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1 nternätionale Sammler-Zeitung. 
Nr. 2 ‘ 
Binck, Pencz, H. S. Beham, Aldegrever, V. Solis und die Schweizer 
Urs Graf, Holbein, Stimmer und Wyssenbach, von Holländern 
Nie, Kunst, Jan Swart, Blockfandt, Goltzius, de Gheyn, ferner 
Buytewech, Aver Camp, Van de Velde, Molin, Goyen. Koghman, 
Breenburgh, C. Vroom, P, Quart, Rembrandt, Lievens, Ostade i 
Van der Heist, Wyck, Ph. Köninck, Furnerius und andere Sehr 
gut sind auch die Italiener und Franzosen vertreten, erstere 
durch Corregio, Girolamo da Carpi, Meldolla, Saivlati, Cambiaso, 
Veronese, Zuccaro, Ligozzi, Malosso, Caracci, Jan Lys, Guido 
Reni, Guereind, Cantarini etc,, letztere durch Callot, Poussin. 
Claude Lorrain, Boucher, Grenze, Fragonard, Le Vasseur und 
Baissien Norblin. Die zirka 1000 Nummern umfassenden Kupfer 
stiche setzen sich aus den Beständen der Sammlungen Doktor 
Ottokar Mascha (Wien) und H. C. Valkema B 1 o u w De- 
venter) zusammen. Das Meiste scheint der unseren Lesern be 
stens bekannte Ropsforscher Dr. Mascha beigesteuert zu haben 
Wir finden da die Hauptblätter vorf Dürer und Rembrandt 
in prachtvollen Abdrücken. Ferner sehr schöne Blätter von 
Aldegrewer, Altdorfer, Callot, Hogarth, Ostade, Ploos vati Amsteg 
Ramberg, Raimondi, Martin Schongauer etc. Besondere Be 
achtung verdienen die Convolute, die in Holland nicht wahl 
los, sondern nach gewissen Gesichtspunkten zusammengestellt 
zu werden pflegen. So ein Convolut ist gewöhnlich eine kleine 
Kollektion von Blättern, die sich auf eine bestimmte Gattung, 
ein Thema oder eine Persönlichkeit beziehen. So verzeichnet 
der Katalog zum Beispiel ein Convolut von Porträts, in denen 
Künstler, wie Daule, Cherlan, Grateioute, Faithorne, Quiter, 
Houbraken, Gole, Savart, Saint Aubin vertreten sind. Ein anderes 
Convolut vereinigt Gravüren von und nach Brueghel, Brescia, 
Virgil Solis und anderen. 
(Eine aparte Wohnungseinrichtung) kommt am 
24., 25. und 26. Jänner in Wien, VII Bezirk, Lindengasse 43 
(Ecke Ncubaugasse) zur Versteigerung. Besonders hervorzuheben 
wäre das Mobiliar, unter dem sich ein Baldachinbett im 
Stile Louis XV. aus indischem Eichenholz, sowie ein vergoldetes 
Messing-Doppelbett befindet. Die Pracht dieses Bettes erklärt 
sich damit, dass es für den Schah von Persien bestimmt war 
und nur durch einen Zufall nicht in dessen Besitz gelangte. Rei 
zend ist eine Gobelin-Garnitur, die aus einem Sofa, zwei Fau 
teuils, zwei Sesseln und einem Tische besteht. Unter den son 
stigen Objekten wäre noch eine Schmuckschatulle aus Bronze mit 
Halbedelsteinen zu nennen. Ausführliche Verzeichnisse der Ein 
richtungsgegenstände sendet auf Verlangen kostenlos der Kunst-’ 
händler Herr August Johannes Schelle, Wien, I., Michaeler- 
platz 6, der auch die Auktion leitet. Die Gegenstände können 
vom 20. bis 24. Jänner int Auktionslokale besichtigt werden. 
