MAK
Uv. 6 
Internationale Sammlerzeitung 
Seite 65 
Art des Johann Heinrich Roos, Hirt mit der Herde, und 
Nr. 94b, Desgl., K 41.000; Nr. 95, Rosa di Tivoli, Narziß 
an der Quelle, K 10.500; Nr. 95, Natale Schiavoni, Junge 
Venezianerin, K 53.000; Nr. 98, Kremser-Schmidt, Er 
mordung Casars, K 285.000; Nr. 99, Ders., Büßende Magdalena, 
K 20.000; Nr. 101, Francesco Simonirii, Schlachtenbild, 
K 6800; Nr. 102, Spanische Schule, Porträt eines Mannes, 
K 71.000; Nr. 103, Desgl., Heiliger Hieronymus, K 12.100; 
Nr. 104, Süditalienisch, Parze Lachesis, K 45.000; Nr. 105, 
Südtirolisch, Bildnis eines Bischofs, K 4000; Nr. 106 und 107, 
Thiele, Landschaften, K 33.000; Nr. 109, Vautier,ImKrämer- 
laden, K 61.000; Nr. 110, Richtung des Andrea Schiavone, 
Krönung Maria, K 61.000; Nr. 111, Venezianische Schule, 
Anbetung der hl. drei Könige, K 36.000; Nr. 112, Desgl., 
Anbetung der Hirten, K 39.000 ;Nr. 113, Richtung des Pado- 
vanino, Betreuung des hl. Sebastian, K 32.000; Nr. 115, 
Sebastian Vrancx, Reiterscharmützel, K 91.000; Nr. 116, 
Waldmüller, Bildnis der Gräfin A. K., K 780.000; Nr. 119, 
J. Wichtl, Blumen in Vase, K 42.000; Nr. 120, Wiener Schule, 
Abschied Aencas’ K 120.000; Nr. 121, Desgl., Hündchen, 
K 21.000; Nr. 122, Jan Wynant, Landschaft, K 29.000; 
Nr. 123, Daffinger (?), Österreichischer Offizier, K 13.000; 
Nr. 124, Pasqualati, General Bonaparte, K 16.000; Nr. 125, 
Aquarell, Deutsch, drei Kirchenlehrer, K 11.000; 
Nr. 127, Bronzerelief, Oberitalienisch, 16. Jh., K 8000; 
Nr. 128, Holzfigürchen, Österreichisch, 16. Jh., K 2000; Nr. 133, 
Holzfigur, Süddeutsch, um 1500, K 16.500; Nr. 138, Porzellan 
kanne, Deutsch, vor 1800, K 3000; Nr. 139, Trinkglas, Süd 
deutsch, 17. Jh., K 1600; Nr. 141, Persische Fayencefliese, 
K 6600; Nr. 143, Fayencegruppe, Neapel 1796, K 26.000; 
Nr. 146, Fayencevase, Vorderasiatisch, 17. Jh., K 4200; 
Nr. 150, Vortragkreuz, Südtirolisch, um 1500 ,K 7500; Nr. 152, 
Bleifigur, Oberitalienisch, 17. Jh., K 14.000; Nr. 153, Bronze 
figur, Französisch, 18. Jh., K 25.000; Nr. 154, Bleiplakette, 
Dupre 1605, K 29.000; Nr. 155, Bronzefigur, Süddeutsch, 
17. Jh., K 2500; Nr. 159, Reiseuhr von Jules Le Roy, K 60.000; 
Nr. 160, Bronzefigur, Oberitalienisch, 17. Jh., K 12.500; 
Nr. 161, Tischuhr, Französisch, Zweites Barocke, K 11.000; 
Nr. 165, Vergoldete Bronzefigur, Flandern, 16. Jh., K 39.000; 
Nr. 167, Vergoldetes Bronzefigürchen, Süddeutsch, K 3400; 
Nr. 168, Bronzeplakette, Niederländisch, um 1600, K 26.000; 
Nr. 169, Glasständer, Süddeutsch, nach 1600, K 2000; Nr. 170, 
Renaissancesessel, Alpenländisch, 17. Jh., K 11.000; Nr. 171, 
Zwei Renaissancestühle, Süddeutsch, K 25.000; Nr. 172, 
Figur aus Bronze, Süddeutsch, 16. Jh,, K 6000; Nr. 174, 
Gruppe in Eisenguß, Französisch, 17. Jh., K 50.000; Nr. 175, 
Eisenfigur, Erste Hälfte 19. Jh., K 2800; Nr. 176, Tanagra- 
gruppe, Griechenland, K 16.000; Nr. 185, Tanagrafigur, 
Griechenland, K 30.000; Nr. 186, Beinschnitzwerk, Alpen 
ländisch, 16. Jh., K 3400; Nr. 187, Tanagragruppe, Griechen 
land, K 18.000; Nr. 189, Majolikaschüssel, Italienisch, 16. Jh., 
K 11.000; Nr. 191, Silbernes Taufbecken, Englisch, um 1840, 
K 39.000; Nr. 193, Holzplastik, Österreichisch, 17. Jh., K 7000; 
Nr. 194, Bronzegruppe, Französisch, 17. Jh., K 180.000; 
Nr. 195, Holzgruppe, Österreichisch, 17. Jh., K 19.000. 
