MAK
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Nr. 23 
Internationale Sammler - Zeitung 
rpichisch, -IS. jh., K 3200; Nr. 014, Hoher Tabernakelkasten, 
österreichisch, 18. Jh., K .’POQ; Nr. 915, Biedermeier-Näh 
tischchen, K 1150; Nr. 9.17, Heiler kalten, K 1350; Nr. 918. 
Biedermeiersekretär, K 1800; Nr, 920, Sofa und, sechs Bieder 
meierstühle, K 2900; Nr. 922, Große Wanduhr, französisch, 
Louis Phiiippe-Zdt, K 4400; Nr. 923, Schrcibtischkommode, 
18. Jh., K 4800; Nr. 925, Großer. Renaissancekleiderkasten, 
K 2400; Nr. 928, Schreibtischkommode, 18. Jh., K 2600; 
Nr, 929, desgleichen, K 2450; Nr. 931, Schreibtischsekretär, 
österreichisch, 18. Jh., K 3100; Nr. 934, Kleine Bank, Empire - 
form, K 2000; Nr. 935, Doppeltüriger Kleiderkasten, 18. Jh,, 
K 2100; Nr. 938, Kommode, 18. Jh., K 1400; Nr, 942, Zwei 
gotische Türflügel, italienisch, K 8200; Nr. 944, . Kabinett, 
18. Jh, K 1000; Nr. 948, Schreibsekretär, österreichisch, 
18, Jh, K 1000.; und Nr. 966, Pfeilertisch in Louis XV] .- 
Formen, um 1790,. K 1250. 
Münchner Knnstanktion. 
t)ber die Versteigerung der Sammlungen Ludwig 
Marx. (Mainz) und Albert Si eck (München) im Kunst- 
, auktionshaiis; Dr. F, X. Weizinger und Comp, wird 
uns berichtet. 
Es war gewiß ein Wagnis, in den Tagen der letzten 
Fliegeralarme die Versteigerung einer so bedeutenden 
Kollektion zu beginnen und während der Unruhen 
der einsetzenden Staatsumwälzungen zu beenden. 
Aber — dem Mutigen gehört die Welt! Das Wagnis 
ist tatsächlich geglückt, denn das Auktionsergebnis 
hat die gestellten Erwartungen noch beiweitem über 
troffen. Es wurden bei den reichlich gebotenen Schätzen 
frühester und früher Kulturepochen Preise erzielt, 
die , in Zukunft geradezu als Grundlage für die Be 
wertung derartiger Objekte gelten können. Das leb 
hafte Interesse, das sich für die meisten Stücke dieser 
Sammlungen zeigte, hat neuerdings bewiesen, daß die 
Erwerbsfreudigkeit von edlem Kunstbestand völlig 
unabhängig ist v.on äußeren, und politischen Ereig 
nissen. 
Ein auserlesener Kreis von Fachmännern, Mu 
seumsdirektoren sowohl wie auch von alten uni 
jungen Sammlern, hatten sich hier zusammengefunden. 
Es war aber nicht nur das Inland, sondern auch das 
Ausland trotz aller bestehenden Reiseschwierigkeiten 
mit guten Namen vertreten. 
Im Verlaufe der Versteigerung, die durch füni 
Tage das \m geminderte Interesse in Anspruch nahm, 
zeigte sich, daß die meisten von den Glanzstücken 
des 2000 Nummern umfassenden Kataloges zu er 
staunlich hoher Preisnotierung gelangten, ja teilweise 
neue Gesichtspunkte auf dem Markte dieses Sammel 
gebietes schufen. 
Einzelne von den Waffen, wie Bronzehelme, 
von denen der Katalog allein 19 Stücke aufzählt, 
dann Bronzeschwerter, gingen in die Tausende von 
Mark und ebenso erreichten auch keramische Selten 
heiten mehrfach vierstellige Zahlen. Sachgemäß waren 
es vor allem die Schmuckgegenstände, wie goldene 
Scheibenfibeln aus der Merowinger Zeit, wahre Klein 
odien alter Goldschmiedekunst, um die. ein heißer 
Wettstreit entbrannte und die zum Teil mit einigen 
Zehntausenden pro Stück zugeschlagen wurden. Bei 
den spätrömischen und merowingischen Schnallen und 
Beschlagstücken war die Preisgestaltung im Ver 
hältnis fast die gleiche. 
Wahrhaft überraschend hohe Preise brachten die 
fast 300 Nummern umfassenden antiken Gläser, wie 
Kannen, Flaschen, Ambullen, Balsamarien, Becher und 
Schalen. Da waren aber auch Stücke dabei, die, ab 
gesehen von der prächtigen Erhaltung und seltenen 
Form, an irisierender Pracht mit den leuchtendsten 
Farben der Schmetterlingsflügel wetteifern konnten. 
Dem Sammler antiker Gläser wurde in den letzten 
Jahren leider nicht allzuviel Hervorragendes zu Markte 
gebracht. Und gerade diesem Sammelgebiete wendin 
sich immer mehr seriöse Liebhaber zu. Auf der Auktion 
Marx-Sieck konnten aber Museen sowohl, wie Privat 
liebhaber die bestehenden Lücken ihrer Kollektionen 
ausfüllen und ergänzen. Es würde zu weit gehen, wollte 
man in dem engen Raume dieses „Nekrologes“ alle 
Abteilungen der aufliegenden Sammlungsbestände auch 
nur in großen Zügen durchgehen. 
Daß aber die strebsame junge Kunsthandlung 
beabsichtigt, dem trefflichen Kataloge eine gedruckte 
Preisliste folgen zu lassfen, das ist ein Novum, das 
von allen Interessenten aufs wärmste begrüßt werden 
dürfte. 
Es kann dadurch der. auch sachlich sehr gut ge 
arbeitete Katalog für lange Zeit eine Grund 
lage werden zur Bewertung prähistorischer und antik- 
klasisscher Gegenstände. A. M. Pachinger. 
Chronik. 
Bibliophilie. 
(Vorsicht bei Verkaufsangeboten!) Der Zeitschrift 
für Bücherfreunde entnehmen wir folgendes: Zur Warnung 
für Bücherfreunde sei folgender Fall aus meiner Praxis mit 
geteilt. Ein Gelehrter wollte einen in seinem Besitze befind 
lichen Liebhaberdruck 'verkaufen und .schrieb an mehrere 
Antiquariate gleichläutende Postkarten des Inhalt^; „Den 
und den LiebliäberdrüCfc, tadellos erhalten, biete 'ich Ihnen 
hierdurch zum Kaufe an. Preis so und so viel Mark. Tch bitte 
um gefällige Antwort." Ein Antiquar, der eine solche Post 
karte erhalten hatte, antwortete postwendend brieflich, er 
kaufe den Druck zu dem vorgeschlagenen Preise, Inzwischen 
hatte aber ein anderer Antiquar, an den der Gelehrte eben 
falls geschrieben hatte,. schon telegraphisch in gleichem Sinne 
geantwortet. Der Gelehrte hielt sich für verpflichtet, dem Ab 
sender des Telegramms den Vorzug zu geben, weil'dieses ihm 
vor der brieflichen. Antwort des. anderen Antiquars zugegangen 
war, Er schickte deshalb den Druck an . den. Absender des 
Telegramms und antwortete dem andern Antiquar, er sei zu
	        
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