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MAK

Full text : Jahrgang 13 (1921) (23)

Nr.  23

Internationale  S  a  m  ml  e  r  -  Z  e  i  t  u  n  g

Seite  253

K  2000;  Nr.  361,  Desgl.,  K  2500;  Nr»  362,  Kunstsammlung
'(ihr.  Hammer,  Heberle,  1892,  K  2200;  Nr.  363,,  Klinkosch,
Handzeichnungen,  Warna,  1889,  K  2200;  Nr.  364,  Königswarter,
  Moderne  und  alte-Meister,  K  3000;  Nr.  365,  Kops,
Catalogus  van  eene  uitmuntende,  K  600;  Nr.  366,  Siebermann;
.Gemälde,  Köln,  Lempertz,  K  2600;  Nr.  367,  Desgl.,  K  1300;
Nr.  368,  Makart,  Künstlerischer  Nachlaß,  Miethke,  1885,
K  2000;  Nr.  369,  Pettenkofen,  Künstlerischer  Nachlaß,  K  2400;
Nr.  370,  Auktionskatalog  von  Heberle,  K  800;  Nr.  371,  Auktionskataloge, ­
  6  Bände,  K  800.
Klassiker,  Belletristik.
Nr.  372,  B.  Auerbach,  Briefe  an  seinen  Freund  J.  Auerbach, ­
  K  250;  Nr.  373,  Goethe  von  Düntzer,  K  6000;  Nr.  374,
Heine  von  Laube,  K  8000;  Nr.  375,  G.  Keller,  Leute  von
Seldwyla,  Cotta,  1883,  K  1300;  Nr.  376,  Th.  Körner  von  Laube,
K  3000;  Nr.  377,  Lenau  von  Laube,  K  1600;  Nr.  378,  Lessing

von  Laube,  K  2800;  Nr.  379,  Manzoni,  Die  Verlobten,  Bibliographisches ­
  Institut,  K  250;  Nr.380,Schiller  von  J.  G.  Fischer,
K  3600,  und  Nr.  381,  Shakespeare,  4  Bände,  Stuttgart,  Hallberger, ­
  K  1100.
Diverses.  Anleitung  zur  Markscheidekunst,.;  K  700;
Nr.  383,  Baedecker,  Italien,  K  300;  Nr.  384,  Cervantes,
Don  Quixote,  Stuttgart  1837,  K  5000;  Nr.  385,  Franceschini,
Woher  und  wohin?,  K  150;  Nr.  386,  L.;  A.  Frankl,  Aus
Ägypten,  K  150;  Nr.  387,  Heyse,  Fremdwörterbuch,  K  400;
Nr.  388,  Heksch,  Die  Donau,  K  600;  Nr.  389,  Hickmann,
Geographisch-statistischer  Universal-Taschenatläs,  K  160;
Nr.  390,  Hübner,  Natur-,  Kunst-,  Berg-,  Gewerk-  und  Handlungslexikon,
  K  1200;  Nr.  391,  Kisch,  Die  alten  Straßen
und  Plätze  Wiens,  K  3000;  Nr.  392,  Klein,  Italienisch-deutsches
Taschenwörterbuch,  K  350;  Nr.  393,  Penn,  Geschichte  der
Stadt  Wien,  K  2200,  und  Nr.  394,  Ritter,  Geographischstatistisches ­
  Lexikon,  K  150.

Chronik.

AUTOGRAPHEN.
(Versteigerung  im  Dorotheum.)  Das  Wiener  Dorotheum ­
  kündigt  für  die  erste  Jänner  hälfte  eine  Autographenversteigerung
  großen  Stils  an.  Unter  den  Hammer  kommen:
Manuskripte  und  Briefe,  bedeutender  Komponisten,  Virtuosen,
■bildender  Künstler,  Dichter,  Schauspieler,  Politiker  usw.,
darunter  von  Beethoven,  Meyerbeer,  Brahms,  Bruckner,
H.  Wolf,  Weber,  R.  Wagner,  Jöh.  Strauß  d.  A,  und  J.  Lanner,
Liszt,  Grieg,  Löwe,  Mahler,  Smetana,  Rubinstein,  Rossini,
Berlioz,  Paganini,  Goethe,  Schiller,  Jean  Paul,  Grillparzer,
Wieland,  Anzengruber,  Stifter,  G.  Keller,  Arnim,  Borne,
Pouque,  Dickens,  Voltaire,  Zola,  Busch,  Altenberg  usw.