(Versteigerung einer Tassensammlung.) Be- 
Rudolph Lepke in Berlin wurde in zweitägiger Versteigerung 
eine Sammlung wertvoller Tassen aus Berliner Privatbesitz 
unter den Hammer gebracht. Alle Manufakturen waren durch 
erlesene Stücke vertreten, von denen selbst die einfachsten nicht 
unter Mk. 100 fortgingen, während 89 Nummern mehr als Mk. 1000 
und unter diesen wieder 7 mehr als Mk. 5000 und 2 mehr als 
Mk. 10 000 das Stück erzielten. Den Anfang machten 98 Tassen 
aus der Berliner Manufaktur,. von denen eine lackrote, mit 
Schwänen im Schiff in radiertem Gold auf Mk. 4000, eine andere 
mit dem in Grau gemalten Bilde Friedrich Wilhelms II. als 
Kronprinz auf Mk. 4000 und eine konische Tasse mit Blumen 
stücken in Gold auf Mk. 3400 zu stehen kam. Ungleich höher 
stiegen die Preise bei den Wiener Tassen, von denen eine 
mit reichem Golddekor und der Jahreszahl 1799 den Höchstpreis 
der ganzen Sammlung mit Mk. 21.000 erzielte. ' Eine grosse 
Kaffeetasse mit farbigen Ansichten der Sladt Wien vom Bel 
vedere und der Stephanskirche und den Jahreszahlen 1819 und 
1820 ging für Mk. 6500, eine zylindrische Tasse mit der Göttin 
Juno auf Wolken aus dem Jahre 1815 für Mk. 4100 und eine 
andere in ähnlicher Form, in Königsblau mit reichern Bildschmuck 
in Hochgold, aus dem Jahre 1797, für Mk, 5000 fort. Hatten die 
98 Tassen aus der Berliner Manufaktur einen Gesamtbetrag von 
Mk. 74.930 ergeben, so brachten die 24 Wiener Tassen einen 
solchen von Mk 70.930. Unter den Tassen verschiedener deut 
scher Manufakturen brachte eine Frankenthaler Deckcltasse 
Mk. 5200, eine Fuldaer Tasse- aus dem 18. Jahrhundert Mk. 4000, 
eine grosse Einsatztasse mit bunten Blumenstücken aus der 
Höchster Manufaktur ebenfalls Mk. 4000 und eine Nymphen 
burger Tasse mit einer farbigen Uferpartie sowie eine Fürsten 
berger Deckeltasse mit Silhouettenkopf je Mk. 3600. Die 26 Tassen 
dieser kleinsten Gruppe erzielten zusammen Mk. 44.650. Die 
Manufaktur von Meißen war mit 65 Stück vertreten, die nicht 
weniger als Mk. 113.000 brachten, darunter als Höchstpreis dieser 
Gruppe Mk. 14.000 für sechs zusammengehörende Tassen mit 
Watteauszenen in Kartuschen aus Goldspitzen. Eine hohe Becher 
tasse mit reichem Dekor in Gold und Grün wurde mit Mk. 6500, 
eine andere in ähnlicher Art und Verzierung mit Mk. 7100 und 
eine vierpassigeJTasse mit der Schwertermarke aus der Zeit um 
1720 mit 5300 Mark bezahlt Den Schluss machten 86 Tassen 
aus verschiedenen Manufakturen in Thüringen, -Böhmen, ferner 
aus russischen und englischen und aus Paris, die zusammen 
Mk. 45 300 erzielten. Eine Tasse mit fünf Silhouettenporträts, 
wahrscheinlich Gothaer Fabrikat, ging für Mk. 2050, eine grosse 
russische Tasse auf Löwenfüssen für Mk. 1300 und eine hohe 
Glockentassc mit reicher Vergoldung für Mk 1250 fort. Die für 
die ganze Sammlung erzielte Summe betrug 348.000 Mark. 
AUSSTELLUNGEN. 
