MAK
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Nr. 14 
Internationale Samm ler-Zeitung 
Waffen: Nr. 292, Beckenhaube mit Kettengehänge, Ital., 
14, Jahvk., M 630; Nr. 296, Kugelbrust mit Beintaschea, 
Deutsch, Anfang 16. Jahrh.., M 730; Nr. 297, Visierhelm, 
Deutsch, um 1560 M 830; Nr. 298, Blechschurz, Deutsch, 16. 
Jahrh., M 200; Nr. 303, Morion, Schweiz 1580,M 1300; Nr. 308, 
Schützenhaube-Birnhelm, Italien, erste Hälfte 17. Jahrh., 
AI 420; Nr. 311, Schlachtbeil, zweite Hälfte 13. Jahrh., M 170; 
Nr. 318, Dolchmesser, um 1330, M 250; Nr. 323, Schwert, Ende 
16. Jahrh., M 410; Nr. 335, Sauschwert, frühes 16. Jahrh., 
M 150; Nr. 344, Armbrust, Nürnberg 1393, M 575; Nr. 345, 
Pistole, Faustrohr, Neuburg, a. Z. um 1550, M 635; Nr. 346, 
Armbrust-Schnepper, Italien, 16. Jahrh., M 400; Nr. 350, 
Kurzes Gewehr, 17. Jahrh., M 400; Nr. 366, Prefentuar mit 
Jagdbesteck, Mitte 17. Jahrh., M 170; Nr. 367, Jagdhorn, Mitte 
17. Jahrh., M 820; Nr. 377, Jagdhorn Inschrift: Grißling et 
Schlott, Berlin, M 100; 
Initialen, Miniaturmalereien, Kupferstiche, Hand 
zeichnungen und Aquarelle: Nr. 383, Sieben Blatt aus 
einem Missale, Augsburg, 15. Jahrh., M 2950; Nr. 388, Initiale 
T., Deutsch, zweite Hälfte 15. Jahrh., M 155; Nr. 389, Missale- 
blatt, Mailand, Ende 15. Jahrh., M 200; Nr. 390, Missaleblatt, 
Mailand, Ende 15. Jahrh, M 200; Nr. 391, Missaleblatt, Italien, 
15. Jahrh., M 880; Nr. 393, Zwei Initialen aus einem Missale, 
Italien, 15. Jahrh., M 200; Nr. 394, Blatt aus einer liturgischen 
Handschrift, Italien, 1500, M 1220; Nr. 395, Elf Fragmente 
aus liturg. Büchern, Italien, 16. Jahrh., und Nr. 396, Blatt aus 
einem Gebetbuch, Flämisch, 16. Jahrh., M 540; Nr. 398, 
Wappenbrief für Georg Städl M 330; Nr. 399, Miniatur Karl III., 
Kurfürst von der Pfalz, M 620; Nr. 400, Achtzehn Miniatur 
bildnisse bayrischer Fürsten, Süddeutsch, zweite Hälfte 18. 
Jahrh., M 3100; Nr. 406, Doll, Aquarelle M 135; Nr. 435, 
\ r oltz, Rinderherde, Bleistiftzeichnung M 310. 
Gemälde. Nr. 439, Augsburger Meister, 18. Jahrh., l'od 
eines Heiligen, M 250; Nr. 440, Deutscher Meister, 2. Hälfte 
15. Jahrh., Flügelaltar, M 2100; Nr, 443, Deutscher Meister, 
17. oder 18. Jahrh., Zwei Landschaften, M 1050; Nr. 448, 
Deutscher Meister, I. P., Dom in Frankfurt a. AI., M 645; 
Nr. 450, Edlinger, Porträteines alten Herrn, M 1100; Nr. 451, 
Petrus de Inganatis, Madonna mit Kind, M 1050; Nr, 458, 
Ed. Schleich d, Ä., Landschaft, M 1200; Nr. 459, Süd 
deutscher Meister, 15. Jahrh., Christus vor Pilatus, M 2500; 
Nr. 461 Süddeutscher Meister, Mitte 18. Jahrhunderts, Porträt 
eines kurbaverischen Jägermeisters, M 650; Nr. 462, Moderne 
Kopie nach Tizian, Allegorische Komposition, Al 300; Nr. 463, 
Venezianischer Aleister, Mitte 17. Jahrh,, Aladona mit Kind, 
M 4000. (Schluß folgt.) 
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Kunstrummel in Italien. 