BIBLIOPHILIE.
(Satirische  Lieder  von  Richard  Strauß.)  Ein  eigenartiger ­
  bibliophiler  Druck  wird  in  der  nächsten  Zeit  erscheinen.
Richard  Strauß  hatte  vor  längerer  Zeit  einige  der  für  einen
kleinen  Freundeskreis  bestimmten  Gedichte  von  Alfred  Kerr
komponiert.  Um  diese  auch  musikalisch  ungemein  reizvollen
Lieder  wenigstens  einem  kleinen  Kreis  von  Musikfreunden  und
Verehrern  von  Richard  Strauß  zugänglich  zu  machen,  veranstaltet ­
  der  Verlag  Paul  Cassirer  davon  einen  besonderen
Vorzugsdruck.
(Eine  Bibliographie  der  Kriegsliteratur  in
Amerika.)  Ziffernmäßig  genaue  Angaben  über  die  Bücher,
denen  der  Weltkrieg  zum  Leben  verholten  hat,  werden  wohl
überhaupt  nicht  zu  erlangen  sein,  aber  ein  Teilergebnis  liegt
wenigstens  in  der  Kontroliiste  der  Bücher  und  Dokumente
über  den  europäischen  Krieg  vor,  die  die  Kongreßbibliothek
in  Washington  im  Jahre  1918  herausgegeben  hat.  Es  sind  hier
die  Titel  von  über  20.000  Büchern  aufgeführt.  Ein  Jahr  später
hatte  sich  diese  Zahl  bereits  verdoppelt,  und  man  schätzt,
daß  gegenwärtig  in  der  Kriegssammlung  der  Washingtoner
Kongreßbibliothek  wenigstens  75.000  Druckschriften  enthalten
sind.

HANDSCHRIFTEN.
(Gestohlene  Bruckner-Handschriften.)  Aus  dem
städtischen  Museum  in  Wels  haben  Diebe  mehrere  Handschriften ­
  Bruckners  entwendet.  Es  handelt  sich  um  folgende
kleinere  Kompositionen  des  Meisters;  Vierstimmige  Choralmesse, ­
  1844;  Messe  im  Choral  in  C  für  Orgel,  Alto  und  zwei
Hörner;  vierstimmiger  Choral  (F-Moll?);  gemischter  Chor
,,Das  edle  Herz“,  Dezember  1857;  ,,Vor  Arneths  Grab“  für
vier  Männerstimmen  mit  Posaunen  in  F-Moll;  vierstimmiger
Männerchor  auf  das  Geburtsfest  des  Dechants  von  Enns,  1845;
Männerchor  „Die  Geburt“  in  Des,  1852;  zwei  vierstimmige
Mottos  für  Männerstimmen  in  D  und  A,  1851;  zwei  Totenlieder,
vierstimmig,  für  gemischten  Chor,  1852;  schließlich  um  einen
Brief  Bruckners,  datiert  aus  St.  Florian,  19.  März  1852,  an
seinen  Freund  und  Studien  genossen  Josef  Seiberl.

