MAK
Nr. 8 
Internationale Sammler- Zeitung 
Seite 71 
Zeilen mit Unterschrift, M 47 —; Nr. 630, vier Zeilen mit Unter 
schrift ,M 55-—■; Nr. 631, Handexemplar des Werther, M 9600; 
Nr. 631 a, „Hermann und Dorothea“ mit eigenhändiger Wid 
mung an Minna Herzlieb, M 3300; Nr. 632, „Über Kunst 
und Altertum, 5 Bände (Widmung), M 860; Ni. 633, Joh. 
Wolfgang Textor, Brief, M 120; Nr. 638, Gottsched, Brief, 
M 155; Nr. 641, Grillparzer, Brief an Baron Boineburg- 
Lengsfeld, M 240; Nr. 642, Ders., Brief an Holtei, M 360; 
Nr. 643, Ders., Gedicht, „So bist Du tot! Du hattest Zeit 
zu sterben“, M 400; Nr. 644, Ders., Gedicht „Das Denken 
sucht sich nach außen Raum", M 260; Nr. 651, Guericke, 
Brief, M 52—; Nr. 673, Hauff, Brief, M 280; Nr. 677; 
Hebbel, Brief, M 230; Nr. 678, Ders., Brief, M 210; Nr. 679, 
Ders., Brief, M 225; Nr. 680, Ders., Brief, M 91 • ; Heinrich 
Heine, Nr. 681, Brief an Meyerbeer, M 180; Nr. 682, Brief, 
M 250; Nr. 683, Brief an die Mutter, M 200; Nr. 684, Brief 
an die Mutter, M 165; Nr. 685, Bruchstück „Aus den Geständ 
nissen", M 80—; Nr. 686, Bruchstück aus ,,Ludwig Börne“, 
M 55—; Nr. 687, Artikel '„Engländer aus Lutezia", M 80—■; 
Nr. 688, Bruchstück aus „Der Salon“, M 50-—; Nr. 689, 
Manuskript „Solidität", M 55-— ; Nr. 690, Artikel „Grob 
heit der Gelehrten“, M 36-—; Nr. 691, Manuskript „Aktrizen 
und Courtisanen“, M 75 —; Nr 692, Fragment eines Artikels 
über Liszt, M 31- ; Nr. 703, Heyse, Novelle „Tantalus“, 
M 130; Nr. 704, Ders., Die Eselin, M 100; Nr 707, E. T. A. 
Hoff mann, Brief, M 250; Nr. 709, Ders., Brief, M 1110; 
Nr. 710, Ders., Referat, M 125; Nr. 738, Ibsen, Brief, M 110; 
Nr, 739, Ders., Brief, M 105; Nr. 741, Iffland, Brief, M 56 —; 
Nr. 756, Kalisch, Briefe von ihm, von Dohm und Löwen 
stein, M 650; Nr 764, Gottfr. Keller, Brief, M 140; Nr. 765, 
Ders., Brief, M 110; Nr. 767, Keppler, Supplikantenbrief, 
M 840; Nr. 774, Kestner Charlotte, vier Zeilen, M 39- -; 
Nr. 775, Dies., Brief, M 280; Nr. 782, Klopstock, Brief, 
M 78 —; Nr. 783, Ders., Brief, M 40—; Nr. 794, Theodor 
Körner, Brief, M 190; Nr. 795, Stammbuchblatt, M 235; 
Nr. 796, Ders., Fragment aus Hedwig, M 41 —; Nr. 797, 
Ders., Zwei Schularbeiten, M 4L ; Nr. 798, Schriftstück. 
M 35—. (Schluß in der nächsten Nummer.) 
Bibliophilie. 
(Professor Dr. Johannes Franke f.) Im Alter von 
69 Jahren starb in Berlin nach langem, schweren Leiden der 
Direktor der Berliner Universitäts-Bibliothek Geheimer Re 
gierungsrat Dr. Johannes Franke. 1848 geboren, wandte 
er sich nach medizinischem Studium verhältnismäßig spät der 
Bibliothekslaufbahn zu. Längere Zeit in Göttingen tätig, 
verwaltete er darauf einige Jahre die Landesbibliothek Wies 
baden. 1899 kam er als Abteilungsdirektor an die Königliche 
Bibliothek nach Berlin und wurde zugleich Vorsteher der 
Berliner Geschäftsstelle für die Vorarbeiten an der Kaiser- 
Wilhelm-Bibliothek in Posen. Anfang 1902 wurde er an die 
Spitze der Berliner Universitätsbibliothek berufen, die unter 
seiner Leitung einen bedeutenden Aufschwung nahm. Sie 
wuchs um etwa ein Drittel ihrer Bestände an. Die Über 
siedlung des Bibliothek in ihre dauernden Räume, die der 
Krieg verzögerte, hat er nicht mehr erleben können. Seine 
besondere Neigung galt dem bibliothekstechnischen Gebiet. 
Auch war er einer der ersten, der weibliche Kräfte in größerer 
Zahl an wissenschaftlichen Bibliotheken verwendete. Außer 
verschiedenen Beiträgen füs Fachzeitschriften hat er ein 
grundlegendes Buch über die Pflichtexemplare verfaßt. 
