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internationale Sammler-Zeitung' Nr. 6 
Nr, 71, Schwedisch, 19. Jh., Landschaft mit Fluß, K 2300; 
Nr. 72, Spanischer Meister des 18. Jh., Allegorie der schlum 
mernden Liebe, K 7200; Nr. 73, St Öhr, Schwarzgekleidetes 
Mädchen, K 1150; Nr. 74, Südtirol, 15. jh., Madonna, K 57.500; 
Nr. 75, Alte Kopie nach Teniers d. J., Lautenspieler und 
rrau in einem Wirtshaus, K 2600; Nr. 76, Ungarisch, um 1830, 
Junger Magnat, K 600; Nr. 77, Valloton, Winkeliges Gäßchen, 
K 10.500; Nr. 78, Alte Kopie nach Vecchia, Saul und David, 
K 2000; Nr. 79, Venezianisch, 16. Jh;, Madonna und St. Catha- 
rina von Alexandrien, K 5700; Nr. 80, Verhoeren, Zwei 
kämpfende Hähne im Freien, K 1550; Nr. 81, De Vriendt, 
Brustbild einer rotblonden Dame, K 17.000; Nr. 82, Wald 
müller, Drei Heilige, nach Tizian, K 7400; Nr. 83, Wiener 
Schule, um 1750, Bildnis eines Jägers, K 8300; Nr. 84, Reinh. 
Seb. Zimmermann, Kardinal mit geistlichem Gefolge, 
K 14.000; Nr. 85, Fricdr. Zimmermann, Landschaft, K4000; 
Nr. 86, Französisch, frühes 18. Jh., Junge vornehme Dame, 
K 3600; Nr. 87, Altwiener Meister, um 1840, Bildnis eines 
Herrn, K 1400; Nr. 88, Gawämi, Die drei Ballfiguren, K 3600; 
Nr. 89, Suchy, Porträt des Jakob Degen, K 8000; Nr. 90, 
Gaupmann, Porträt einer Dame, K 1200; Ni. 91, Danhauser, 
Porträtskizze, K 1080; Ni. 92, Listy, Landschaft bei Abend 
rot, K 1050; Nr. 93a, Orlik, Gang dreier Nonnen zur Kirche, 
und 93b, Hauptplatz in Auscha, K 6300; Nr. 94, Anton Müller, 
Jäger beim Ausgang, Zeichnung, K 550; Nr. 95, Wiener Künstler 
der 1820er Jahre, Ende des Maskenballs, Federzeichnung, 
K 550; Nr. 96, Zwei Jagdbilder, Farbstiche, K 1200; Nr. 97, 
Zwei Farbstiche nach Morland, gest. von Bartolotti, K 3000; 
Nr. 98, Zwei Jagdszenen nach Morland, K 2200; Nr. 99, Vier 
Jagdszenen, sig. M. Jung, K 1000; Nr. 100, Bildnisminiatur, 
Deutscher Meister des späten 16. Jh., K 2700; Nr. 101, Bild 
aisminiatur, sig. Einsle, Junge Frau, K 1700; Nr. 102, Bild 
nisminiatur eines deutschen Fürsten dos 18. Jh., in Kupfer 
email, K 10.000; Nr. 103, Miniatur eines - jüngeren Mannes, 
K 1200; Nr. 104, Miniatur eines vornehmen Mannes, Deutsch. 
Erste Hälfte 18. Jh., K 2500; Nr. 105, Miniatur einer schwarz 
gekleideten Dame, K 2200; Nr. 106, Porträt des Frl. v. Heidt 
feld, sig. Rungaldier, K 3800; Nr. 107, Frau in weißem Kleid, 
sig. Peter, K 9700; Nr. 108, Porträt eines Kindes, Wien, 
Biedermeierzeit, K 2700; Nr. 109, Maria Antoinette, Franzö 
sisch, um 1770, K 7500; Nr. 110, Blondes Mädchen, Französisch, 
um 1780, K 10.300; Nr. 111, Desgl., K 3900; Nr. 112, Russi 
scher Großfürst, sig. Jourdan, K 2800; Nr. 113, Dame in 
blau- und weißgestreiftem Kleid, sig. Robert Theer, K 6000; 
Nr. 114, Schabkunstblatt, Österreich, 1746, K 3200; Nr. 115, 
Zwei Buchdeckel, Persisch, 18, Jh., K 12.500. 
