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MAK

Full text : Jahrgang 13 (1921) (4)

Seite  42

Internationale  Sammler  -  Zeitung

Nr.  4

NUMISMATIK.

(Das  sächsische  Porzellangeld.)  Wir  bringen  heute
Reproduktionen  des  sächsischen  Porzellangeldes,  das  ein  sehr
beliebter  Sammelgegenstand  in  Deutschland  geworden  ist.

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§  S.  H.  KOELZ  □  Spezialhaus
□  für  Briefmarken  unö  Briefmorken*Rlben  □
□  Einkauf  Uerkauf  □
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g  ll/ien,  1.  Bez.,  Herrengnsse  Dr.  5  g
□  (nächst  der  Hofburg)  O
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PHILATELIE.
(Neuheiten.)  Ungarn  bereitet  als  neuen  Wert  eine
2-50-K-Marke  vor.  Dagegen  scheint  sich  die  Herstellung  der
Krononprovisorien  auf  Helleimaiken  zu  verzögern.  •—•  Die
neue  Ausgabe  von  Li  echtenstei  n  in  Frankenwährung  sollte
am  1.  Februar  erscheinen,  ist  aber  bis  nun  noch  nicht  da.
Noch  ist  es  nicht  bestimmt,  ob  rieht  neben  der  definitiven
Ausgabe  (verkleinertes  Muster  der  1-K-Marke)  auch  Überdruckmarken ­
  herauskommen  werden.  —■  Italien  hat  im
Muster  der  50-Centesimi-Marke  zwei  neue  Werte  herausgegeben: ­
  55  Centesimi  violett  und  85  Centesimi  braunrot.  —
In  Monaco  ist  ein  Provisorium  zu  erwarten,  das  durch  Überdruck ­
  von  ,,25  C."  auf  die  10-C-Marke  geschaffen  w'rd.
(Invalidenmarken  in  Jugoslawien.)  Man  schreibt
uns  aus.Agram:  Der  Stadt  Belgrad  wurde  vor  einigen  Tagen
das  Zeichen  der  französischen  Ehrenlegion  verliehen.  General
d’Esperrey  hat  es  in  feierlicher  Weise  dem  Bürgermeister
überreicht.  Anläßlich  dieser  Feier  hat  der  Ministerrat  beschlossen, ­
  neue  Postmarken  unter  dem  Titel  Invalidenmarken
herauszugeben,  da  der  Ertrag  dem  Invalidenfonds  zugewiesen
wird.  Es  werden  Marken  zu  5,  15  und  25  Para  in  Verkehr  gesetzt.
Die  zu  5  Para  tragen  das  Bild  des  Mädchens  von  Kosovo,
die  zu  15  Para  bringen  eine  Szene  aus  der  Leidenogeschichte
der  serbischen  Soldaten  in  Albanien,  die  übrigen  Werte  zeigen
eine  symbolische  Darstellung  der  vereinigten  Jugoslawen.  Die
neuen  Marken  werden  nur  drei  Monate  im  Veikehr  stehen
und  zu  doppelten  Preisen  verkauft  werden.

VERSCHIEDENES.
(Professor  Max  Dvorak.)  Kaum  47  Jahre  alt,  ist  de:
hervorragende  Kunsthistoriker  der  Wiener  Universität,  Professor ­
  Dr.  Max  Dvorak,  gestorben.  Weit  über  die  Grenzen
Österreichs  hinaus,  ward  das  Hin%cheiden  dieses  ausgezeichneten ­
  Wickhof-Schülers,  dessen  Monographien  übei  niederländische ­
  und  italienische  Kunst  durch  Inhalt  Und  Form
gleich  bedeutend  sind,  Bedauern  hervorrufen.  Sein  Buch,
„Das  Rätsel  dei  Brüder  van  Eyck",  das  den  Zusammenhang
dieser  beiden  Meister  mit  der  französischen  Hofkunst  des
14.  Jahrhunderts  nach  weist,  hat  in  Fachkreisen  direkt  Aufsehen ­
  hervorgerufen.  Dvorak  hat  sich  besonders  intensiv  mit

der  französischen  Mosaikmalerei  im  Mittelalter  beschäftigt
und  das  alte  Östeireich  hat  ihm  in  Spalato  sowohl,  wo  er
bei  den  Restaurationsarbeiten  im  Diokletianpalast  watvolle
Ratschläge  eiteilte,  als  auch  später,  da  es  sich  um  den  Wawel
in  Krakau  handelte,  Gelegenheit  gegeben,  manche  seiner
kunsthistorischen  Theorien  in  die  Praxis  zu  übertragen.
(Der  Geist  Stradivaris.)  Wie  von  uns  gemeldet,  behauptet ­
  ein  Hamburger  Kaufmann,  Herr  Olhaver,  er  habe
ein  Verfahren  entdeckt,  durch  das  er  imstande  sei,  gewöhnlichen ­
  Fabriksgeigen  den  Klang  echter  Stradivarigeigen  zu
verleihen.  Vor  einem  geladenen  Publikum  wurde  nun  in  Berlin
die  Erfindung  Olhavers  .vorgeführt.  Ein  Konzertmeister  des
Philharmonischen  Orchesters  spielte  zunächst  auf  einer  echten
Stradivarigcigc,  dann  auf  einer  gewöhnlichen  modernen  Geige,
die  Olhaver  präpariert  hatte.  Die  Berliner  Musikkritik  stellt
fest,  daß  dej'  Klang  der  von  Olhaver  präparierten  Geige  zwar
an  den  der  echten  Stradivarigeige  nicht  heranreiche,  daß
aber  die  Geige  des  Herrn  Olhaver  doch  große  Klangschönheit
gezeigt  habe.  Allerdings  wird  von  der  Berliner  Musikkritik
gleichzeitig  konstatiert,  daß  die  Vorführung  nicht  als  beweiskräftig ­
  genug  betrachtet  werden  könne,  da  keine  Möglichkeit
vorhanden  gewesen  sei,  die  Erfindung  Olhavers  in  ausreichender ­
  Weise  zu  prüfen.
(Einbruch  in  ein  Metteinichsches  Schloß.)  Aus
Brünn  wird  uis  berichtet:  Das  mit  besonderem  Luxus  und
wertvollen  Antiquitäten  ausgestattete  Schloß  des  Fürsten
Metternich  in  Witzomeritz  bei  Kojetem  in  Mähien  wurde
dieser  Tage  von  Einbrechern  heimgesucht.  Die  Diebe  trugen
weitvolle  Antiquitäten  und  13  prachtvolle  Gemälde  fort.
(Schwarz-Wei  ß-Ausstellung.)  Die  Berliner  Akademie
der  Künste  plant  nach  Schluß  der  jetzt  vorbereiteten  Veranstaltung ­
  „Kunst  und  Mode“  eine  allgemeine  Schwarz-Weiß-Ausstellung.
  Es  wird,  nach  der  Ausstellung  von
„Gemälde  und  Plastik"  im  November,  die  zweite  Verarn
staltung,  in  der  die  Akademie  unter  Leitung  Max  Liebexmanns
ihr  neues  Programm  allgemeiner  Beteiligung  der  Künstlerschaft ­
  verwirklicht.

Leo  Schidlofs  Kunstauktionshaus
Wien,  I.,  Tuchlauben  8.
Telephon  67-2-39,  67-3-05.  Telegrammadresse:  Schidauktion,  Wien.

Wertvolle

des  15.  bis  20.  Jahrhunderts
AUSSTELLUNG:
Vom  27.  Februar  bis  4.  März.
AUKTION:

Am  5.  März.
            
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