Die nächste Sanct Lucas-Versteigerung wird für 
Mitte April vorbereitet. 
Chronik. 
BIBLIOPHILIE. 
(Auffindung eines unbekannten Romans Tur 
genjews.) Wie wir russischen Blättern entnehmen, hat man 
kürzlich einen bisher unbekannten Roman Turgenjews auf 
gefunden. Er trägt den Titel ,,Ein Leben für die Kunst“ und 
wurde nur deshalb noch nicht veröffentlicht, weil er das Ver 
hältnis Turgenjews zur berühmten Sängerin Viardot-Garcia 
schildert und der Dichter bestimmt hatte, daß der Roman 
erst zehn Jahre nach dem Tode der Sängerin veröffentlicht 
werden dürfe. 
BILDER. 
(Ein gefälschter Defregger.) Aus München wird 
uns berichtet: Die Polizei erfuhr jüngst von dem beabsich 
tigten Verkauf eines Defreggers durch einen stellenlosen 
Reisenden a,us München und einen Kunstmaler aus Hausdorf. 
Da der Reisende während der Rätezeit Mitglied des Aktions 
ausschusses war und in dieser Eigenschaft Beschlagnahmen 
vorgenommen hat, war man anfangs der Meinung, daß es sich 
um ein „beschlagnahmtes“ Bild handle. Die Polizei hat aber 
nun festgestellt, daß das BilS „Dorfschöne" von dem Kunst 
maler gemalt und mit „Defregger“ signiert worden ist. Das 
Bild sollte für M 80‘000 in das besetzte Gebiet verkauft werden. 
Um nicht entdeckt zu werden, sollte sich der Käufer ver 
pflichten, das Bild vor drei Jahren nicht weiterzuverkaufen. 
(Wiedergefundenes Gemälde.) Aus Frankfurt a.M. 
wird uns berichtet: Vor etwa Jahresfrist wurden aus dem 
Schloß des Landgrafen von Hessen in Wilhelmsbad durch 
Einbruch eine Anzahl von Gemälden entwendet. Einige davon 
waren alsbald in Frankfurt wieder aufgefunden worden, das 
wertvollste aber, „Der schlafende Pilger“, fehlte bisher. Vor 
einigen Tagen gelang es nun, auch dieses Bild dem Besitzer 
zurückzugeben. Ein junger Bursche versuchte, es für Mk. 50.000 
zu verkaufen. Die Polizei trat durch einen Mittelsmann als 
Käufer auf, erhielt das Bild und verhaftete den Burschen 
samt seinen Hintermännern. 
HANDSCHRIFTEN. 
(Das Manuskript der F-Moll-Messe Anton Bruck 
ners.) Auf dem Wiener Kunstmarkte ist ein umfangreiches 
Manuskript des Tonkünstlers Anton Bruckner aufgetaucht, 
das die F-Moll-Messe, die Bruckner im September 1868 zu 
Papier gebracht hat und die zuerst in Wien bei den Augustinern 
aufgeführt wurde, enthält. Als letzter Eigentümer wurde der 
Zeichenprofessor des Technologischen Gewerbemuseums Fritz 
Winkler ermittelt. Die Nationalbibliothek hat dem Sicher 
heitsbureau mitgeteilt, daß Bruckner gemäß seinem im Jahre 
1893 abgefaßten Testamente das Manuskript der damaligen 
Hof- (jetzt National-) Bibliothek vermacht hat. Allerdings 
hatte sich die Niederschrift der F-Moll-Messe, als Bruckner 
im Jahre 1896 starb, nicht in seinem Nachlasse gefunden. 
Wohin das Manuskript damals gekommen ist, auf welchem 
Wege es Professor Winkler erhielt, wird festgestellt werden. 
NUMISMATIK. 
(Die Versteigerung der Sammlung S. Pozzi.) Am 
4. April wird wie schon gemeldet, in Luzern die Sammlung 
altgriechischer Münzen des berühmten, auf tragische Weise 
ums Leben gekommenen Pariser Chirurgen Professor S. Pozzi 
versteigert werden, eine Auktion, die sich zu einem Ereignis 
für die Münzsammler gestalten dürfte. Handelt es sich doch hier 
um die größte aller jetzt existierenden Privatsammlungen 
griechischer Münzen, die überdies alle ihre Vorgänger in bezug 
auf Geschmack und Sachkunde bei der Auswahl der Stücke in 
den Schatten stellt. Die Sehnsucht des Sammlers müssen vor 
allem die reichen Serien von Unteritalien und Sizilien 
wachrufen. Unter ihnen stehen an erster Stelle die Münzen der 
sizilianischen Stadt Leontinoi mit ihren charaktervollen 
Apolloköpfen sowie die Reihe cj^er Münzen von Syrakus, wo 
der künstlerische, immer neue Abwandlung bietende Kopf der 
Quellennymphe Arethusa das Münzbild beherrscht. Von jenen, 
schon in antiken Zeiten auf höchste bewunderten und von den 
Griechen selbst reichlich nachgeahmten Meisterwerken der 
Stempelschneider von Syrakus sind in der Pozzischen Samm 
lung nicht weniger als neun Exemplare vertreten.
	        
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