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MAK

Full text : Jahrgang 13 (1921) (7)

Seite  78

Internationale  Sammlerzeitung

Nr.  7

MUSEEN.
(Krapotkins  Wohnung  als  Museum.)  Nach  einer
Rostameldung  hat  die  Sowjetregierung  beschlossen,  Krapotkins ­
  Wohnung  in  ein  Museum  umzuwandeln,  das  seinen
Namen  tragen  soll,  ferner  eine  Bibliothek  zu  errichten,  die
ebenfalls  Krapotkins  Namen  führen  wird.  Auch  sollen  Krapotkins ­
  gesammelte  Werke  herausgegeben  werden.
(Ein  Fragonaid-Museum)  ist  in  Grasse  (Südfrankreich), ­
  der  Geburtsstadt  des  Künstlers,  gegründet  worden.

VOM  KUNSTMARKT.
(Die  Sammlungen  Grimus  von  Grimburg.)  Die
Sammlungen  Grimus  von  Grimburg  (Baden),  die  das
Dorotheumin  Wien  versteigerte,  ergaben  bisher  K  10,802.000,
doch  kommen  noch  Objekte  im  Schätzwerte  von  K  600.000
unter  den  Hammer.  Namhafte  Preise  brachten:  Nr.  62,  Oberitalienische ­
  Schule,  um  1600,  Arche  Noahs  in  der  Sintflut,
K  40.250,  Nr.  63,  Desgl.,  Noahs  Dankopfer,  K  57.500;  Nr.  69,
österreichischer  Meister,  um  1800,  Zwei  Blumenstilleben,
K  48.300:  Nr.  105,  Zwei  Kopien  nach  Regnauld,  Liebesmahl
im  Freien,  Musikalische  Unterhaltung,  K  41.400;  Nr.  111,
Josef  Neugebauer,  Hl.  Maria  Magdalena,  K  80.500;  Nr.  228,
Gotisches  Holzrelief,  Anbetung  des  Kindes,  K  55.200;  Nr.  230,
Schreibkommode  mit  Tabernakelaufsatz,  Nußholz,  mit
reichen  geometrischen  Einlagen,  K  287.500;  Nr.  231,  Großer
doppeltüriger  Garderobekasten,  reich  intarsiert,  K  374.000;
Nr.  232,  Großer  Kredenzkasten,  K  143.750;  Nr.  234,  Kommode,
K  149.500;  Nr.  235,  Doppelbett,  intarsiert  und  mit  konturierten
aufgelegten  Ornamenten  geziert,  K  74.750;  Nr.  236,  Sitzgarnitur, ­
  Relief  Schnitzerei  in  Rokokoformen,  Bezug  aus  bunt
gemustertem  Goldbrokat,  K  287.500;  Nr.  237,  Vier  Sessel,
Nußholz,  reich  geschnitzte  Gestelle,  K  115.000;  Nr.  238,
Kabinett  aus  Nußholz,  K  69.000;  Nr.  239,  Renaissancetruhe,
K  80.500;  Nr.  240,  Pfeilertisch  und  Spiegel,  K  75.900;  Nr.  241,
Türstock  mit  zwei  Säulen,  in  Form  der  deutschen  Hochrenaissance, ­
  K  74.750;  Nr.  242,  Kredenzkasten,  K  48.400;  Nr.  234,
Sofa  aus  Nußholz,  K  101.200;  Nr.  244,  Großer  runder  Speisetisch ­
  mit  geschnitzten  Feldern,  K  96.800;  Nr.  245,  Sechs  Sessel
aus  braun  gebeiztem  Holz,  mit  geschnitzten  Verbindungsstegen,
Rücklehne  aus  Gobelin,  K  212.750;  Nr.  246,  Zunftlade  der
Badner  Müllerzunft,  K  181.500;  Nr.  247,  Kredenzschrank  aus
politiertem  Nußholz,  K  51.750;  Nr.  248,  Tisch  aus  pojitiertem
