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Internationale Sämmler-^eitung
Die Ausstellung der Ölgemälde bringt im wesentlichen Bilder
deutscher Künstler aus Bukarester Privat- und Museumsbesitz,
auch aus den Sammlungen des Königs, Sie umfaßt gute Bei
spiele aus der oberdeutschen Schule, unter anderen schöne
Bilder des Ulrner Malers Bartholomäus Zeitblom (1484/1517),
ferner die Riesenkartons von W. v. Kaulbach zum „Besuch
Kaiser Ottos an der Gruft Karls des Großen“ und zu „Nero
und die Christen Verfolgung in Rom“. Gut vertreten sind
Canon, Dillis, Amerling, die ältere und neuere Münchener
Schule und auch die Münchener Sezession. Die graphische
Abteilung versucht, möglichst knapp, aber vielseitig, das
künstlerische Ergebnis des Krieges auf diesem Gebiete zu
vermitteln, auch die Karikatur hat einen Platz gefunden.
In den. Sonderausstellungen dreier Künstler, denen von Erich
Erler, Erich Grüner und Sascha Schneider, wird gezeigt,
in wie verschiedener Weise die Eindrücke des Krieges von
einzelnen Künstlernaturen wiedergegeben werden. Die Leip
ziger bekannten Graphiker sind alle vertreten, auch Max
Klinger mit seinem neuesten Blatt „Im Unterstand“.
Vom Kunstmarkt.
(Versteigerung moderner Gemälde.) Die in der
Galerie Helbing in München am 5. Juli zur Versteigerung
gelangende Sammlung von modernen Gemälden aus dem
Nachlasse Generalleutnant de Beaulieu (Darmstadt) und
Professor Eibner (München) umfaßt die Epochen von Wal
demar Friedrich bis zu M. Mayershofer und weist aus der
Zeit Waldemar Friedrichs Namen auf, die erst durch die
Jahrhundert-Ausstellung wieder so recht geläufig wurden
und in unseren Tagen von seiten der staatlichen und privaten
Sammlungen vorzugsweise erworben werden. Es seien hier
G. Gaul, E. Klimsch, J. P. Lampi, A. Lukas, W. Fried
rich, Meyer, H. Marr, H. Nigg, K. Schulz, genannt der
Jagdschulz und Richard Zimmermann erwähnt; ihnen
schließt sich Leibi — mit einem herrlichen Mädchenköpfchen
— und sein Kreis an, worunter sich Namen wie J. Sperl,
Th. Alt, Karl Hagemeister, Ph. Helmer und Charles
Schuch befinden. Auch einer Naturstudie von Corot und
ebensolcher Motive von Böcklin sei gedacht. Aus den Nach
lasse Eibner finden wir interessante Architektur und Land
schaftsstudien. Die Sammlung weist noch Namen wie J. Adam,
A. Bergmann, Tina Blau, F. v. Defregger, W. v. Diez,
L. Dill, F. Friedländer, O. Gebier, Eduard Grützner,
L. Hofelich, Eugen Jettei, A. v. Keller, A. v. Wierusz-
Kowalski, C. Kronberger, Gottli. Kuehl, J. Piglhein,
K. Raupp, K. Rottmann, F. Roubaud, G. Schildknecht,
G. Schönleber, Max Slevogt, C. Spitzweg, J. Wenglein,
J. und L. Willroider u. a. m. auf. Namen, die wohl Gewähr
dafür bieten, daß es hier sich um eine Kollektion handelt,
der von Sammlern und Kunstfreunden großes Interesse ent
gegenbracht werden wird. Der Katalog mit 22 Tafeln ist zum
Preise von M 3"— durch die Galerie Helbing, München, zu
beziehen.
