Nr. 6
Seite 49
Internationale Sammler-Zeitung
K 850; Nr. 73, Ders., Landschaft, K 950; Peter Fendi, Nr. 74,
Feierabend auf der Alm, K 1700; Nr. 75, Nach der Christ
bescherung, K 13.000; Nr. 76, Die Werbung, K 2000; Nr. 77,
Bauernjunge, K 1000; Nr. 78, Josef Fischbach, Berchtes
gaden, K 2400; Nr. 79, Johann Fischbach, Bei Salzburg,
K 380; Nr. 80, Leop. Fischer, Damenbildnis, K 2200; Nr. 81,
Ludw. Hans Fischer, Der Nil, K 1500; Nr. 82, Wilh. Frenzl,
Blumenstilleben, K 900.
Friedr. Gauermann: Nr. 83, Der schützende Baum,
K 3600; Nr. 84, Der Attersee, K 1450; Nr. 85, Motiv bei
Miesenbach, K 1000.; Nr. 86, Bei der Tränke, K 2000; Nr. 87,
Kalb im Stall, K 650; Nr. 88, Liegende Kuh, K 700; Nr. 89,
Stehende Kuh, K 750; Nr. 90, Widder, K 850; Nr. 91,Widder
kopf, K 780; Nr. 92, Ackergaul, K 800; Nr. 93, Pferdekopf,
Iv 750; Nr. 94, Gaupmann, Österreichischer Hauptmann,
K 550; .Nr. 95, Gust. Glantschnig, Das Modell, K 700;
Nr. 96, Ludw. Gloß, Der Bücherwurm, K 800; Nr. 97, Carl
Goebel, Herrenporträt, Iv 950; Nr. 98, Ders., ln der Kirche,
K 1200; Nr. 99, Ders., Herrenporträt, K 520; Nr. 100, Desgl.,
K 400; Nr. 101, Grottger, ln Erwartung, K 2400; Nr. 102,
Gudin, Motiv von der französischen Küste, K 820; Nr. 103,
Remi van Haanen, Ungarisches Dorf, K 1450; Nr. 104, Ders.,
Motiv aus Osterhout in Holland, K 2800; Nr. 105, Halauska,
Mühle aus dem Salzkammergut, Iv 620; Nr. 106, Ders., Salz
burg, K 400; Nr. 107, Ant. Hauff, Blick auf den Königssee,
Iv 200; Nr. 108, Harburger, Schwerer Entschluß, Iv 3100;
Nr. 109, Jos. Höger, Die Kirche in Potschach, K 2200; Nr. 110,
Carl Hoff, Am Kamin, K 480; Nr. 111, Hubertus van Hove,
Holländische Kirche, K 6500; Nr. 112, Carl Rud. Huber,
Kuhherde im Waagtal, K 3500; Nr. 114, Ders., Wüstenmahlzeit,
K 2800; Nr.115, Theod. von Hörmann, Auf der Rebhuhnjagd,
K 1100; Nr. 116, Hoguet, Aus der Normandie, K 2700;
Nr. 117, Georg Holub, Küste bei Rapallo, K 400; Nr. 118,
Eugene Jettei, Kuhherde, K 1700; Nr. 119, Ders., Kuhherde
an einem Teich, Iv 2600; Nr. 120, Ders., Ders., Motiv vom
Plattensee, K 3800; Nr. 121, Ders., Rinderherde, Iv 1300;
Nr. 122, Ders., Motiv aus dem Walde von Fontaineblau,
K 4800; Nr. 123, Ders., Schimmel, Iv 740; Nr. 124, Juch,
Beim Geigenmacher, K 2700; Nr. 124 a, Kursen, Zandvoort,
K 2900; Nr. 125, Ten Kate, Wirtshausrauferei, K 1500;
Nr. 126, Adolf Kaufmann, Waldinneres, K 1300; Nr. 127,
Ders., Ein nebliger Tag, K 1050; Nr. 128, Friedr. Keller,
Das Modell, K 5900; Nr. 129, Kriehuber, Kronprinz Rudolf,
K 11.000; Nr. 130, Ders., Damenproträt, K 7500; Nr. 131,
Kurzbauer, Die Heimkehr der Verlorenen, K 3500; Nr. 132,
Ders., Bei der Bandelkramerin, K 4100; Nr. 133, Ders., Spielende
Kinder, K 2000; Nr. 134, Lacroix, Landschaft, K 1450;
Nr. 135, Lenbach, Studienkopf, K 1050; Nr. 136, Ed. von
Lichtenfels, Der Weißenfelsersee, K 460; Nr. 137, Ders.,
Strand bei Abbazia, K 4100; Nr. 138, Ders., Bei Lundenburg,
Iv 1700; Nr. 139, Ders., Wildbach, K 1400; Nr. 140, Ad. Lier,
Stimmungslandschaft, K 600; Nr. 141, Lindenschnitt,
Hexenküche, K 820; Nr. 142, Hans Makart, Die Wahrheit,
Iv 2800; Nr. 143, Marak, Waldinneres, K 1500; Nr. 144,
Marko d. Ä., der Gang nach Emaus, K 7500; Nr. 145, Josef
Mecklenburg, Palazzo Revedin in Venedig, K 1500; Nr. 146,
Ernst Meißner, Schafherde, K 900; Nr. 147, Meissonier,
Südliche Landschaft, Iv 1800; Nr. 148, Merode, Nach einem
gut-n G’schäft, K 4000; Nr. 149, Ders., Ein guter Bissen,
K 4700; Nr. 150, Ders., Landschaft mit Schleuse, K 880;
Nr. 151, Paul Meyerheim, Ein Löwenpaar, K 3400; Nr. 152,
Carl Moll, Motiv aus Grinzing, K 4600; Nr. 153, Ders.,
Krautacker, K 1750; Nr. 154, Ders., Beim Krebsfang, K 1300;
Nr. 155, Moretti, Aus Cairo, K 700.
