Seite 252
Internationale Sammler-Zeitung
Nr. 23
druckten Farben,, ganz einfach und sehr wirkungsvoll.
Es wurde auch von seinem Neffen Erzbischof Georg
verwendet. Das älteste Salzburger Porträt-Exlibris
gehörte dem Jeremias Knoll von 1579 an, doch ist
es fraglich, ob es ursprünglich als solches gedacht war,
da das Porträt nur auf der Rückseite des Wappens
ist. Das wertvollste ist jedenfalls das Exlibris des
Abtes Johannes Dulcius von Michaelbeuern (1573).
Mit dem 17. Jahrhundert tritt der Holzschnitt zu
gunsten des Kupferstiches immer mehr zurück. Aber
auch die Heraldik verliert ihre Alleinherrschaft. Schon
1636 hat die Stiftsbibliothek St. Peter ein Exlibris
auf dem in einer Wappenkartusche e'fei Garten, den ein
Gärtner begießt, dargestellt ist. Die Beischrift Con-
servando cresco deutet ebenso wie das Bild auf die
notwendige Pflege einer Bibliothek. Wir finden also
bereits das Symbol verwendet, wenn auch das Wappen
nicht ganz dabei fehlt. Auch das'zweite Porträt-Exlibris,
das des Abtes Edmund Sinhuber, war ursprünglich
nicht als solches gemacht, sondern war ein Widmungs
blatt in einem dem Abte gewidmeten Werke des
P. Franz Mezger, nur wurden dann Abzüge als Buch
eignerzeichen verwendet.
Im 18. Jahrhundert nimmt die Zahl der Exlibris
stark zu, doch nimmt ihre Qualität merklich ab,
indem das typographische Moment vortritt. Es handelte
sich nicht mehr so um einen Buchschmuck wie um den
Buchschutz. Bei dem Anwachsen der Bibliotheken
mögen auch Sparsamkeitsgründe maßgebend gewesen
sein. Am Beginn des 19. Jahrhunderts finden wir sehr
oft nur Blättchen mit dem Namen des Bucheigen
tümers.
Seit dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts sind
Exlibris wieder in Mode gekommen und sogar ein
Sammelartikel geworden. Auch in Salzburg haben sich
zahlreiche Bibliophilen solche zugelegt, bei denen neben
Anspielungen auf den Namen und den Beruf meist
das Ortssymbol verwendet erscheint (Dr. Baldi, A.
Breitner, Dr. Hummel, Junger, Dr. Moschigg, Schreins
u. v. a.).
Die Sammlung Jakob Schröffl.
[Schluß.) *
Nr. 256, Japanischer Künstler, Sechs aquar. Feder
zeichnungen, K 36.000; Nr. 257, Schließmann, Die vier
Jahreszeiten des Kusses, K 2000; Nr. 258, Teutwart Schmit-
son, Vier Blatt Skizzen, K 1200; Nr. 259, Ders., Schlitten
fahrt, Jäger, K 3100; Nr. 260, Ders., Fünf Blatt Tier- und
Pflanzenstudien, K 1700; Nr. 261, Ders., Sechs Blatt Land
schaften und Armstudien, K 1500; Nr. 262, Alois Schönn,
Vier Figurenstudien, K 3000; Nr. 263, Wiener Künstler,
Anfang 19. Jh., Faschingszug in Ottakring 1809, K 5000;
Nr. 264a, Theodor Franz Zimmermann, Ein Barasinga
(Sumpfhirsch) und Nr. 264b, Cervus Aristoteles (Guß),K 6500;
Nr. 265 bis Nr. 276, Sammelbände und Konvolute von Hand
zeichnungen, K 617.000.
Bronzen.
Nr. 277, Zwei weibliche Figuren in altdeutscher Tracht,
19, Jh., K 50.000; Nr. 278, Sitzende weibliche Figur, 19. Jh.,
K 27.000; Nr. 279, Ganymed, Französisch, 19. Jh., K 21.000;
Nr. 280, Venus von Milo, Französisch, 19. Jh., K 62.000;
Nr. 281, Der Gefesselte, Französisch, 19. Jh., K 50.000; Nr. 283,
Dionysische Figur, Italienisch, 16. Jh., K 145.000; Nr. 284,
Briefbeschwerer, Löwe, 19. Jh., K 12.000; Nr. 285, Faun,
nach einem Modell von Clodion, K 310.000; Nr. 286, Bacchant,
,, Französisch, 18. Jh., K 105.000; Nr. 288, Apollo, Französisch,
erste Hälfte 19. Jh., K 40.000; Nr. 289, Silen, Französisch,
19. Jh., K 64.000; Nr. 290, Zwei sitzende Putti, Italienisch,
19. Jh., K 80.000; Nr. 291, Ringergruppe, 19. Jh., K 140.000;
Nr. 292, Tänzerin, Empire, K 71.000; Nr. 293, Schweißhund,
K 22.000; Nr. 294, Brunnengruppe von Tilgner, K 560.000;
Nr. 295, Faun und Ziege, um 1840, K 55.000; Nr. 296, Faun
und Nymphe, K 34.000; Nr. 297, Ein Paar chinesische Bronze
vasen, 19. Jh., K 410.000, und Nr. 298, Japanische Zierbronze,
K 46.000.
