MAK
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Internationale Sammler-Zeitung Nr. 7 
Preise für 5fas und fPorzettan. 
(Schluss.)* 
Andere deutsche Manufakturen. 
Nr. 440 Wahrsagergruppe, Höchst, Marke Rad, um 1750, 
K 850.000. Nr. 441 Porträtrelief des Fürstbischofs ßreidbach, 
Höchst, um 1770, Modell Melchior, K 2,500.000. Nr. 442 Mädchen 
und Katze, Höchst, um 1770, Modell Melchior, K 520.000. Nr. 443 
Knabe mit Krug, Damm, Marke Rad, 1840—1850, K 620.000. 
Nr. 444 Sechs Tassen mit Untertassen, Ludwigsburg, K 46.000. 
Nr. 445 Tasse mit Untertasse, Ludwigsburg, um 1765, K 50.000. 
Nr. 446 Madonna auf der Weltkugel, Fulda, K 9,400.000. Nr. 447 
Herbst, Ansbach-Bruckberg, um 1770, K 75.000. Nr. 448 Vier 
kleine Tassen, Kloster Veilsdorf, K 40.000. Nr. 449 Deckelhumpen, 
Kloster Veilsdorf, um 1770, hiezu Schlüssel, Wien, Blaumarke, 
K 130.000. Nr. 450 Dame, Thüringen, um 1770, K 56.000. Nr. 
451 Körbchen, Limbach, um 1770, K 51.000 Nr. 452 Kleiner 
Fischverkäufer, Fürstenberg, um 1760, K 210.000. Nr. 453 Ein 
Paar Kannen, England, 18. J., K 140.000. Nr. 454 Königin, 
Chelsea, 18. J., K 90.000. Nr. 455 Kännchen, Worcester, um 1770, 
K 20.000. Nr. 456 Dose, Mennecy, Mitte 18. J., K 440.000. Nr. 457 
Desgl. K 280.000. Nr. 458 Schale, Zürich, um 1770, K 14(1000. 
Nr. 459 Schlittschuhläuferin, Zürich, um 1770, K 1,350.000. Nr. 460 
Jäger, Zürich, um 1770, K 780.000. Nr. 461 Zuckerdose, Zürich, 
um 1770, K 420.000. Nr. 462 Teekanne, Schweiz (?), Anf. 19. J., 
K 200.000. Nr. 463 Dame in Krinoline, Venedig, Anf. 18. Jahrh., 
K 90.000. Nr. 464 Blumenverkäuferin, Italien, 18. J., K 70.000. 
Nr. 465 Vier Tassen mit drei Untertassen, Ital., Ende 18. Jahrh., 
K 11.500. Nr. 466 Vase, Moskau, um 1790, K 280.000. Nr. 467 
*) Siehe die Nummern 3, 4, 5 und 7. 
Mädchen mit Hund, Strassburg, nach 1755, K 50.000. Nr. 468 
Biscuitfigur, Niederwiller, um 1770, K 180.000. Nr. 469 Tasse 
mit Untertasse, Franz., Anf. 19. J., K 165.000. Nr. 470 Tasse mit 
Untertasse, Franz., Anf. 19. J., K 110.000. Nr. 471 Schokolade 
tasse mit Untertasse, Franz. (?), zirka 1820, K 150.000. Nr. 472 
Liegende Kuh als Terrine, Prag, erste Hälfte 19. J., K 400.0,0. 
Nr. 473 Schokoladetasse mit Untertasse, Schlaggenwald, 19. j., 
K 400.000. Nr. 474 Schokoladetasse mit Untertasse, Schlaggen 
wald, 19. J., K 360.000. Nr. 475 Flakon, Schlaggenwald, erste 
Hälfte 19. J., K 30.000. Nr. 476 Gruppe: Pferd und Hund, Schlag 
genwald, 1. H. 19. J., K 38.000. Nr. 477 Miniaturservice, Schlaggen 
wald, 1. H. 19. J., K 76.000. Nr. 478 Schokoladetasse mit Unter 
tasse, Schlaggenwald, K 400.000. Nr. 479 Molkenbecher, Pirk-- 
hammer, 19. J., K 28.000. Nr. 480 Flache Tasse mit Untertasse, 
Böhmen, 1. H. 19. J., K 68.000. Nr. 481 Hocker mit Katzen, Böhm., 
1. H. 19. J., K 15.000. Nr. 482 Kumpte, China, um 1700, K 640.000. 
Nr. 483 Ein Paar Salzgefässe, China, um 1700, K 57.000. Nr. 484 
Korb, Fayence, 18. J., Kelsterbach (?), K 52.000. Nr. 485 Ente 
als Terrine, Fayence, Deutsch, 18. Jahrhundert, K 160.000. 
Nr. 486 Teedose, Steinzeug, Bayreuth, um 1730 K 140.000. Nr. 
