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Internationale Sammler-Zeitung
Nr. 21
Nr. 88, Deutscher Künstler, 18. Jh., Feldlager, K 19.000;
Nr. 89, Deutsche Schule, 18. Jh., Herrenporträt, K 65.000:
Nr. 99, Englische Schule, 19. Jh., Herrenporträt, K 65.000;
Nr. 91, Englischer Künstler um 1820, Junger Mann, K 35.000;
Nr. 92, Französische Schule um 1700, Herrenporträt, K 60.000;
Nr. 93, Französischer Künstler, 18. Jh,, Herrenporträt,
K 59.000; Nr. 94, Französischer Künstler, Ende 18. Jli.,
LudwigXVI., K 34.000; Nr. 95, Französisch, 19. jh., Napoleon,
K 18.000; Nr. 96, J. G. . .y, Herrenporträt, K 22.000; Nr. 97,
Art des Josef Grassi, Herrenporträt, K 27.000; Nr. 98, Georg
Gillis van Haanen, Johannesfeuer, und Nr. 99, Feierabend,
K 300.000; Nr. 100, Italienisch, 17. Jh., Herrenbildnis, K 35.000;
Nr. 101, Italienisch, 17. Jh., Hl. Familie, Iv 12.000; Nr. 102,
Desgl., Junger Mann, K 22.000; Nr. 103, Elias Martin,
Schlafendes Mädchen, K 75.000; Nr. 104, Niederländisch,
17. Jh,, Herrenporträt, K 60.000; Nr. 105, Desgl., Damen
porträt, K 40.000; Nr. 106, Desgl., Gebirgssee, K 30.000;
Nr. 107, Niederländische Schule um 1700, Porträt eines jungen
Mannes, K 55.000; Nr. 108, Niederländische Schule 18. Jh.,
'Mann mit Mühlsteinkrause, K 34.000; Nr. 109, Desgl., Fluß
landschaft, K 55.000; Nr. 110, Österreichischer Meister 18. Jh.,
Bürgermeister Hörl, K 90.000; Nr. 111, Österreichischer
Künstler um 1850, Herrenporträt, K 17.000; Nr. 112, Desgl.,
Damenporträt, K 12.000; Nr. 113, Spanische Schule, Anfang
17. Jh., K 63.000; Nr. 114, Unbez. deutscher Künstler um 1840,
Der gichtkranke Jäger, K 85.000; Nr. 115, Alb. Ifler, Damen
porträt, K 52.000; Nr. 116, Wiener Künstler, 18 Jh., Das
Abendmahl, K 50.000.
Handzeichnungen alter Meister.
Nr. 117, Josef Abel, Vier Friese mit mythischen Dar
stellungen, K 1600; Nr. 118, Allori, Männlicher Profilkopf,
K 4500; Nr. 119, Altomonte und Karl Schütz, Joh. v. Ne
pomuk und zwei Theaterprospekte, K 1300; Nr. 120, Hendricus
van de Sande, Kühe am Wässer, K 1500; Nr. 121, Bartolozzi,
Apollo, auf Wolke sitzend, K 5600; Nr. 122, Battaglioli,
Eine im Bau befindliche Halle, K 600; Nr. 123, Jos. Baum
gärtner zugeschr., 3 Bl. biblische Szenen, K 10.000; Nr. 124,
Baumgärtner, Zwei Plafondentwürfe, K 2400; Nr. 125,
Stefano della Bella, Reiter und Soldat in Konversation,
K 11.000; Nr. 126, Bella zugeschr., Reiterkampf, K 4000;
Nr, 127, Bianchi, Fassade des Palazzo ducale in Modena,
nicht verkauft; Nr. 128, Deutsche Bildhauerzeichnung, Grab
denkmal für ein Ehepaar, K 3600; Nr. 129, Biliverti, Ma
donna in Glorie, K 2000; Nr. 130, Hans Bock, Vertreibung
Heliodors aus dem Tempel, K 21.000; Nr 131, Hans Bol,
Dorflandschaft mit Kapelle, K 2700; Nr 132a, Breenbergh,
Reste eines römischen Aquäduktes, und Nr. 132 b, Partie
einer verfallenen römischen Stadtmauer, K 6000; N-. 133,
Paul Bril zugeschr., Stadt am Flusse,- K 2400; Nr. 134, Cam
biasi, Die 3 Parzen K 6000; Nr. 135, Caravaggio, Moses
mit beiden Gesetztafeln, K 21.000; Nr. 136, Castiglione,
Männer, Frauen und Kinder überreichen im Jupitertempel
Opfergaben, K 100.000; Nr. 137, Coriolani, Allegorie auf die
Geburt eines Prinzen, K 2200; Nr. 138, Cortona zugeschr-,
Nach einem antiken Fries, K 3000: Nr. 139, Art desDomeni-
chino, Bogenschütze aus dem Martyrium des St. Sebastian
im Vatikan, K 9000; Nr. 141, Allart van Everdingen, Fluß
landschaft, K 14.000; Nr. 142, Vier Bl. nordischer Landschaften,
K 11.000; Nr. 143, Gandolfi zugeschr., Männliche Kopf
studie, K 3200; Nr. 144, Garofalo, Das Radwunder der hl.
