MAK
Nr. 1 
Seite 3 
Internationale Sammler-Zeitung 
Nr. 133, Schüssel, Alpenl., 1762, K 5200; Nr. 134, Halsvase, 
Pers., 18. ]., K 25.000; Nr. 135, Schüssel, Österr., 18. J., 
K 2000; Nr. 136, Fruchtschale, Österr., 18. J., K 9000; Nr. 137, 
Krug einer Schneiderzunft, Alpenl., 1760, K 29.000; Nr. 138, 
Halsvase, Pers., 17. J., K 26.000; Nr. 139, Honigtopf, Alpenl., 
Iu7. J., K 2800; Nr. 140, Pluzer, Tirol., 18. J„ K 26.000; 
Nr. 141, Pers., 17. J., K 90.000; Nr. 142, Drei Ziegel, Deutsch, 
14.J., K 2000; Nr. 143, Kachel, Österr., 17. J., K 200; Nr. 144, 
Kachel, Österr., um 1600, K 5500; Nr. 145, und Nr. 146, 
Kachel, K 20.000; Nr. 147, Buch, Hafnerkeramik, Österr., 
K 500; Nr. 148, Ein Paar Löwen, Oberital., Mitte 15. 
K 2000; Nr. 149, Bartkrug, Köln., 16. J., K 50.000; Nr. 150, 
Löwe, Alpenl., um 1550, K 90.000; Nr. 151, Topf, Österr., 
um 1700, K 18.000; Nr. 152, Krug, Deutsch, Frechen, um 
1600, K 20.000; Nr. 153, Halsvase, Pers,, 16, J., K 200.000; 
Nr. 154, Ein Paar Löwen, Deutsch, 16. J., K 65.000; Nr. 155, 
Krug, Deutsch, Raeren, 16. J., K 28.000; Nr. 156, Ofenmodell, 
Alpenl., 17. J., K 33.000; Nr. 157, Krug, Köln, 16, ]., K 46.000; 
Nr. 158, Kleine Schnelle, Köln, vor 1600, K 130,000; Nr. 159, 
Krug, Raeren, 16. J., K 65.000; Nr. 160, Eckkachel, Deutsch, 
um 1500, K 3400; Nr. 161, Kachel, Nürnberg, 1631, K 120.000; 
Nr. 162, Becher, Oberösterr., um 1550, K 110.000; Nr. 163, 
Henkelkanne, Deutsch, 16. j., K 180.000; Nr. 164, Kachel, 
Springender Hirsch, Deutsch, um 1500, K 7000; Nr. J65, 
Topfkachel, Deutsch,, 15. J., K 3000; Nr. 166, Gesimskachel, 
Nürnberg, 16. J., K 3000; Nr. 167, Kachel, Deutsch, 1767, 
K 3000; Nr. 168, Zwei Kacheln, Deutsch, 15. J., K99000; 
Nr. 169, Schüssel, Österr., 17. J., K 17.000.; Nr. 170, Schüssel 
Österr., 17. J„ K 5500; Nr. 171, Schüssel, Österr., 17. J., 
K 10.000; Nr. 172, Fruchtschale, Österr., 18. J., K 4500; 
Nr, 173, Fruchtschale, Österr., 18. J., K 17.000; Nr. 174, 
Schüssel, Alpenl., um 1800, K 4600; Nr. 175, Schüssel, Österr., 
18. J., K 2200; Nr 176, Teller, Oberital., 17. J„ K 22.000; 
Nr. 177, Schüssel, österr., um 1700, K 900; Nr. 178, Kerzen 
halter, Österr., 18. j ., K 100; Nr. 179, Halsvase, um 1700, 
K 9100; Nr. 180, Vase, Jap., 18. J ., K 20.000; Nr. 181, Topf, 
Deutsch, 19. J., K 4500: Nr. 182, Krug, Siidd., um 1600, 
K.28.000; Nr. 183, Gefäß, Alpenl., 2. H. 18. J„ K 500; Nr. 184, 
Gefäß, Ghines., 19. J., lv 14.000; Nr. 185, Vase, Pers., 18.J„ 
K 31.000. 
Majolika und Fayencen. 
