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MAK

Full text : Jahrgang 8 (1916) (24)

Nr.  24

Internationale  Sammler-Zeitung

Seite  20?

Waldmüller-Bilder.

Unter  den  Gemälden,  die  in  der  großen  Kunstauktion ­
  im  Wiener  Dorotheum*)  jetzt  unter
den  Hammer  kommen,  machen  besonderen  Anspruch ­
  auf  Beachtung  die  Werke  Waldmüllers,
die  wir  unseren  Lesern  in  Reproduktionen  vorführen. ­

Fig.  1.  „Mutterglück“,  bezeichnet  „Waldmüller  1847“
ist  ein  Ölgemälde  auf  Holz  in  der  Größe  von

stammt.  Der  Katalog  gibt  von  diesem  Bilde  folgende
Beschreibung:  „In  einer  Bauernstube  steckt  der  Bauer
die  geweihten  Palmkatzerln  an  die  Zimmerdecke,  um
ihm  herum  zuschauend  Kinder  und  Bäuerin.“
Das  Gemälde  ist  signiert  „Waldmüller  1833.“
Höhe  46  cm,  Breite  57’5  cm.
Unser  dritter  Waldmüller  „Nach  der  Arbeit“  (Fig,  3.)
zeigt  eine  alte  Frau  vor  der  Haustür  auf  einen  Stein

Fig.  2.  Waldmüller,  Palmsonntag.

60  :  46  cm.  Vor  der  Haustür  sieht  man  eine  Mutter
mit  dem  jüngsten  Kinde  auf  dem  Schoße.  Vor  ihr
sitzt  ein  kleiner  Knabe,  der  dem  Kleinen  einen  Blumenstrauß ­
  reicht.  Das  Gemälde  ist  auf  zirka  K  40.000
geschätzt.
Dem  „Mutterglück“  dürfte  an  Wert  kaum  „Palmsonntag“ ­
  (Fig.  2)  nachstehen,  das  aus  dem  Jahre  1833
*)  Siehe  Nr.  23  der  „Internationalen  Sammler-Zeitung".

sitzend,  die  Hände  im  Schoße  haltend.  Dieser  Waldmüller ­
  trägt  die  Signatur  „Waldmüller  1847“  und  ist
60  cm  hoch,  46  cm  breit.
Außer  diesen  drei  Waldmüller-Bildern  weist  der
Katalog  noch  ein  Ölgemälde  „Die  beiden  Schwestern“,
ein  Kniestück  zweier  junger  Damen  in  Atlaskleidern,
signiert  „Waldmüller  1831“  auf,  das  wohl  nicht  in  der
Qualität,  aber  in  der  Wirksamkeit  hinter  den  genannten ­
  drei  Bildern  zurücktritt.
            
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