(Eine Ausstellung russischer Buchkunst.) Aus 
Leipzig wird uns geschrieben: Das Deutsche Kulturmuseum 
hat eine Ausstellung russischer Buchkunst im Buchgewerbehaus 
eröffnet. Es handelt sich um einen Teil der Schätze, die auf der 
Bugra ausgestellt waren. Damals wurde das russische Haus um 
vier Wochen verspätet eröffnet, und da einige Wochen später 
der Krieg ausbrach, mußte es alsbald wieder geschlossen werden 
und sein reicher Inhalt blieb unbeachtet. An Büchern enthielt 
es allein 72.000! Unsere Feinde verbreiteten alsbald die Nach 
richt, wir hätten die englischen, französischen und russischen 
Gebäude aud der Bugra niedergebrannt, und hartnäckig hat 
sich diese Verleumdung erhalten, die erst kürzlich noch in einem 
Schweizer Blatte wiederkehrte. In dieser Ausstellung wird nun 
gezeigt, daß jedes Blatt und jedes Buch erhalten geblieben und 
sorglich behütet worden ist. Bevor die russische Ausstellung 
nach Rußland zurückkehrt, soll sie noch in mehreren deutschen 
Städten gezeigt werden. Die Ausstellung gliedert sich in drei 
Abteilungen, in Buchkunst und Buchschmuck, Bilderbücher, 
Bibliophilie und Theaterwesen. 
Handschriften. 
(Wo sind die Handschriften Petöfys?) Veranlaßt 
durch eine Anfrage aus unserem Leserkreise haben wir uns 
an den bekannten Petöfy-Biographen, Direktor der Univer 
sitätsbibliothek in Budapest, Dr. Zoltan I'erenczi mit der 
Bitte gewandt, uns mitzuteilen, wo sich die Handschriften 
Petöfys befinden. Herr Dr. Ferenczi hatte die Liebens 
würdigkeit, uns folgendes zu antworten: „1. Die meisten 
Petöfy-Handschriften sind in der Bibliothek des National- 
museums zu Budapest. (Gedichte, Briefe.) 2. Sehr viele sind 
im Petöfy Haz zu Budapest (Petöfy-Haus, das ist im Petöfy- 
Museum, Bajza Gasse 21). 3. Die Briefe, welche Petöfy an 
Johann Arany geschrieben hat, befinden sich in der Biblio 
thek der Akademie der Wissenschaften in Budapest. 4. Einige 
Briefe an Joszma Orlay Petrich, seinen Verwandten, sind 
im Ernst-Museum zu Budapest, zwei in der Kisfaludy-Gesell 
schaft. Einige Manuskripte befinden sich noch in Privat 
händen, aber es können deren nur sehr, sehr wenige mehr 
sein.“ 
Porzellan. 
(Altwicner Porzellan.) Einen Maßstab für die Bewertung 
von Altwiener Porzellan bildet die Auktion, die eben bei 
S. Kendo und Leo Schidlof durchgeführt wurde. Es wurden 
gezahlt für eine Tasse von 1815 K 6200; eine aus dem Jahre 1806 
K 3700; Tasse mit Amor und Psyche K 5700; Bouillonschale, 
1797, K 2400; Kaffeeschale, 1806, K 3100; ebensolche um 1817 
(ungarischer Bauer) K 2300; Tasse aus dem Jahre 1770 K 1000; 
ebensolche aus dem Jahre 1824 mit Ansicht des Theseus- 
tempels K 5700; Hochgoldtasse, 1823, K 4550; Kaffeeschale, 
1812, K 3000; farbige Figur, modelliert von Dondl, K 3700; 
farbige Gruppe um 1770 K 1600; farbige Figur um 1770, 
K 4200, farbige Gruppe (Tanzlehrer und Schülerin) aus dem 
Jahre 1845 K 4500; ebensolche (Gesangslehrerin und Schülerin) 
K 3900. 
Vom Kunstmarkt. 
(Eine neue Versteigerung bei Wawra.) Den Auk 
tionen Lugner und Lobmeyr II läßt C. J. Wawra in Wien 
schon am 16. April eine neue Versteigerung folgen, die sich 
ihren beiden Vorgängerinen ebenbürtig anreiht. Diesmal sind 
es zwei ziemlich gleichwertige Sammlungen, die in dem be 
kannten Auktionssaal in der Lothringerstraße unter den Hammer 
kommen: Die Sammlung Emil von Mecenseffy, die Gemälde 
moderner und alter Meister sowie Miniaturen und Antiqui 
täten umfaßt, und eine Spezialsammlung von Wiener Aquarell- 
proträts eines nicht genannten Sammlers. Dr. Leo Grünstein, 
der anscheinend beide Sammlungen katalogisiert hat, ließ es 
sich nicht nehmen, der Aquarellsammlung einen kleinen 
Kursus über die Entwicklung des Wiener Aquarells vorauszu 
schicken, den man mit Vergnügen lesen wird; zur Erhöhung 
der Wertschätzung der Wiener Aquarellisten können seine 
Ausführungen nicht mehr beitragen. Oder ist es wirklich noch
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.