Teppiche.
Nr. 299, Kirman, 350x293, K 1,000.000; Nr. 300, Täbris,
190x 120, K 280.000; Nr. 301, Täbris, 325x227, K 1,000,000;
Nr. 302, Seidenkeschan, 200x 139, K 680.000.
Kunst, Prachtwerke.
Nr. 303, Bode, Italienische Plastik, K 2000; Nr. 304,
Ders., Rembrandt und seine Zeitgenossen, K 6500; Nr, 305,
Duräzzo, Descrizione della raccolta di stampe, K 5800;
Nr. 306, Ebers-Guthe, Palästina in Wort und Bild, K 6000;
Nr. 307, Engerth, Beschreibendes Verzeichnis der Gemälde
der Belvederegalerie, K 5200; Nr. 308, Faber, Konversations-
° i
*) Siehe die Nummern 21 und 22 der „Internationalen
Sammler-Zeitung“ vom 1, und 15. November 1921.
lexikon für bildende Kunst, K 6200; Nr. 309, Frimmel,
Lexikon der Wiener Gemäldesammlungen, K 16.000; Nr. 310,
Fuessli, Allgemeines Künstlerlexikon, K 11.000; Nr. 311.
Grässe, Guide de l’amateur de porcelaines, K 4000; Nr. 312,
Weckbecker, Handbuch der Kunstpflege in Österreich,
K 1100; Nr. 313, Heller, Monogrammenlexikon, K 4200.
Klassiker der Kunst. Nr. 314, Corregio, K 4200;
Nr, 315, Dou, K 6000; Nr. 316, Dürer, K 6000; Nr, 317, Hol
bein d. J„ K 3600; Nr. 318, Maxitegna, K 3800; Nr. 319,
Memling, K 3000; Nr. 320, Michelangelo, K 3800; Nr. 321,
Murillo, K 4800; Nr. 322, Perugino, K 3000; Nr. 323, Raffael,
K 5800; Nr. 324, Rembrandt-Gemälde, K 5600; Nr. 325,
Rembrandt-Radierungen, K 6200; Nr. 326, Rubens, K 7000;
Nr. 327, Tizian, K 6000; Nr. 328, Van Dyk, K 7500; Nr. 329,
Velasquez, K 2800, und Nr. 330, Watteau, K 8000.
Nr. 331, Kleinpaul, Rom in Wort und Bild, K 4800;
Nr. 332, Krafft, Verzeichnis der k k. Gemäldegalerie im
Belvedere, K 1100; Nr. 333, Füeßli, Allgemeines Künstler,
lexikon, K 15.000; Nr. 334, Künstlermonographien von H.
Knackfuß, 11 Bände, K 12.000; Nr. 335, Desgl., K 21.000;
Nr. 336, Die Meisterwerke der bedeutendsten Galerien Euro
pas, 7 Bände, München, Hanfstängl, K 27,000; Nr. 337,
Michel, Hobbema, K 1300; Nr. 338, Die österreichisch-unga
rische Monarchie in Wort und Bild, 5 Bände, K 900; Nr. 339,
Müller, Biographisches Künstlerlexikon der Gegenwart,
K 5800; Nr. 340, Muther, Studien und Kritiken, K 2600.
Nr. 341, Nagler, Neues allgemeines Künstlerlexikon, K 145.000,
Nr. 342, Pfau, Maler und Gemälde, K 2000; Nr, 343, Philippi,
Die Kunst der Renaissance in Italien, K 3400; Nr. 344, Kron
prinz Rudolf, Orientreise, K 2000; Nr. 345, Sandwart,
Der Teutschen Academie zweyter Teil, 1765, K 7500; Nr. 346,
Schäfer, Gemäldegalerie in Dresden, K 4600; Nr. 347,
Schönla k, Gemäldegalerie, K 1100; Nr. 348, Seubert,
Allgemeines Künstlerlexikon, K 16.000; Nr. 349, Waagen,
Handbuch der deutschen und niederländischen Malerschulen,
K 4000; Nr. 350, Werke der Kleinplastik in der Skulpturen
sammlung des A. H. Kaiserhauses, K 3000; Nr. 351, Winkel-
ma'nn, Geschichte der Kunst des Altertums, K 5000; Nr. 352,
Winkelmann, Neues Malerlexikon, K 2000; Nr. 353, Wurz
bach, Niederländisches Künstlerlexikon, K 56.000; Nr, 354,
Zampieri, Vie et oeuvre complete, K 2600; Nr. 355, Zeit
schrift für bildende Kunst, Band 1 bis 5, K 7500.
Versteigerungskataloge.
Nr. 356, Artaria, ^Kupferstiche und Handzeichnungen,
1896, K 1600; Nr. 357, Desgk, ( K 1500; Nr. 358, Böhm, Kunst
sammlung,Wien, Pozsonyi, 1865, K 3600;Nr.359, Goldschmiedt,
Gemälde alter Meister, K 3100; Nr. 360, Galerie Gsell, 1872,