(Wiener Auktionen.) Die Kunsthandlung C. J. Wawra
in Wien teilt uns mit, daß sie die Sammlung des verstorbenen
Herrenhausmitgliedes Ludwig Lobmeyer zur Versteigerung
übernommen habe. Sie gelangt im Monat Oktober im Künstler
hause zur Auktion. Im Monat November bringt Wawra die
Keramiksammlung Alfred Walcher Ritter v. Moltheim
auf den Markt. Es ist dies eine der größten Keramiksammlungen
der deutschen Gotik und Renaissance.
(Auktion Wawra-Glückselig.) Bei der Auktion
Wawra-Glückselig in Wien (siehe Nr. 11 und 12) wurden
ferner erzielt: Antiquitäten, Arbeiten aus Silber: Nr. 258,
Döschen in Form eines Körbchens, Ende 18. Jahrh., K 150;
Nr. 262, Döschen, Beschauzeichen Augsburg, Meisterzeichen
T B, IC 140; Nr. 265, Vase mit Deckel, österr. Arbeit, 10. Jalirh..
IC 360; Nr. 266. Vase, Österr. um 1800, K 340; Nr. 268, Silber
dose, 1480, IC 490; Nr. 269, Döschen, I.inz 1815, IC 300; Nr. 277,
Dose, Meistermarke J. D., Befreiungsstempel 1809, IC 470;
Nr. 280, Dose in Muschelform, 19. Jahrlu, K 250; Nr. 285,
Dose, franz., Mitte 18. Jahrh., K 280; Nr. 287, Teeservice,
Wien 1840, IC 6300; Nr. 288, Döppelgehenkelte Schale, deutsche
Arbeit, 17. Jahrh., IC 600; Nr. 289, Doppelgehenkelte Schale,
Augsburg, Ende 17. Jahrh., IC 250; Nr. 290, Döppelgehenkelte
Schäle, Marienburg, Meistermarke G. O., Anfang 18. Jahrh.,
IC 760; Nr. 292, Doppelgehenkelte Schale, Meistermarke J. H„
Mitte 18. Jahrh., IC 270; Nr. 293, Doppelgehenkelte Schale,
Meistermarke E. B., Ende 17. Jahrh., IC 450; Nr. 294, Doppel
gehenkelte Schale, Augsburg, H. B„ um 1700, IC 500; Nr. 296,
Desgl., IC 450; Nr. 297, Desgl., K 600; Nr. 298, Doppelgeliön-
kelte Schale, Augsburg, Meisterzeichen H., Ende 17. Jahrh.,
IC 950; Nr. 299, Doppelgehenkelte Schale, Augsburg, H. B„
Um 1700, IC '650; Nr. 300, Doppelgehenkelte Schale, Augs
burg, H. B„ um 1700, IC 350; Nr. 301, Tiefe Schale, Augsburg,
J. Bl, 17. Jahrh., IC 1350; Nr. 302, Schale, deutsche Arbeit,
1698, IC 1600; Nr. 303, Schale, Augsburg, H. B„ um 1700,
K 1450; Nr. 304, Schale, Meistermarke H., Anf. 18. Jahrh.,
IC 300; Nr. 306, Schale, Augsburg, H. B., um 1700, IC 300;
Nr. 307, Schale, Augsburg, IC., Ende 17. Jalirh., IC 550;