Berlin. Graphisches Kabinett J. B. Neumann, Max 
Be c k m a n n - Ausstellung, Gemälde und Graphik aus den 
Jahren 1915—1921. 
Düsseldorf. Kunst verein für die Rhein lande 
und Westfalen. Düsseldorfer Bildnismalerei der Vergangen- 
h e i t. 
Köln. Kunstsalon Hermann Ab eis. Graphik und Aquarelle 
des „Bundes zeichnender Künstler Deutschlands.“ 
Magdeburg. Kunstverein. Gemälde aus Privatbesitz 
Wien. Belvedere, IV, Favoritenstrasse. Gobelins aus 
ehemaligem Hofbesitz. 
Galerie S ä n k t L u kra s. I., Josefsplatz 5. Kollektiv-Aus 
stellung Enrika Abels d’ A1 b e r t. (Oelgemäldc, Farbstiftzeich 
nungen und-Skulpturen.) 
AUKTIONEN. • 
16. bis 19. Jänner. Wien. Glückselig & W ä r u d o r- 
f e r. Sammlung.Dr. Max S t r a u IS (Wien). Porzellan und deut 
sches Glas. 
17. und 18. Jänner. Halle. A. Riechmann & Co. Mün 
zen und Medaillen. 
23. bis 25. Jänner. Berlin. Hollstein&Puppel. Samm 
lung Hofmaler Johann Heinrich Beck-Dessau. Kupferstiche, 
Radierungen, Holzschnitte, Handzeichnungen des 18. und 19. Jh. 
moderne Graphik, illustrierte Bücher, farbige Schweizer Ansichten 
und Kostüme. 
23. bis 28. Jänner. Wien. Dorotheum. Sammlung Erz 
herzog Ludwig Viktor. V. Kunstauktion. Miniaturensamm 
lung, Dosen, Fayencen, Kunstgewerbe, Gemälde. Nachlaß Albert 
Schindler, Gemälde und Zeichnungen. 
24. und 25. Jänner. Amsterdam. R. W. P. de Vries. 
Sammlung kostbarer alter Handzeichnungen aus dem Besitze 
des Fürsten S. B., Kupferstiche der Sammlungen Dr. Ottokar 
Mascha (Wien) und H. C. Valkema B1 o u w (Denter). 
25. Jänner und folgende Tage. Wien. Leo Schidlof. Ge 
mälde und Kunstgegenstände. 
31 Jänner. Frankfurt a. M. Rudolf Bangel. Sammlung 
Baron Kaspar Hans Edler v. P u 11 i t z , Gemälde alter und mo 
derner Meister, Möbel, Gobelins, Kunstgewerbe. 
. 6. und 7. Februar. München. Emil Hirsch und Martin 
Breslauer (Berlin). Bibliothek Baron Berg. 
9. Februar und folgende Tage. München. Hugo H e 1 b i n g. 
Kupferstichauktion. 
Mitte Februar: Wien. Leo Schidlo'f. Gemälde, Minia 
turen, Antiquitäten. 
2. Hälfte Februar. München. Hugo H e 1 b i n g. Moderne 
Gemälde aus dem Theatermuseum der Clara Ziegler-Stiftung 
(München) und anderem Besitz. 
20. bis 23. Februar. Bonn. Matth. Lern p e r t z. Nachlaß 
Dr. H. Prieger (Bonn) und die Büchersaramlung eines rhei 
nischen Bibliophilen. Frühe Diuckc, Kupferstichwerke und illu 
strierte Bücher. 
21. Februar. Frankfurt a. M. Rudolf Bangel. Künstle 
rischer Nachlaß Professor Adolf Schreyer. Nachlaß Frau 
Professor M. Schreyer (Frankfurt a. M.) 
Anfangs März. Wien. Dorotheum. Sammlung eines 
Wiener.Musikgelehrten. Hervorragende italienische Renaissance- 
skulpturen des 14.—16. Jh., Gemälde, Kunstgewerbe usw.
	        
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