Nr. 5
Internationale Samm 1 er -Zeitung
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M 200.; Nr. 491, Flavius Josephus, Opera, Lyon bei Sebastani
Gryphius, 1555; M 710; Nr. 492,. Le Nouveau Testament,
Charenton 1556, M 110; Nr. 493, Quadrins histofiqiles.de la
Bible, Lyon, bei Jean de Tournes, 1553, M 700; Nr. 499,
Humanae salutis monumenta, M 760;
Nr. 503, Officia ex praecepto. S, D. N.
Sixti papae Quinti, Venedig bei Juntas,
1587, M 530; Nr. 505, Biblia sacra,
Venedig 1588, M 245; Nr. 506, Itincra-
rum Europae, M 155; Nr. 508, Martyrolo-
giurn Komanum, Venedig 1601, M 450;
Nr. 512, Bibel, Französische Ausgabe,
Genf 1605, M 115; Nr. 513, Galileo Galilei,
Istoria e dimonstrazioni intorno alle
macehie solari, Rom 1613, M 540; Nr. 514,
Canon Missae, Venedig 1630, M 400;
Nr. 516, Pontificale Romanum, Rom 1645,
M 110; Nr. 521, Giov. B. Ballarino, L’im-
mortalitä, Venedig 1671, M 135; Nr. 522,
Buch in Silbereinband, Magister Johann
Quirsfeld neuvermehrte himmlische Garten-
Gesellschaft, 1683, M 400; Nr. 528, La Vie
de N. de la Brousse, Comte de Verteillac,
Avignon 1736, M 200; Nr. 532, Gesang
buch der Gemeinde Kempten, Lindau
1776, M 130; Nr. 533, Stefan da Cesena,
Prediche, Cesena 1777, M 270; Nr. 534,
Calendrier perpeuelt, Paris 1774, M 185.
Gemälde und Miniaturen.
Nr, .598, Emil Hunten, Keine Mainlinie mehr, M 470;
Nr. 599,. Pascini,. Kircheninterieur, M 4000; Nr. 600, Gabr.
Max, Die Waise, M ,2100; Nr, 601, O. Erdmann, Düssel-
Fig. 5.
Ludwig Hans Fischer, Schönbrunn.
Bucheinbände.
dorf, Kammerzofe, Al 105; Nr. 602, Dame und Nr. 003, Junger
Prinz, M 340.
Nr. 547, Bucheinband, Frankreich, 17. Jahrh., M 240;
Nr. 550, Bucheinband, Bez. auf dem Rücken: Buchbinder
gesellenbuch Pro Anno 1729, M 150; Nr. 551, Bucheinband,
deutscher Regencestil, um 1730 bis 1740, M 135; Nr. 557,
Bucheinband, Italien, 18. Jahrh., M 100.
Graphische Arbeiten.
Nr. 584, Albrecht Dürer, Porträt des Ulrich Varnbüler,
1522, M 330; Nr. 588, Zwei Blumenstilleben, Schabkunst
blätter von Richard Earlom nach Van Huysum, M 800;
Nr. 590, Federzeichnung, Bettelmusikanten, bez. u. r. F.
Hals, M 105; Nr. 591, A. Menzel, Knabenstudie, M 1160;
Nr. 592, G. Voltz, Kühe am Wasser, 1861, M 190; Nr. 593,
Hermann Kaulbach, Der Erzähler, M 400; Nr. 594, Hermann
Kaulbach, Hoher Besuch, M 210; Nr. 596, Ed Grützner,
Wildschütz, M 220; Nr. 597, Ders., Ein guter Tropfen, M 690.
Silber des 19. Jahrhunderts.
Nr. 607, Ein Kasten mit Tafelsilber, M 405; Nr. 635,
Zwei Salzschalen, M 160; Nr. 636, Zuckerstreuer, M 100;
Nr. 637, Pfefferstreuer, M 105; Nr. 650, Fünf Flaschenteller,
M 100; Nr. 652, Sechs Flaschenkorke, M 100; Nr. 658, Sechs
Fingerschalen, M 130; Nr. 569, Tablett, M 195; Nr. 660,
Ovales Tablett, M 300; Nr. 663, Brotkorb, M 150; Nr. 666,
Platte, M 215; Nr. 667, Gemüseschüssel, M 150; Nr. 670,
Spargelschüssel, M 180; Nr. 674, Zwei Dessertplatten, M 230;
Nr. 677, Bonbonschale, M 170; Nr. 678, Kaffeekanne, M 165;
Nr. 680, Teekanne, M 155; Nr. 682, Teekanne, M 170; Nr. 684,
Zuckerdose, M 145; Nr. 685, Marmeladeschale mit Deckel
und Unterteller, M 130; Nr. 687, Büchse, M 170; Nr. 690,
Vier Tafelleuchter, M 280; Nr. 693, Drei Busennadeln,
M 580.
Marx Weiss — der Meister von Messkirch.
Zu den bedeutendsten Meistern der Renaissance
malerei des 16. Jahrhunderts gehört ein Meister, dessen
Namen wir bisher nicht kannten und daher nach seiner
Hauptschöpfung, dem Altäre für das Städtchen Meß-
kirch, südlich von Siegmaringen, benannt zu werden
pflegt. Dieser Altar ist eine große und prächtigeLeistung,
klar im räumlichen Aufbau, kräftig in der Charak
teristik, die licht, hell in hell modelliert ist und mit
großem Feingefühle die Farbe als Schmuck auszu
nutzen versteht. Der Versuch Pöllmanns, den Meister
von Meßkirch mit dem Maler Jery Ziegler zu inden-
tifizieren, wird heute allgemein abgelehnt; dagegen
ist es Professor Paul Ganz in Basel jetzt gelungen,
mit einem hohen Grade von Wahrscheinlichkeit den
Namen dieses Künstlers festzustellen.
Professor Ganz hat eine jetzt im Besitz der Baseler
Kunstsammlung befindliche Zeichnung eines Rahmen
entwurfs untersucht, der, wie er festgestellt hat, für
den Altar der St. Martinskirche in Meßkirch bestimmt
war. Im Zusammenhänge damit hat er dann die übrigen
erhaltenen Werke des Meßkirchers gemustert und ihm
auch einen Entwurf für eine Glasscheibe mit dem
Datum 1543 zu weisen können, den die Züricher Stadt
bibliothek besitzt. Eine der herabhängenden Inschrift
tafeln dieses Entwurfs trägt nun das Monogramm
M. W. über einem weiß-schwarz hochgeteilten Kreise.
Dasselbe Monogramm trägt eine Urkunde von 1560,
die auf dem Schlußstein des vordersten Gewölbe
joches im Mittelschiffe des Übcrlinger Münsters ge^
funden wurde. Dieses Monogramm führte Marx
Weiß, der Maler von Rolingen. Wir wissen, daß dieser
Meister und sein, Sohn Andreas .Christoph das heute
völlig übermalte Jüngste Gericht und das Gewölbe
im Münster zu Überlingen gemalt haben, Marx Weiß