Katharina, K 13.000; Nr. 145, Fac. de Glieyn d. A, Zwei
männliche Akte, K 11.000; Nr. 146, Dcrs, Skizzenbuchblatt,
K 4500; Nr. 147, Ghirlandajo nahestehend, Domenichino,
K 9000; Nr. 148, Daniel Gran, St. Michael, K 3600; Nr. 149,
Guerc ino, Hagar und Tsmael in der Wüste, K4600; Nr. 150,
Haltmaier, Zwei Bl. Theaterprospekte, K 2600.
(Fortsetzung in der nächsten Nummer.)
Chronik.
AUTOGRAPHEN.
(255.000 Mark für ein Goethe-Manuskript.) Aus
Berlin wird uns berichtet: Die Raritäten der Autographen
sammlung Dr. Kilian v. Steiner waren bei Karl Ernst Henrici
heiß umstritten. Die Goethe-Serie war naturgemäß das
stärkste Kampfobjekt und innerhalb der Goethe-Serie in
erster Linie das eigenhändige Manuskript ,,Biographisches
Schema“ zu „Aus meinem Leben. Wahrheit und Dichtung.“
Die Schätzung für dieses Stück betrug Mk. 150.000. Das erste
Angebot nun, das in der Versteigerung fiel, waren Mk. 100.000.
Kaum aber war es ausgesprochen, als von hüben und drüben
um Tausende gesteigert wurde, bis die Schätzung überschritten
war und schließlich nur zwei Häuser um den Besitz des Manu
skripts kämpften, ein Frankfurter und ein Leipziger Haus.
Das Frankfurter Haus ging weit über Mk. 200.000 hinaus,
aber das Leipziger Haus siegte schließlich mit dem Riesenanbot
von Mk. 255.000. Sehr interessant gestaltete sich auch die Ver
steigerung des Goethebildnisses von Job. Heinrich Wilhelm
Tischbein, einer aquarellierten Federzeichnung zu dem Ge
mälde „Goethe auf den Ruinen in der Campagna“. Diese
Bildnisstudie erzielte nach einem ersten Angebot von Mk. 36.000
die Endsumme von Mk. 63.000. Und daß ein eigenhändiges'
Blatt aus einem Exercitienheft des jungen J. W. v. Goethe
(25. April 1758) von Mk. 3600 bis auf Mk. 9f00 kam, war
gleichfalls eine Überraschung. Mk. 10.300 ergab dann die Rein
schrift des Gedichtes „St. Nepomuks Vorabend“ (Carlsbad
d. 15. May 1820). Der Auktionator sagte wörtlich: „Ent
zückende Reinschrift allerersten Ranges“. Das von Theodor
Kräuter, dem ehemaligen Kustos des Weimarer Museums
beglaubigte Original der Handschrift befindet sich nämlich,
wie Major Frankl kürzlich in einer Zuschrift an das „Prager
Tagblatt“ bekanntgab, im Besitze seiner Familie seit dem
Jahre 1836, da es anläßlich eines Ärztekongresses in Weimar
\ .
dem M. Dr. Josef Frankl vom Kustos des Goethe-Museums
geschenkt worden war. Goethes Gedicht „Pfingsten 1814“ kani
auf Mk. 5800, sechs Verszeilcn aus den zahmen „Xenien"
brachten Mk. 7500 und für einen Brief an den Herzog Carl
August (Weimar, 9. März 1801) bot man Mk. 5200. Ein eine
Seite langer Brief an Caroline v. Wolzogen (Weimar, 18. Jan.
1810) erzielte Mk. 3700. Interessante Momente der Auktion
waren auch, als ein Bergwerkkux mit eigenhändiger Unter
schrift ,,J. W. Goethe“ als Mitglied „Sr. Hochfürstl. Durch
laucht zu Sachsep Weimar und Eisenach gnädigst verordneten
Bergwerks-Commission“ Mk. 1030 ergab und als für einen
Briefumschlag mit eigenhändiger Adresse samt Siegel (An
„Frau Vicepräsidentin. Herder“) Mk. 210 - —, für die eigen
händige Niederschrift der Initialen ,,j. W. G.“ auf der
Rückseite eines Briefumschlages (an Herrn Medizinalrat
Dr. Meyer in Minden) Mk. 185--— gezahlt wurden.