehn  Jahrgänge  zu
gewähren,  hat  sich  der  Verleger  entschlossen,  den  Käufern  des
neuen  Bandes  IX—X  die  älteren  Jahrgänge  1906/13  statt  mit
M  69—  fürM  45--  zu  liefern.  Dieses  Vorzugsangebot  gilt  aber
natürlich  nur  solange,  als  die  nicht  mehr  großen  Bestände  es
erlauben.
Neue  Kataloge.
*  Paul  Graupe,  Antiquariat,  Berlin  W.  35.  Katalog  81.
Moderne  Bücher.  Luxusdrucke.  (408  Nummern  mit  Preisen,
darunter  elf  Briefe  und-eine  Karte  von  Rainer  Maria  Rilke,
eine  Sammlung  von  Privatdrucken  der  Leipziger  Bibliophilen,
Jahrgang  III  bis  V  des  ,,Pan“,  Flugblätter  aus  dem  Verlag
von  A.  R.  Meyer,  Sammlung  von  39  Autogrammen  usw.)
*  Dorotheum.  Wien.  Katalog  der  268.  Kunstauktion.
Gemälde,  Antiquitäten.  Nachlaß-Sammlungen  Dr.  Heinrich
Modern,  Dr.  Richard  Benedikt,  Friedrich  Eckhardt-Francesconi
  von  Tiefenfeld,  Vizekonsul  Alexander  von
Pekovich,  Oberbaurat  Andreas  Streit,  Alexander  Weigl,
Gräfin  Wolkenstein  usw.  (1055  Nummern  mit  zahlreichen
Bildertafeln).

Briefkasten.
Autographensammler  in  Salzburg.  Das  Schreiben  von
Lenz  an  den  Maler  Müller  brachte  M  410,  der  Brief  von  Goethes
Mutter  an  Bettina  von  Arnim  M  480.
Dankbar.  Das  Bild  wurde  für  den  Baron  Alfons  Rothschild
gekauft.
F.  L.  Danhauser  starb  am  4.  Mai  1845  in  Wien.
Zeitungssammler.  Die  erste  Nummer  der  Cetinjer  Zeitung
ist  vergriffen.
Henriette  Ch.  Der  Ratsherr  von  Amberger  erzielte  K  25.000,
Bauernküche  von  Schrödl  K  2000.  Den  Schrödl  erwarb  kaiserlicher ­
  Rat  Ranschburg  in  Wien.

An  unstete  Abonnenten!
Mit  der  vorliegenden  Nummer  schließt  der
Jahrgang  1916.  Damit  keine  Unterbrechung  in  der
Zustellung  des  Blattes  eintrete,  ersuchen  wir  höflich,
den  Bezug  ehestens  zu  erneuern.
Für  unsere  österreichischen  Abnehmer
legen  wir  dieser  Nummer  Poslerlagscheine  bei,
von  denen  wir  Gebrauch  zu  machen  bitten.
Die  Verwaltung
der
„Internationalen  Sammler-Zeitung“
Wien,  IX/ 1;  Porzellangasse  48.
            
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