Mobiliar und Diverse.Nr. 116, und 117, Zwei Barock 
altäre, K 130.000; Nr. 118, Truhe, Südtirol, um 1600, K5400; 
Nr. 119, Kabinett, Tirol, um 1600, K 1550; Nr. 120, Kabinett, 
Nürnberg, um 1600, K 15.500; Nr. 121, Kabinett, Deutsch, 
17. Jh., K 9300; Nr. 122, Kabinett, Süddeutsch um 1700, 
K 2800; Nr. 122, Bauernkasten, Alpenländisch, 1759, K 3000; 
Nr. 124, Kasten, Süddeutsch, Zweite Hälfte 18, Jh., K 3400; 
Nr. 125, Bauernkasten, Österreichisch, Ende 18. Jh., K 1400; 
Nr. 126, Schubladkästen, Österreichisch, 18. Jh., K 4300; 
Nr. 127, Desgl., Süddeutsch, 18. Jh., K 1250; Nr. 128, Desgl., 
Oberösterreichisch, 18. Jh., K 1200; Nr. 129, Kasten, Deutsch, 
18. Jh., K 5200; Nr. 130, Garderobeschrank, Süddeutsch, 
um 1600, K 6200. 
(Fortsetzung folgt.) 
Eine Briefmarkenrazzia. 
In der vorigen Woch.e erschienen Organe der Polizei 
in dem als Briefmarkenbörse bekannten „Cafe Casa- 
piccola“ in Wien und veranstalteten unter den sehr 
zahlreich anwesenden Briefmarkenhändlern eine Razzia. 
Alle noch im Kurse befindlichen Marken, die also 
theoretisch noch auf jedem Postamt und Briefmarken 
verschleiß für jeden käuflich zu haben sein sollen, 
würden mit Beschlag-belegt. Bei einem einzigen Händler 
wurden Marken im Werte von K 20.000 konfisziert. 
Das' gesamte mit Beschlag belegte Markenquantum 
dürfte einen Liebhaberwert von mehreren hundert 
tausend Kronen ausmachen. Begründet wurde diese 
Beschlagnahme damit, daß sich Postbeamte mit dem 
unrechtmäßigen Verkaufe von Strafporto marken 
befassen und daß beträchtliche Markenmengen direkt 
von der Maschine weg gestohlen werden. 
Die österreichischen Briefmarken sind bei Sammlern 
im Auslande sehr begehrt, werden verhältnismäßig 
hoch bezahlt, und deshalb bemühen sich seit längerer 
Zeit die Händler, in den Besitz ganzer Markensätze 
aller Sorten und Ausgaben zu gelangen. Die Staats 
druckerei stellt neue Postwertzeichen in großen Mengen 
her, doch werden sie von Händlern und Schleichhändlern 
aufgekauft und ins Ausland gebracht. Insbesondere 
werden die Kronen werte, Marken von zwei bis zehn 
Krönen" bevorzugt, weil diese wegen des geringeren 
Bedarfes in kleineren Auflagen hergestellt weiden und 
eine künstlerisch hochwertige Ausstattung zeigen. In 
der Tschechoslowakei werden österreichische. Marken 
in der dortigen Valuta zum Nennwerte, also etwa zum 
dreifachen Kaufpreise, bezahlt. Die meisten der ins 
Ausland beförderten Marken gehen aber nicht nach 
Tschechien, sondern in die Ententeländer, Nordstaaten 
und die Schweiz, wo die Nachfrage nach ihnen sehr 
rege ist. 
Besonderer Beliebtheit erfreuen sich die „Kaiser 
Karl-Marken" mit dem Überdruck „DeutschÖsterreich", 
von denen einzelne Sorten überhaupt ausverkauft sind 
und daher zur Ergänzung von ganzen Sätzen sehr 
gesucht werden. Die Zehnkronenmarke aus dieser 
Emission, die noch im vorigen November an jedem 
Postschalter erhältlich, war, wird heute in Inseraten 
mit einem Angebot von K 50-— gesucht. Von den 
„Portomarken“, die als Markierung des Strafportos 
verwendet wurden, scheinen die Fünfundzwanzigheller- 
sowie Einkronen werte in den Sätzen der Sammler zu 
fehlen. Sie waren noch im ■ Sommer leicht erhältlich 
und werden jetzt schon mit K 300 bis K 400 bezahlt. 
Eine sehr begehrte Rarität sind die ersten Feldpost- 
wertzeich.cn geworden. Im Jahre 1914 waren ganze 
Sätze um etwa K 20-—■ zu haben, die jetzt zirka K 2000 
notieren.
	        
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