Nuß-  und  Ahornholz  sowie  eingelegten  Feldern  mit  Ornamenten ­
  und  Wappen,  K  57.500;  Nr.  249,  Kredenzkasten  mit  Aufsatz ­
  und  Rückwand  aus  Nußholz,  mit  aufgelegten  konturierten
Ornamenten  und  Doppeladlern,  K  48.300;  Nr.  250,  Südtiroler
Deckeltruhe,  K  48.400;  Nr.  251,  Kredenzkasten  aus  Nußholz,
mit  vier  Feldern  mit  geschnitzten  Doppeladlern  und  Reliefs,
K  62.100;  Nr.  253,  Empiresekretär  aus  Mahagoniholz,  K  63.800;
Nr.  254,  Niederer  Stollenschrank,  K  94.300;  Nr.  255,  Bücherregale, ­
  K  69.000;  Nr.  256,  Dielenuhr  in  den  Formen  der  Spätgotik, ­
  K  69.000;  Nr.  257,  Dielenuhr  aus  politiertem  Nußholz,
K  187.000;  Nr.  258,  Kredenzkasten  aus  braun  gebeiztem  Holz,
mit  aufgelegten  Ornamenten,  K  103.500;  Nr.  259,  Zwei  Lehnsessel ­
  aus  Nußholz,  geschnitzt,  gepolstert,  mit  rot  gemustertem
Seidendamast,  K  126.500;  Nr.  260,  Pfeilerkasten,  K  69.000;
Nr.  262,  Hohe  Barock-Standuhr,  Zifferblatt  aus  Zinn,  mit
durchbrochener,  reich  gravierter  Messingumrahmung,  K  60.500;
Nr.  263,  Backenlehnstuhl,  K  46.200;  Nr.  264,  Dielenuhr  in
geschnitztem  und  politiertem  Holzkasten,  Zifferblatt  von
Niggl  in  Wien,  K  69.000;  Nr.  265,  Zwei  Lehnsessel  aus  Nußholz, ­
  K  44.000;  Nr.  266,  Pfeilerkästchen  aus  politiertem
Rosenholz,  K  57.500;  Nr.  268,  Zwei  Sessel  aus  Nußholz,
mit  rotem,  gemustertem  Seidendamast,  K  86.250;  Nr.  270,
Zwei  Renaissancestühle,  K  51.750;  Nr.275,  Barockfauteuil,
K  74.750;  Nr.  286,  Armsessel,  geschnitzt,  in  den  Formen
italienischer  Renaissance,  K  92.000;  Nr.  291,  Lutherlehnstuhl
aus  Kirschholz,  K  44.000;  Nl.  298,  Lehnsessel  aus  Nußholz,
Polsterung  aus  Leder,  bemalt  mit  der  Darstellung  des  heiligen
Michael,  K  41.400;  Nr.  431,  Großer  polnischer  Luster,  K  46.000;
Nr.  487,  Gittertüre  aus  Schmiedeeisen,  K  52.800;  Nr.  488,
Desgl.,  K  62.100;  Nr.  489,  Zwei  quadratische  Gitterfelder
aus  Schmiedeeisen,  K  63.250;  Nr.  495,  Schmiedeeiserner
Kronleuchter  in  gotischem  Stile,  K  43.700;  Nr.  514,  Hausglocke ­
  aus  Bronze,  in  einem  Gestell  aus  Schmiedeeisen,  K41.800;
Nr.  619,  Holzlamperien,  bestehend  aus  19  intarsierten  Füllungen ­
  aus  dem  18.  Jh,,  K  69.000;  Nr.  623,  Wandbrunnen  aus
rotem  Marmor,  K  110.000;  Nr.  639,  Gobelinfragment.
K  187.000;  Nr.  640,  Große  Decke  aus  weißem  Seiden  und
Goldbrokat,  mit  buntem  Muster,  K  59.800;  Nr.  641,  Perserteppich ­
  Afghan,  K  49.500;  Nr.  644,  Teil  eines  Antipendiums,
K  55.200;  Nr.  743,  Großer  Rokokoofen,  K  148.500;  Nr.  744,
Großer  Kachelofen  von  viereckigem  Grundriß,  bunt  glasiert,

