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Internationale Sammler-Zeitung
Nr. 18
M 1900; Nr. 190, Knabe mit Huml, Höchst, um 1775, M 980;
Nr. 191, Betteljunge, Höchst, 1775, M 600; Nr. 192, Tonmodell;
Putto als Winter, Höchst, um 1775, M 780; Nr. 193, Putto
als Winter, Damm, 19, Jahrh., M 370; Nr. 19t, Chinesenknabe,
Damm, 19. Jahrh., M 410; Nr. 195, Knabe und Mädchen,
Damm, 19. Jahrh., AJ 620; Nr. 196, Schäfergruppe, Damm,
19. Jahrh., M 3000; Nr. 197, Herkules, Damm, 19. Jahrh.,
und Nr. 198, Apollo, Damm. 19. Jahrh., M 2600; Nr. 200,
Ziegenhirte, Damm, 19. Jahrh., M 300; Nr. 203, Tamburin
schläger, Damm, 19, Jahrh., M 320; Nr. 205, Der gestörte
Schläfer, Damm, 19. Jahrh., M 700; Nr. 207, Gruppe: Der
Frühling, Ludwigsburg, um 1770, und Nr. 208, Gruppe:
Herbst, Ludwigsburg, um 1770, M 2400; Nr. 209, Gruppe:
Der Sommer, Kloster Veilsdorf, um 1770, M 430; Nr. 210,
Gärtnerin mit Korb, Berlin, um 1775, Al 600; Nr. 211, Putten
gruppe, Frankenthal, um 1760, M 1000; Nr. 213, Gruppe;
Das Fußbad, Wien, um 1770, M 3000; Nr. 214, Schäfergruppe,
Wien, Ende 18. Jahrh., M 2000; Nr. 215, Gruppe: Adam und
Eva, Meißen, 19. Jahrh., M 390.
Fayence und Steingut. Nr. 219, Drei Schüsseln, Delft,
18, Jahrh., M 400; Nr. 220, Zwei Schüsseln, Delft, 18. Jahrh.,
M 310; Nr. 221, Fayence-Henkelkörbchen, Schrotzheim, um
1760, M 320; Nr. 222, Zwölf Fayenceteller, Bayreuth, Mitte
18. Jahrh., M 280; Nr. 224, Birnkrug, Nürnberg (?), 18. Jahrh.,
M 310.
Arbeiten aus Silber und unedlen Metallen.
Nr. 241, Silberrelief, süddeutsch, Ende 17. Jahrh., M 1000;
Nr. 242. Desgl., Rom, um 1700, M 360; Nr. 243, Desgl., Italien,
um 1700, M 620; Nr. 244, Getriebene vergoldete Silberplatte,
deutsch, Anfang 18. Jahrh., M 780; Nr. 245, Silbernes Schäl
chen, Danzig, 18. Jahrh., und Nr. 246, Silberne Schale,Königs
berg, um 1800, M 420; Nr. 247, Silberner Becher, Nürnberg,
um 1700 und Nr. 248. Kleiner silberner Becher, Nürnberg,
um 1800, und Nr. 249, Desgl., M 1000; Nr. 253, Statuette der
Madonna unter Baldachin, im Stil des 15. Jahrh., Al 420;
Nr. 255, Deckelpokal in Form einer Eule und Nr. 256, Desgl.,
in Form eines Straußes, M 1400; Nr. 257 bis 259, Drei Deckel
pokale, M 1800; Nr. 260, Elfenbeinhumpen, M 900; Nr. 261,
Desgl., M 400; Nr. 263, Zwei silbervergoldete Zuckerstreuer,
M 600; Nr. 264, Zwei silbervergoldete Konfektschälchen,
Nr. 265, Desgl., Nr. 266. Desgl., Nr. 267, Desgl., M 1300;
Nr. 271, Zwei Kakesdosen, M 650; Nr. 272, Zwei gläserne
Karaffen, M 810; Nr. 287, Deckelbecher, Neusohl in Ungarn,
18. Jahrh., und Nr. 288, Desgl., M 650; Nr. 301, Zwei Bronze-.
Deckelvasen, Japan, Al 320; Nr. 305, Zwei Wandarme, Frank
reich, Anfang 19. Jahrh., AI 480; Nr. 310, Zwei Leuchter,
Limoges, M 280; Nr. 311, Runde Schüssel, Limoges und Nr. 312,
Teller, Limoges, AI 670; Nr. 313, Ovale Schüssel, Limoges,
Ai 720.
. (Schluß folgt.)
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Chronik.
Bilder.
(Ein unbekan nt er Van Dyck.) Auf ein neues, bisher
unbekanntes Gemälde van Dycks lenkt G. v. Terey in der
„Kunstchronik" die Aufmerksamkeit. Es handelt sich um ein
Bildnis der anmutigen Prinzessin Margarete von Lothringen,
die van Dyck des öfteren gemall hat. Das Bild, das sich in
der Sammlung des Herrn Moritz von Herzog in Budapest
befindet, ist von dem hervorragenden Van Dyck-Kenner Alax
Rooses für ein authentisches Werk des Meisters erklärt worden.