Nr. 186, Krug, Oberital., 18, J., K 6000; Nr. 187, Schüssel, 
Oberital., 17. }., Iv 130.000; Nr. 188, Schale, Faenza, 15. j., 
K 15.000; Nr. 189, Fragment, Lombard., 16. J., K 2100; 
Nr. 190, Schälchen, Oberital., 17. J., K 5500; Nr. 191, Ausguß 
kanne, Faenza, um 1450, K 4000; Nr. 192, Schale, Faenza, 
15, J., K 8000; Nr. 193, Zwei Fragmente, Derutä, 16. J., 
K 1Ö.000: Nr. 194, Bodenflies, Ital., 15. J., K 7000; Nr. 195, 
Schüssel, Ital., um 1700, K 80.000; Nr. 196, Krug, Oberital., 
um 1700, K 25.000; Nr. 197, Schnabelkrug, Florenz, vor 1500, 
K 8000; Nr. 198, Kanne, Florenz, vor 1450, K 13.000; Nr. 199, 
Schale, Hispano-mauresk, 16. J., K 45.000; Nr. 200, Schüssel, 
Oberital., vor 1500, K 1400; Nr. 201, Schüssel, Flispano- 
mauresk, 16. J., K 230.000; Nr. 202, Ausgußkanne, Florenz, 
Mitte 15. J., K 55.000; Nr. 203, Teller, Hispano-mauresk, 
Ende 15. ]., K 27.000; Nr. 204, Ausgußkanne, Faenza, 1. H. 
"15. J., K 90.000; Nr. 205, Kleiner, bauchiger Krug, Faenza, 
2. H. 15. J„ K 95.000; Nr. 206, Teller, Persien, 16. J„ K 95.000; 
Nr. 207, Ausgußkanne, Faenza, Anf. 15. J., K 58.000; Nr. 208, 
Große Schüssel, Faenza, Ende 16. j., K 400.000; Nr. 209, 
Schale, Hispano-mauresk, um 1450, K 150.000; Nr. 210, 
Pilgerflasche, Ital.. V6. J„ K 310.000; Nr. 211, Salzfaß, Urbino, 
16. J„ K 50.000; Nr. 212, Teller, Faenza, 2. H. 15. J„ K 95.000; 
Nr. 213, Krug, Faenza, Mitte 15. J , K 65.000; Nr. 214, Teller, 
Oberital., 1. H. 16. J„ K 160.000; Nr. 215, Schüssel, Hispano- 
mauresk, 15. J., K 150.000; Nr. 216, Halsgefäß, Persien, 16. J., 
K 210.000; Nr. 217, Schüssel, Florenz, 2. H. 15. J., K 100.0Ö0; 
Nr. 218, Schüssel, Hispano-mauresk, 15. J., JK 220.000; 
Nr. 219, Vier Ofenfliesen, Ital., 16. J., K 12.000; Nr. 220, 
Große Apothekervase, Florenz, 2. H. 15. ]., K 170.000; 
Nr. 221, Schale, Faenza, vor 1500, K 24.000; Nr. 222, Großer 
Albarello, 2. H. 16. J„ K 410.000; Nr. 223, Reliefplatte; 
Madonna mit Kind, Faenza, 17. J„ lv 200.000; Nr. 224, 
Schüssel, Hispano-mauresk, um 1500, K 170.000; Nr. 225, 
Krug, Oberital., um 1550, K 70.000; Nr. 226, Krug, Oberital,. 
Ende 17. ]., K 19.000; Nr. 227, Kanne, Oberital., um 1700, 
K 42.000; Nr. 228, Pilgerflasche,.Lombard., 16. j., K 17.000; 
Nr. 229, Teller,'Oberital., 16. J., K 11.000; Nr. 230, Kachel, 
Ital., 18. J„ K 2800; Nr. 231, Wandflies, Ital., 16. J„ K 4000; 
Nr. 232, Sechs Fragmente, Deruta, um 1550, K 2400; Nr. 233, 
Kanne, Florenz, vor 1500, K 1200; Nr. 234, Krug, K 5200. 
(Fortsetzung folgt). 
Die Ergebnisse der Auktion Bode. 