K  149.500;  Nr.  745,  Geschnitzter  Holzrahmen  mit  neun  eingelassenen ­
  itaiien'schen  Majoliken,  K  74.750;  Nr.  746,  Kachelofen ­
  aus  Fayence  mit  Blaumalerei,  K  126.000;  Nr.  747,  Bunter
Kachelofen/  Sockel  auf  sechs  gelb  glasierten  Löwen  ruhend,
die  Kacheln  mit  grünen  Blattrosetten  in  weißer  Umrahmung,
IC  138.000.
(Die  dritte  Wahliß-Auktion.)  Die  dritte  Wahliß-Auktion
  in  Wien  schloß  mit  einem  glänzenden  Ergebnis  ab.
Die  wichtigsten  Preise  sind:  Nr.  8,  Leonce  Chabry,  Winterlandschaft ­
  mit  Holzklauber  K  29.700;  Nr.  22,  J.  N.  Ender,
Abder  Ramans  Abschied  von  Granada  1492,  K  148.500;
Nr.  23,  L.  H.  Fischer,  Serail  in  Tunis,  K  45.100;  Nr.  35,
Godlevsky,  Junge  Frau  mit  Knaben  auf  einer  Anhöhe,
K  104.500;  Nr.  36,  Florentin  Houze,  Tryptichon,  K  59.800;
Nr.  38,  Italienischer  Meister,  um  1680,  Besuch  der  hl.  Anna
bei  der  hl.  Familie,  K  28.750;  Nr.  52,  Niederländischer
Meister,  Mitte  17.  Jh.,  Lustiges  Liebespaar  in  Landschaft,
K  50.600;  Nr.  60,  österreichischer  Maler,  18.  Jh.,  Prinz
Rohan,  K  45.100;  Nr.  79,  Eduard  Veith,  Die  beiden  Freundinnen, ­
  K  86.250;  Nr.  94,  Deutscher  Maler,  erste  Hälfte
19.  Jh.,  Mädchenbildnis,  K  33.000;  Nr.  143,  Dejeuner  für
zwei  Personen,  Blaue  Marke,  Wien  1827,  K  50.600;  Nr.  253,
Elfenbeinbild,  römische  kriegerische  Darstellung,  Mitte
18.  Jh.,  K  28.600;  Nr.  273,  Silberkrügel  mit  Henkel  und  Deckel,
Augsburg,  Mitte  17.  Jh.,  I<  42.900;  Nr.  293,  Silberhumpen,
K  38.500;  Nr.  380,  1  Paar  Chinavasen,  mythologische  Szenen,
K  24.150;  Nr.  385,  1  Paar  japanische  Kanghavasen,  K  23.100;
Nr.  431a,  Aufsatzkasten  im  Maria  Theresia-Stil,  K  39.100;
Nr.  456,  Großer  zweitüriger  Schrank,  im  Renaissancestil,
um  1850,  K  61.600;  Nr.  459,  Eintüriger  Schrank,  Tiroler  Arbeit,
um  1700,  K  34.500;  Nr.  460,  Zweitüriger  Garderobeschrank,
um  1750,  K  65.550;  Nr.  461,  Salongarnitur,  Barockstil,  um  1830,
K  35.600;  Nr.  481,  Bronzeuhr,  signiert  „Karl  Wurm",  Wien,
um  1790,  K  34.500;  Nr.  502,  Halbfigur  aus  Bronze,  Eleonore
Düse  darstellend,  signiert  „ZerritSch“,  K  58.650;  Nr.  503,Bronzegruppe, ­
  Tag  und  Nacht  darstellend,  K  48.400;  Nr.  504,  Zwei
Bronzegruppen,  Mutter  mit  Kind  und  Le  Conte  des  fee,  K  22.000
Nr.  630,  Russische  Cloisomri-Emaildose,  K  33.000;  Nr.  636,
Ein  Paar  Smaragd-Brillantboutons,  30  Brillanten,  zirka  drei
Karat,  K  195.500;  Nr.  640,  Silberkassette  für  24  Personen,
7536  g  Silber,  Altes  BescliaüZeichen  1843,  aus  der  Hoffabrik
Maierhofer  und  Klinkosch  in  Wien,  K  137.500;  Nr.  643,
