MAK
Seite 230 
Internationale Sammler-Zeitung 
Nr. 21 
Nr. 88, Deutscher Künstler, 18. Jh., Feldlager, K 19.000; 
Nr. 89, Deutsche Schule, 18. Jh., Herrenporträt, K 65.000: 
Nr. 99, Englische Schule, 19. Jh., Herrenporträt, K 65.000; 
Nr. 91, Englischer Künstler um 1820, Junger Mann, K 35.000; 
Nr. 92, Französische Schule um 1700, Herrenporträt, K 60.000; 
Nr. 93, Französischer Künstler, 18. Jh,, Herrenporträt, 
K 59.000; Nr. 94, Französischer Künstler, Ende 18. Jli., 
LudwigXVI., K 34.000; Nr. 95, Französisch, 19. jh., Napoleon, 
K 18.000; Nr. 96, J. G. . .y, Herrenporträt, K 22.000; Nr. 97, 
Art des Josef Grassi, Herrenporträt, K 27.000; Nr. 98, Georg 
Gillis van Haanen, Johannesfeuer, und Nr. 99, Feierabend, 
K 300.000; Nr. 100, Italienisch, 17. Jh., Herrenbildnis, K 35.000; 
Nr. 101, Italienisch, 17. Jh., Hl. Familie, Iv 12.000; Nr. 102, 
Desgl., Junger Mann, K 22.000; Nr. 103, Elias Martin, 
Schlafendes Mädchen, K 75.000; Nr. 104, Niederländisch, 
17. Jh,, Herrenporträt, K 60.000; Nr. 105, Desgl., Damen 
porträt, K 40.000; Nr. 106, Desgl., Gebirgssee, K 30.000; 
Nr. 107, Niederländische Schule um 1700, Porträt eines jungen 
Mannes, K 55.000; Nr. 108, Niederländische Schule 18. Jh., 
'Mann mit Mühlsteinkrause, K 34.000; Nr. 109, Desgl., Fluß 
landschaft, K 55.000; Nr. 110, Österreichischer Meister 18. Jh., 
Bürgermeister Hörl, K 90.000; Nr. 111, Österreichischer 
Künstler um 1850, Herrenporträt, K 17.000; Nr. 112, Desgl., 
Damenporträt, K 12.000; Nr. 113, Spanische Schule, Anfang 
17. Jh., K 63.000; Nr. 114, Unbez. deutscher Künstler um 1840, 
Der gichtkranke Jäger, K 85.000; Nr. 115, Alb. Ifler, Damen 
porträt, K 52.000; Nr. 116, Wiener Künstler, 18 Jh., Das 
Abendmahl, K 50.000. 
Handzeichnungen alter Meister. 
Nr. 117, Josef Abel, Vier Friese mit mythischen Dar 
stellungen, K 1600; Nr. 118, Allori, Männlicher Profilkopf, 
K 4500; Nr. 119, Altomonte und Karl Schütz, Joh. v. Ne 
pomuk und zwei Theaterprospekte, K 1300; Nr. 120, Hendricus 
van de Sande, Kühe am Wässer, K 1500; Nr. 121, Bartolozzi, 
Apollo, auf Wolke sitzend, K 5600; Nr. 122, Battaglioli, 
Eine im Bau befindliche Halle, K 600; Nr. 123, Jos. Baum 
gärtner zugeschr., 3 Bl. biblische Szenen, K 10.000; Nr. 124, 
Baumgärtner, Zwei Plafondentwürfe, K 2400; Nr. 125, 
Stefano della Bella, Reiter und Soldat in Konversation, 
K 11.000; Nr. 126, Bella zugeschr., Reiterkampf, K 4000; 
Nr, 127, Bianchi, Fassade des Palazzo ducale in Modena, 
nicht verkauft; Nr. 128, Deutsche Bildhauerzeichnung, Grab 
denkmal für ein Ehepaar, K 3600; Nr. 129, Biliverti, Ma 
donna in Glorie, K 2000; Nr. 130, Hans Bock, Vertreibung 
Heliodors aus dem Tempel, K 21.000; Nr 131, Hans Bol, 
Dorflandschaft mit Kapelle, K 2700; Nr 132a, Breenbergh, 
Reste eines römischen Aquäduktes, und Nr. 132 b, Partie 
einer verfallenen römischen Stadtmauer, K 6000; N-. 133, 
Paul Bril zugeschr., Stadt am Flusse,- K 2400; Nr. 134, Cam 
biasi, Die 3 Parzen K 6000; Nr. 135, Caravaggio, Moses 
mit beiden Gesetztafeln, K 21.000; Nr. 136, Castiglione, 
Männer, Frauen und Kinder überreichen im Jupitertempel 
Opfergaben, K 100.000; Nr. 137, Coriolani, Allegorie auf die 
Geburt eines Prinzen, K 2200; Nr. 138, Cortona zugeschr-, 
Nach einem antiken Fries, K 3000: Nr. 139, Art desDomeni- 
chino, Bogenschütze aus dem Martyrium des St. Sebastian 
im Vatikan, K 9000; Nr. 141, Allart van Everdingen, Fluß 
landschaft, K 14.000; Nr. 142, Vier Bl. nordischer Landschaften, 
K 11.000; Nr. 143, Gandolfi zugeschr., Männliche Kopf 
studie, K 3200; Nr. 144, Garofalo, Das Radwunder der hl. 