Nr. 308, Schale, Wien 1698, IC 1000; Nr. 309, Schale, Augs
burg, Ende 17. Jahrh., IC 1600; Nr. 310, Schale, Meistermarke
H. B., um 1700, IC 500; Nr. 311, Schale, Augsburg, B. B.
(joh. Baptist Biller), 17. Jahrh., IC 1200; Nr. 312, Schale,
deutsche Arbeit, Meistermarke R. R. (Rosenberg 3224),
K 460; Nr. 313, Schale, Augsburg, J. IC., Ende 17. Jahrh.,
IC 410; Nr. 314, Schale, Augsburg, J. IC., 17. Jahrh., IC 410;
.Nr. 315, Schale, Augsburg, 18. Jahrh., IC 840; Nr. 316, Schale,
Augsburg, J. IC., um 1700, K 310; Nr. 317, Schale, Augsburg,
. J. IC., Ende 17. Jahrh., IC 850; Nr. 318, Schale, Augsburg,
H. B„ um 1700, IC 700; Nr. 319, Schale, Augsburg, II. B„
um 1700, IC 600; Nr. 320, Schale, Augsburg, H. B., IC 1550;
Nr. 321, Schale, Augsburg, H. B., um 1700, IC 3800; Nr. 322,
Schale, Augsburg, H. S. P., IC 570;'Nr. 323, Schale, Augsburg,
IC., Ende 17. Jalirh., IC 480; Nr. 324, Schale, Augsburg, L. 1L,
IC 1200; Nr. 325, Schale, Hamburg, N. J., Ende 17. Jahrh.,
IC 910; Nr. 326, Schale, Augsburg, H. B., um 1700, IC 430;
Nr. 327, Schale, deutsche Arbeit, um 1700, IC 540; Nr. 328,
Schale, deutsche Arbeit, Ende 17. Jahrh., IC 700; Nr. 329,
Schale, Augsburg, um 1700, K 420; Nr; 330, Schale, deutsche
Arbeit, um 1700, IC 640; Nr. 331, Schale, Augsburg," Anf.
18. Jahrh., IC 400; Nr. 332, Schale, S. S. (Samuel Schneeweiß),
Ende 17. Jahrh., IC 450; Nr. 333, Kleine Schale, Beschau
zeichen Frankfurt a. M„ IC 160; Nr. 334, Schüssel, Beschau
zeichen Danzig, Meistermarke P. J. H„ 18. Jahrh., IC 220;
Nr. 335, Platte, Anf. 17. Jahrh., IC 2550; Nr. 336, Platte,
Augsburg, H. J. S. (Hans Jakob Scheck), IC 3850; Nr. 337,
Platte, Deutsch, 18. Jahrh., IC 2000; Nr. 338, Platte, Deutsch,
17. Jalirh., IC 920; Nr. 339, Platte, Augsburg, H. J. S„ Ende
17. Jahrh., IC 1000; Nr. 340, Platte, Augsburg, Meistermarke
J. V., Anf. 18. Jalirh., IC 3100; Nr. 341, Platte, Lemberg 1835,
IC 450; Nr. 342, Platte, Deutsch, 17. Jahrh., K 710; Nr. 343,
Platte, Meistermarke P. P., Anf. 18. Jahrh., IC 430; Nr. 344,
Silberterinne, Wien 1743, IC 610; Nr. 345, Löffel, Neusohl
1691, Meistermärke M. S„ IC 180; Nr. 346,. Desgl., IC 240;
Nr. 347, Steinbockbecher, deutsche Arbeit, Mitte 18, Jahrh.,
K 2500.
Porzellan: Nr. 354, Zwölf Schalen mit Untertassen,
Blaumarke, IC 1450; Nr. 360, Sechs Schokoladeschalen, Blau
marke Wien, 18. Jahrh., K 250; Nr. 363, Kanne, Altwien,
K 350; Nr. 371, Teeschale, Wien 1820, IC 400; Nr. 372,
Schale, Wien, um 1750, IC 460; Nr, 373, Schale, Wien 1807,
K 180; Nr. 375, Schale mit Untertasse, Wien 1838, K 299;
Nr. 381, Schale mit Untertasse, Blaumarke, Wien 1800,
IC 390; Nr. 382, Desgl,, 1792, K 450; Nr. 384, Schale mit Unter
tasse, Schlaggenwald, IC 400; Nr. 386, Vase, Blaumarke, Wien,
K 460; Nr. 387, Zwei Vasen, Blaumarke, Wien um 1800,
IC 6600; Nr. 388, Zwei Aufsätze, Wien um 1756, K 680; Nr. 390,
Figur, Blaumarke, Wien, um 1700, IC 700; Nr. 394, Gruppe,
Blaumarke, Wien, um 1770, IC 880; Nr. 395, Gruppe, Weiß-