Bochara,  kirschrot,  mit  Seidenglanz,  241x  185,  K  178.250;
Nr.  646,  Kassak,  Waffen-  und  Spinnenmuster,  202x  126,
K  27.500;  Nr.  653,  Kula-Gebetteppich,  weinroter  Fond,
190x  125,  K  25.300;  Nr.  655,  Schiras,  mit  Palmettenmuster,
205x  115,  Iv  32.200;  Nr.  657,  Anatolischer  Seidengebetteppich,
180x  126,  K  44.000;  Nr.  664,  Khiwa  (Yornud-Gebetteppich,
192x136,  K  52.-900;  Nr.  665,  Beschir  mit  Palmettenbordüre,
335  x  162,  K  166.750;  Nr.  672,  Yoraghan,  343  x  292,  K  149,500  ;
Nr.  678,  Kassak,  200x150,  K  35.650;  Nr.  680,  Dajhestan,
194  x  116,  K  27.500;  Nr.  684,  Sparta,  in  grünem  Fond,  335  x  278,
K  138.000;  Nr.  685,  Perser  Exote,  355  X  185,  K  86.250;  Nr.  690,
Khiwa  in  dunklen  Farben,  188x125,  K  39.675;  Nr.  692,
Sparta,  190x  127,  K  33.000;  Nr.  700,  Derbend,  288x  164,
K  57.500;  Nr.  701,  Verdüre,  französisch,  274x225,  um  1700,
K  341.000;  Nr.  703,  Daghestan,  1.  Hälfte  19.  Jh.,  K  33.350;
Nr.  704,  Zwei  Vasen,  modern,  mit  blauem  Bienenkorb,  K  37.400,
(Moderne  Gemälde  bei  Lepke.)  Die  augenblicklichen
Verhältnisse  auf  dem  Berliner  Kunstmarkte  spiegelt  der  folgende ­
  Bericht  wider,  den  wir  der  ,,Vossischen  Zeitung"  entnehmen ­
  :  Eine  Versteigerung  moderner  Gemälde,  die  diese
Woche  bei  Lepke  stattgefunden  hat,  bot  eine  nicht  uninteressante ­
  Gelegenheit,  festzustellen,  wie  weit  die  allgemeine
Flauheit  des  Kunstmarktes  auf  die  Bilder  neuerer  Maler  zurückwirkt. ­
  Gerade  eine  derartige  Auktion,  in  der  sich  einige
gute  oder  doch  bessere  Bilder  mit  der  Masse  dessen  mischen,
was  man  als  Marktware  bezeichnen  könnte,  vermag  einen
gewissen  Überblick  zu  schaffen.  Zur  Versteigerung  war  offenbar
alles  erschienen,  was  irgendwie  an  der  gegenwärtigen  Marktunsicherheit ­
  beteiligt  ist,  und  erw r artet  gewisse  Direktiven.
Eine  Auktion  kann  selbstverständlich  zurzeit  solche  Direktiven
nur  in  sehr  beschränktem  Maße  geben.  15%  Luxussteuer
und  10%  Auktionsgebühr  verteuern  das  Bild  um  nicht
weniger  als  25  ) / 0  gegenüber  seinem  Urpreise.  Immerhin
war  festzustellen  —-  wenn  man  von  Valutabildern  ganz  absehen
will  —-  daß  sich  das  Qüalitätsbild  noch  besser  zu  behaupten
vermag,  als  die  sogenannte  Marktware,  die  innerhalb  kurzer
Zeit  doch  um  etwa  50  v.  H.  gesunken  und  außerordentlich  unbegehrt ­
  ist.  Damit  prägt  sich  allmählich  auch  in  der  Auktion
ein  Verhältnis  aus,  das  immer  stärker  für  den  sich  neu  bildenden
            
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