Es ist ein Kniestück, auf dem die Prinzessin stehend im Halb
linksprofil dargestellt ist. Sie trägt ein schwarzes, ausgeschnitte
nes Kleid mit'hohem weißen Kragen und hält helle Rosen,
in defreehten Hand. Vorne auf den Ärmeln sind weiße Spitzen,
um den Hals eine Perlenschnur. Den Hintergrund bilden rechts
eine graue Mauer, links ein roter Vorhang. Das prächtige Werk
stimmt bis auf einige kleine Abweichungen fast genau mit dem
Porträt der Prinzessin in der Florentiner Uffizien-Sammlung
überein.
(Bildnisse.aus Berliner Privatbesitz.) Die Akademie
der Künste in Berlin beabsichtigt, im November und Dezem
ber 1, J. eine Ausstellung von Bildnissen aus Berliner Privat
besitz zu veranstalten und dadurch dem Publikum die zahl
reichen, sonst unzugänglichen Schätze deutscher Porträtkunst,
die sich in Berlin befinden, zu zeigen. Aufgenommen werden
in die Ausstellung Bildnisse, die vom Beginn des 19. Jahr
hunderts bis heute entstanden sind, Arbeiten Berliner und aus
wärtiger deutscher Künstler, und zwar Gemälde wie plastische
Porträts, Graphiken und Zeichnungen. Sammler und Besitzer
solcher künstlerisch wertvollen Bildnisse werden gebeten, diese
möglichst bald der Akademie, der Künste, Pariser Platz 4, für
die Ausstellung namhaft zu machen.
(Ein neuentdecktes Goethebildnis) So vertraut
uns auch Goethes äußere Erscheinung aus zahlreichen zeit
genössischen Zeugnissen sein mag, so wird doch jeder neue
Fund, der dieses Bild zu festigen und vielleicht sogar in
wesentlichen Zügen zu ergänzen vermag, nicht nur für die
Goethe-Philologie, sondern auch für den weitesten Kreis der
Gebildeten von hohem Inte, esse sein. Ein glücklicher Fund
solcher Art ist jüngst von Professor Hinneberg in Berlin
gemacht worden als dem Entdecker und Besitzer einer bisher
unbekannten Goethe-Silhouette, die jetzt in den Maßen des
Originals in der „Gartenlaube" zum e.stenmal veröffentlicht
wird. Da zeigt sich, daß diesem Schattenriß in der Reihe alle,
bekannten Goethe-Silhouetten wohl der vornehmste Ehren
platz gebührt, Aus den Begleitzeilen, die die „Gartenlaube"
dem Bildnisfund widmet, geht hervor, daß sich auch der Ver
fertiger des Porträts mit größter Wahrscheinlichkeit feststellen
läßt, und zwar in der Person Johann Friedrich Anthings,
eines Meisters der „schwärzen Kunst“, dem wir bereits eine
Reihe anderer Schattenrisse Goethes verdanken. Dieser köst
lichste unter ihnen zeigt den Dichter im blühenden Alannes-
alter der Frühweimarer Zeit.
(Courbets „Jäger im Holz".) Das Museum in Boston
erwarb für 275.000 Franken ein Hauptwerk von Courbet,
den Jäger im IIolz. Der Vorbesitzer hatte vor 25 Jahren dafür
20.000 Franken gegeben.
Medaillen.
(Die Sammlung Isenschmid.) E. Hahn berichtet in der
„N. Zür. Ztg." : In den letzten Jahren erfuhr das Münz- und A'Ie-
daillenkabinett desSchweizerLschenI-andesmu.seunts von privater
Seite ganz wesentliche Förderung und Bereicherung, 1908
brachte das Legat von Dr. Julius Meili die vollständige Samm
lung brasilianischer Münzen und Medaillen bis zum Jahre 1900,
1913 erhielt sie die wertvolle große Sammlung schweizerischer
Münzen und Medaillen von Herrn A. Bally-Herzog in
Schönenwerd, 1917 eine ähnliche Sammlung mit vielen selten
sten und gut erhaltenen Stüekenaus zürcherischem Familien-
besitz. Diesen Sommer nun machte Prof. Dr. Gerold Meyer von
K nöm' u dem Landesmuseum eine wichtige Schenkung mit
der Übergabe der Medaillenabteilung der Isenschmidschen
Sammlung.
Prof. Dr. David Rudolf Isenschmid von Bern, geboren
1783, Dr. med„ Professor der chirurgischen Klinikum Insel-
spital in Bern, gestorben 17. Juli 1856, hatte schon in der
ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine reiche Sammlung er
lesener schweizerischer Münzen und Medaillen zusammen-