(Fortsetzung folgt.)
Die Vorläufer der Altertumssammlungen bis zum Schlüsse des
Mittelalters.
Von Hans Lehmann (Zürich).
(Schluß)*).
Viel spärlicher sind die Nachrichten, die uns über
den Inhalt fürstlicher Schatzkammern aus dem Mittel-
alter überliefert wurden. Ihr Inhalt ist schon darum
schwieriger zu ermitteln, weil er weit größeren Ver
änderungen unterlag als der der Kirchen. Auch ist
leider sehr wenig erhalten geblieben, was darauf ein
helleres Licht zu werfen vermöchte. In Ottonischer
Zeit scheint der byzantinische Import immer noch
tonangebend gewesen zu sein, wozu die Vermählung
Ottos II. mit der Prinzessin Theophano wesent
lich beigetragen haben mochte. Eine größere Bedeutung
kommt dem 1880 bei Kanalbauten in Mainz der Erde
enthobenen prächtigen Goldschätze zu, in dem Otto
von Falcke den Krönungsschmuck der Kaiserin
Gisela, der Gemahlin Konrads II., erblickt, der
also wahrscheinlich um 1025 angefertigt wurde. Zwar
wissen die schriftlichen Überlieferungen manches zu
erzählen von den Kleinodien weltlicher und geistlicher
Fürsten, und die Dichter gehen sogar sehr verschwen
derisch damit um in der Ausstattung ihrer Helden und
Heldinnen. Aber gerade dadurch verlieren ihre Schil
derungen an Glaubwürdigkeit. Zuverlässiger sind die
Mitteilungen, die wir darüber aus dem im 12. Jahr
hundert entstandenen bayrischen Gedichte „Vom Him-
*) Siehe Nr. 3 und 4 der „Internationalen Sammler-
Zeitung''.
melreich“ erhalten, das uns alle Dinge aufzählt, deren
die Abgeschiedenen in der ewigen Seligkeit nicht mehr
bedürfen, und wozu natürlich auch die Kleinodien
zählen, deren gebräuchlichste es aufführt. Auch Schatz
kammern, mittelhochdeutsch auch trisihüs genannt,
die Kostbarkeiten in Geld und Geldeswert bargen,
werden nicht selten erwähnt. Sie lagen in den festen
Türmen der Burgen, und die Dichter füllen sie mit
rotem Golde bis an das Dach. So lesen wir zum Beispiel
vom Nibelungenhort im Nibelungenlied. Besondere
Schatzmeister sorgten für die Sicherheit und bewahrten
die Schlüssel. Dieses Amt übte für Brunnhilde Dank
wart aus, für Kriemhilde Hagen, während die Gattin
Etzels Hildegund zur Schatzmeisterin gemacht hatte.
Später verschwinden derartige Schilderungen aus der
Poesie. Daß aber Schmuck in den oberen Ständen
reichlich voihanden gewesen sein muß, geht aus den
vielen und mannigfaltig angefertigten Kästchen hervor,
die ihn bargen, und die heute noch zu den Zierden der
öffentlichen und privaten Altertumssammlungen zählen,
da sie in Zeiten der Not nicht eingeschmolzen werden
konnten wie ihr Inhalt.
Wo immer aber Schatzkammern bestehen blieben
oder neu angelegt wurden, erschloß sich ihr Inhalt
nur den Blicken ihres Besitzers. Für diesen aber stand
der materielle Wert ihres Inhal', über dem künstle-