RUDOLPH  HÖNISCH,  Buch-  und  Kunstantiquariat
LEIPZIG,  Gustav  Freytag-Straße  Nr.  40.
Ankauf  ganzer  Bibliotheken,  Einzel  werke,  Handschriften, ­
  Stiche  aller  Art
Liste  1:  Originalhandzeichnungen  alter  Meister.  Kunstblätter  älterer  und
moderner  Meister.  (Kupferstiche  —  .Radierungen  —  Holzschnitte  —
Lithographie).
Katalog  12:  Geschichte  und  Reisen.  Enthaltend  die  Bibliothek  des  Südseeforschers ­
  Professor  Dr.  O.  Finsch-Bremen  und  „Slavica“  aus  der
Bibliothek  des  Professors  Dr.  Streckelj-üraz.
KfctaiOg  13:  Geschichte  und  Literatur  sowie  eine  Sammlung  von  Kupferstichen. ­
  Originalradierungen  usw.  Enthaltend  die  Bibliothek  Sr.  Exz.
des  Admirals  von  Holtzendorff,  Kiel.
Katalog  14:  Autographen,  Stammbücher,  Kunst,  Altertumswissenschaften,
Kupferstiche,  Rechtswissenschaften  usw.
Katalog  15:  Musik,  enthaltend  die  Bibliothek  des  Professors  Doktor
H.  Riemann,  Leipzig,  und  Professor  Mueller-Reuter,  Krefeld.
Katalog  lß:  Musik,  Theater,  Literatur.  Enthaltend  den  2.  Teil  der  Bibliotheken ­
  Professor  Riemann  und  Mueller-Reuter.
Katalog  17:  Literatur,  Geschichte,  Kunst.  Enthaltend  die  Bibliothek  des
Professors  Dr.  U.  Ulbrich,  Charlottenburg
Katalog  »8:  Kunst  und  Kunstgeschichte.  Graphik  des  16.  bis  19.  Jahrhundeits,
  Numismatik,  Americana,  Reisewerke,  Slavica,  Militaria.  Enthaltend ­
  die  Bibliothek  des  Chefred.  vom  Globus,  Herrn.  Singer,  Berlin.
Kata  og  20:  Kunst,  Graphik  und  Ölgemälde  (Erotik)  alter  und  neuer
Meister.  Wertvolle  Sammlung  eines  Ungenannten.
Liste  2  bis  4:  Bibliotheca  Orientale.  Seltene  und  weitvolle  hebräische
und  andere  Manuskripte  und  Inkunabeln.

PHILATELIE.
(Neuheiten.)  Die  kursierende  Reihe  der  Portomarken
von  Peru  in  Zifferzeicbnung  erweiterte  sich  um  den  Wert  zu
zwei  Sotes  braun  violett.  —  Tunis  veränderte  bei  einzelnen
Werten  der  kursierenden  Reihe  die  Farben:  5  Cent,  orange,
25  Cent,  violett  und  30-Cent.  rot.  —  San  Salvator  kündigt
eine  10  Centavos  in  Wappenzeichnung  als  Verläufer  einer
Markenreihe  anläßlich  der  Jahrhundertfeier  der  Unabhängigkeit ­
  der  Republik  an.  Die  Reihe  soll  aus  noch  7  weiteren
Werten  bestehen.  —  Von  den  italienischen  Dante-Jubiläumsmarken ­
  wurden  je  175.000  Stück  am  Schalter  verkauft.  Die
Gesamtauflage  betrug  400.000  Stück  von  jedem  Wert.  Der
Rest  wurde  der  Dante-Gesellschaft  zum  Verkauf  überlassen.

VERSCHIEDENES.
(Fernand  Khnopff),  der  belgische  Maler,  ist  im  Alter
von  63  Jahren  in  Brüssel  gestorben.  Er  war  ein  Träumer  und
Ästhet,  der  in  den  Jahren,  als  der  Naturalismus  die  europäische
Kunst  beherrschte,  eigene  Wege  ging.  Sein  Name  wurde  damals
viel  genannt  und  seine  Kunst  von  der  Gemeinde,  die  er  sich
geschaffen  hatte,  stark  überschätzt.  Eine  süße  Müdigkeit
charakterisiert  die  geheimnisvollen  Gestalten  seiner  Malerei,
in  der  der  kühle  Zusammenklang  von  Weiß,  Blau  und  Schwarz
vorherrscht.  Seine  Mittel  gestatteten  ihm,  ohne  Rücksicht  auf
den  äußeren  Erfolg  zu  ärbekffen.  Er  mied  den  Markt  und  die
Masse,  aber  diese  vornehm^  Zurückhaltung  war  nicht  frei  von
Snobismus.  Das-einsame  Brügge,  wo  er  seine  Jugendzeit  verlebt ­
  und  die  für  sein  Leben  und  Schaffen  entscheidenden  Eindrücke ­
  erfahren  hatte,  besuchte  er  nicht  ein  einziges  Mal  mehr,
seit  die  „Tote  Stadt“  ein  Zielpunkt  des  europäischen  Touristen-
            
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