Ugo Ojetti schreibt im „Corriere della Sera“: 
Ausstellungen, Verkäufe, Versteigerungen von 
antiker, moderner und zukünftiger Kunst, von Male 
reien, Skulpturen, von Stichen, Zeichnungen und 
allem ähnlichen! Bankiers, Industrielle, Kaufleute, 
Ärzte, Journalisten, Abgeordnete, Schauspieler, 
Geistliche — heute sind sie alle Kunstliebhaber, Kunst 
verständige, Kunstsammler. Wer in Italien besitzt 
heute nicht ein Bild von 10.000 Lire aufwärts ? Gibt 
es einen Tag, an dem wir nicht in irgend einem Journal 
auf irgend eine Kunstsammlung oder Kunstverstei- 
steigerung aufmerksam gemacht werden ? Unter den 
Malern und Bildhauern selbst sind viele, die sich nicht 
damit begnügen, zu malen oder zu meißeln, sondern 
die die Malereien und Skulpturen anderer sammeln, 
teils aus Liebhaberei, teils um ihre Schätze im ge 
gebenen Falle tränenden Auges, aber mit großem 
Gewinn wieder zu verkaufen. Die Restauratoren er 
sticken in Arbeit. Vor ihren Ateliers drängen sich die 
Kunden, ihre in Damastfetzen eingewickelten Bilder 
unterm Arm, und beschwören diese Zauberer, sie 
mögen ihren schadhaften Lieblingen neuen Glanz 
verleihen. In der Lebewelt hört man die Namen der 
modernen Maler öfters nennen als die Namen der 
Rennpferde, auf der Börse bietet man sich mit lauter 
Stimme die „Iloas“ und „Fiats“ an, leiser, aber nicht 
weniger eindringlich die Tintorettis und Cremonas. 
Im Gemeinderat disputiert man über Streiks und über 
Bilanzen, aber in der ersten Pause, während der 
Sekretär das Protokoll aufsetzt, über Gemälde und 
Gobelins. Die Magnaten der Industrie — von Turin 
bis Genua, von Mailand bis Rom — kaufen nicht mehr 
ein Bild, zwei Bilder, sie kaufen gleich ganze Samm 
lungen und alles durcheinander — ausgegrabene 
Skulpturen, Gobelins, Möbel, Bronzen, Tapeten, 
Gläser, Keramiken, Porzellan. Die ersten Antiquare 
bieten ihren neuen großen italienischen Kunden ein 
ganzes Museum, eine ganze Galerie an, fix und fertig, 
sogar mit dem gedruckten Katalog. Gibt es Irrtümer, 
Fehler, Enttäuschungen? Um zuviel dergleichen zu 
vermeiden, sind die Sachverständigen da, die Spür 
hunde mit der feinen Witterung. 
In der „Science de la Peinture“ erzählt Vibert 
die authentische Geschichte eines unglücklichen 
Commis Voyageur in Schweizer Artikeln, der sich in 
Paris ein kleines Appartement gemietet hatte, an 
dessen Türe ein großes Messingschild mit der Auf 
schrift „expert“ hing. Bevor er noch daran dachte, 
das Schild zu entfernen, wurde er ein gesuchter und 
geschätzter Kunstkenner, von dessen Fähigkeiten 
seine Klienten felsenfest überzeugt waren. Oft ist der 
Kunstverständige ein Freund des Hauses, ein junger 
Mann, der viel in der Gesellschaft verkehrt, und plötz 
lich in den Ruf kommt, Geschmack zu haben, oder 
ein Künstler, da die Neulinge unter den Sammlern 
der naiven Ansicht sind, daß ein Künstler auch unbe 
dingt für jede Gattung der Kunst — von der etrus 
kischen bis zur japanischen — Verständnis haben 
müsse. - 
Manchmal ist der Sachverständige auch eine 
intellektuelle, bedürftige Dame. Eine solche bewog im 
vorigen Jahre einen iatlienischen Lederhändler, das 
Porträt eines Papstes von Tizian um 10.000 Lire zu 
kaufen. Ein Bild von Tizian um 10.000 Lire, das war 
so viel wie ein Teino in der Lotterie, nein, wie ein 
Qinterno! Der Kaufmann prahlte zu viel, und vor 
zu vielen Leuten, man schickte einen Inspektor der 
königlichen Galerie zu ihm, und dieser erlaubte sich 
zu bemerken, daß es sich offenbar um die Kopie eines 
berühmten Porträts von Clemens IX. Rospiglioso 
handle, daß aber Clemens IX. erst 91 Jahre nach 
Tizians Tod Papst geworden sei. Die anwesende Expertise 
ließ sich jedoch nicht einschüchtern und erwiderte 
unerschrocken: „Und wer sagt Ihnen, daß zur Zeit 
Tizians einer der vielen Päpste nicht Clemens IX. 
ähnlich gesehen hat?“ 
Solche Anekdoten kursieren zu Dutzenden zwischen 
Kunsthandlungen und Ateliers. Man erzählt von zwei 
Sammlern — alte Herren, die nicht viel Zeit zu ver 
lieren hatten — sie wären in einen prunkvollen, römi 
schen Antiquitätenladen gekommen, eine Liste mit 
den Namen Boticelli, Raffael, Michelangelo, Tintoretto, 
Tizian in der Hand, und hätten von jedem dieser 
Maler ein Bild verlangt. Doch das sind Irrtümer, die
	        
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