Man schreibt uns aus B e r 1 i n: 
Die Versteigerung der Bibliothek Wilhelm von 
B o d e s stand in erster Linie im Zeichen des berühmten 
internationalen Namens von Bode, in zweiter im 
Zeichen der Entwertung der Mark. Diesen beiden Um 
ständen ist es zuzuschreiben, daß Preise erreicht wurden, 
wie sie bisher in Deutschland wohl bei keiner Bücher 
versteigerung zu verzeichnen waren. Wäre übrigens ein 
temperamentvoller amerikanischer Interessent, der erst 
nach Beginn im Auktionshause von Lepkc erschien, 
schon zu Anfang der Versteigerung hier gewesen, dann 
•hätten die sechs Kataloge der Sammlung Morgan 
zweifellos mehr als eine Million Mark gebracht. So 
aber haben sie „nur“ Mk. 865.000 erzielt. Ihnen am 
nächsten steht die Summe von Mk. 300.000, die man für 
das 1802 vom österreichischen Handelsmuseum heraus 
gegebene Werk „Orientalische Teppiche“ gab. 
Mk. 50.000 brachte sodann das im Anschlüsse an dieses 
Teppichwerk veröffentlichte Buch „Altorientalische 
Teppiche" mit der Einleitung Wilhelm von Bodes und 
dem Text Friedrich Sarres. Aber das sind bloß einige 
Proben aus der Reihe der großen Preise. Sehr hoch 
gingen daneben alte Jahrgänge der Kunstzeitschriften, 
ferner die auch sonst gesuchten Versteigerungskataloge 
bekannter Sammlungen. So zum Beispiel das Reper 
torium für Kunstwissenschaft (von Jahrgang I 1876 
an bis 1920) Mk. 35.000, Auktionskatalog Lanna 
(3 Bände) Mk. 3200, Katalog der Sammlung Lippmann, 
der mit Mk. 20 ausgerufen wurde, Mk. 640 usw. Wie 
unsinnig bisweilen die Leute einander überboten, be 
wies folgende Episode: Das 1906 zu New York erschie 
nene Buch The Tiffany; Studios Collection of Orienta 
Rugs wurde mit Mk. 20 ausgerufen und auf — Mk. 15.000 
hinaufgesteigert. In vielen Fällen wurden Bücher, die 
noch im Buchhandel zu haben sind, weit über den 
Ladenpreis bezahlt — eine Beobachtung, die man 
übrigens auch bei anderen Auktionen machen 
konnte. 
Bode hat das ganze Ergebnis der Auktion, das sich 
auf Mk. 2,940.429 belief, dem Staate als Beitrag zur 
Fertigstellung des Asiatischen Museums in Dahlem zur 
.Verfügung gestellt. Über den Grund der Schenkung 
beträgt, äußerte sich Bode wie folgt; Wenn man meint, 
daß das doch vielleicht ein gar zu großes Opfer meiner 
seits sei, so gebe ich zu, daß es in keinem Verhältnis 
zu meinem Vermögen steht, das cs um reichlich das 
Doppelte übersteigt. Aber um die Sammlungen unserer 
Museen, von denen ich in den fünfzig Jahren meines 
Museumsdienstes, verschiedene selbst zusammenge 
bracht habe, zu retten, schien mir kein Opfer zu groß. 
Sie sind aber nach meiner Überzeugung, die ich bisher 
an maßgebender Stelle leider nicht zur Geltung bringen 
konnte, durch die jetzige Ausführung der Neubauten 
aufs schwerste gefährdet. Ich bin überzeugt, daß der 
Herr Minister B o e 1 i t z, wenn er demnächst selbst 
die Museumsbauten besichtigen und die Lage der 
einzelnen. Abteilungen prüfen wird, meine schweren 
Bedenken — ein großer Teil der Bilder ist noch immer 
nur magaziniert — würdigen und für eine Fortsetzung 
der Neubauten nach dem von mir vorgeschiagenen Ihan, 
für den allein ich jenes Opfer bringen kann, einzutreten 
suchen wird." 
Auf die Frage, welches denn dieser Plan sei, er 
widerte Bode, daß er darauf jetzt noch nicht eingehen 
könne, weil dabei nicht nur die schwierigsten sachlichen, 
namentlich finanziellen Fragen in Betracht kämen, 
sondern auch sehr heikle persönliche Fragen. 
Nachstehend die wichtigsten Preise;
	        
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