Katharina, K 13.000; Nr. 145, Fac. de Glieyn d. A, Zwei 
männliche Akte, K 11.000; Nr. 146, Dcrs, Skizzenbuchblatt, 
K 4500; Nr. 147, Ghirlandajo nahestehend, Domenichino, 
K 9000; Nr. 148, Daniel Gran, St. Michael, K 3600; Nr. 149, 
Guerc ino, Hagar und Tsmael in der Wüste, K4600; Nr. 150, 
Haltmaier, Zwei Bl. Theaterprospekte, K 2600. 
(Fortsetzung in der nächsten Nummer.) 
Chronik. 
AUTOGRAPHEN. 
(255.000 Mark für ein Goethe-Manuskript.) Aus 
Berlin wird uns berichtet: Die Raritäten der Autographen 
sammlung Dr. Kilian v. Steiner waren bei Karl Ernst Henrici 
heiß umstritten. Die Goethe-Serie war naturgemäß das 
stärkste Kampfobjekt und innerhalb der Goethe-Serie in 
erster Linie das eigenhändige Manuskript ,,Biographisches 
Schema“ zu „Aus meinem Leben. Wahrheit und Dichtung.“ 
Die Schätzung für dieses Stück betrug Mk. 150.000. Das erste 
Angebot nun, das in der Versteigerung fiel, waren Mk. 100.000. 
Kaum aber war es ausgesprochen, als von hüben und drüben 
um Tausende gesteigert wurde, bis die Schätzung überschritten 
war und schließlich nur zwei Häuser um den Besitz des Manu 
skripts kämpften, ein Frankfurter und ein Leipziger Haus. 
Das Frankfurter Haus ging weit über Mk. 200.000 hinaus, 
aber das Leipziger Haus siegte schließlich mit dem Riesenanbot 
von Mk. 255.000. Sehr interessant gestaltete sich auch die Ver 
steigerung des Goethebildnisses von Job. Heinrich Wilhelm 
Tischbein, einer aquarellierten Federzeichnung zu dem Ge 
mälde „Goethe auf den Ruinen in der Campagna“. Diese 
Bildnisstudie erzielte nach einem ersten Angebot von Mk. 36.000 
die Endsumme von Mk. 63.000. Und daß ein eigenhändiges' 
Blatt aus einem Exercitienheft des jungen J. W. v. Goethe 
(25. April 1758) von Mk. 3600 bis auf Mk. 9f00 kam, war 
gleichfalls eine Überraschung. Mk. 10.300 ergab dann die Rein 
schrift des Gedichtes „St. Nepomuks Vorabend“ (Carlsbad 
d. 15. May 1820). Der Auktionator sagte wörtlich: „Ent 
zückende Reinschrift allerersten Ranges“. Das von Theodor 
Kräuter, dem ehemaligen Kustos des Weimarer Museums 
beglaubigte Original der Handschrift befindet sich nämlich, 
wie Major Frankl kürzlich in einer Zuschrift an das „Prager 
Tagblatt“ bekanntgab, im Besitze seiner Familie seit dem 
Jahre 1836, da es anläßlich eines Ärztekongresses in Weimar 
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dem M. Dr. Josef Frankl vom Kustos des Goethe-Museums 
geschenkt worden war. Goethes Gedicht „Pfingsten 1814“ kani 
auf Mk. 5800, sechs Verszeilcn aus den zahmen „Xenien" 
brachten Mk. 7500 und für einen Brief an den Herzog Carl 
August (Weimar, 9. März 1801) bot man Mk. 5200. Ein eine 
Seite langer Brief an Caroline v. Wolzogen (Weimar, 18. Jan. 
1810) erzielte Mk. 3700. Interessante Momente der Auktion 
waren auch, als ein Bergwerkkux mit eigenhändiger Unter 
schrift ,,J. W. Goethe“ als Mitglied „Sr. Hochfürstl. Durch 
laucht zu Sachsep Weimar und Eisenach gnädigst verordneten 
Bergwerks-Commission“ Mk. 1030 ergab und als für einen 
Briefumschlag mit eigenhändiger Adresse samt Siegel (An 
„Frau Vicepräsidentin. Herder“) Mk. 210 - —, für die eigen 
händige Niederschrift der Initialen ,,j. W. G.“ auf der 
Rückseite eines Briefumschlages (an Herrn Medizinalrat 
Dr. Meyer in Minden) Mk. 185--— gezahlt wurden.
	        
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