487 Platte, Fayence, Straßburg um 1700 K 52.000. Nr. 488 Teller, 
Fayence, Savona, 18. J. K 34.000. Nr. 489 Teller, Fayence, Rouen, 
18. J. K 19.000. Nr. 490 Kleiner Standleuchter, 19. J. K 10.000. 
Nr. 491 Tintenzeug, Ende 18. J. K 2O.OC0. Nr. 492 Ein Paar 
Deckelgefäße, Ende 19. J. K 25.000. Nr. 493 Kleiner Pudel, 
19. J. K 5500. Nr. 494 Puppenservice, erste H. 19. J. K 6000. Nr. 
495 Puppenservice, erste H. 19. J. K 7000. Nachtrags-Nr. 496 
Zwölf Paare Messer und Gabel, Meißen, um 1740 K 160.000. 
Chronik. 
AUTOGRAPHEN. 
(Versteigerung in Berli n.) Die von Karl Ernst 
Henrici und Leo Liepmannssohn in Berlin gemeinsam ver 
anstaltete Auktion erstreckt sich auf Musiker, Schauspieler und 
Sänger, wie bildende Künstler. Besonders hervorheben möchten 
wir die vollständige Handschrift von Schuberts „Totengräber- 
Weise“ von Schlechter, 6 volle Seiten, einen prachtvollen Brief 
Beethovens an Dr. Josef Ignaz Edlen v. Varena in Graz, ein 
Skizzenblatt aus dem Cis-moll-Quartett Beethovens, ein Studien 
blatt über Stimmführung im Quartettsatze von Mozart, ein 
unveröffentliches Albumblatt von Brahms und Mozarts Hand 
exemplar einer vierbändigen Ausgabe seines italienisch-deutschen 
Wörterbuches mit eigenhändigen Eigentunisvermerken und Na- 
mensbezeichnungen. Mozart-Freunde wird auch eine seltene 
Reliquie des Meisters interessieren: ein Büschel Haare, dessen 
Echtheit vielfach bezeugt ist. 
BIBLIOPHILIE. 
(Der Goldene Codex derMünchener Staats 
bibliothek.) Der Direktor der Handschriftenabteilung der 
Bayerischen Staatsbibliothek, Dr. Georg L e i d i n g e r, ver 
öffentlicht jetzt in einem grossen Prachtwerke eine der grössten 
Kostbarkeiten der ihm anvertrauten Sammlung, den sog. Codex 
Aureus. Dieser auf Veranlassung Karls des Kahlen 870 voll 
ständig in Gold auf elfenbeinfarbigem Pergament geschriebene 
Text der vier Evangelien ist von einem Meister karolingischer 
Buchkunst mit einer unerschöpflichen Fülle von Ornamenten 
und Zierrat geschmückt worden. Die Vorsatzseite bringt das 
Bild des Abtes Ramwold, cs folgen acht herrliche Zierseiten mit 
der Vorrede und dem Prologe des heiligen Hieronymus und 
seiner Widmung an den Papst Damasus, dann die berühmten 
Blätter mit dem Bilde Karls des Kahlen, der Anbetung des 
Lammes und des Christus mit den Propheten und Evangelisten, 
endlich 12 Tafeln, die die Evangelien-Konkordanz in der be 
kannten Kanones-Umrahmung zeigen. Vor dem Evangelium des 
Matthäus erscheint das Bild des Evangelisten. Bei seinem Text 
bricht die vorläufig vorliegende Lieferung des Werkes ab, das 
in der Vollendung seiner Wiedergabe das deutsche Können in 
Vergangenheit und Gegenwart würdig vertritt. 
(Diebstähle in der Berliner Staatsbibliothek.) Ein 
Diebstahl, durch den die Berliner Staatsbibliothek um eine Reihe 
der wertvollsten Bücher beraubt worden ist, ist jetzt aufgeklärt 
worden. Die Bibliothekare der Inkunabel-Abteilung bemerkten 
den Abgang seltener und kostbarer Stücke. Darunter befand sich 
auch ein sehr früher und seltener Gutenberg-Druck, ein „Mat 
thäus de Krakovia“, ferner ein ebenso seltenes Andachtsbuch 
in deutscher Sprache „Zeitglöcklein“, das einer der ersten der 
artigen Drucke war und in Basel 1492 hcrausgekommen ist. 
Außerdem der Augsburger Druck der Griseldis "und von den 
beiden vorhandenen Exemplaren des berühmten Baseler Druckes 
des „Morallehrbuches des Ritter vom Turn“, 1493 erschienen, 
das bessere Stück, das mit Holzschnitten versehen ist, die dem 
jungen Dürer zugeschrieben werden. Die Ermittelungen ergaben 
Verdacht gegen den Studienrat Dr. D o b e, der dem Sophien- 
Gymnasium angehört. Tatsächlich wurde ein erheblicher Teil 
der gestohlenen Bücher, darunter fast die ganzen Frühdrucke, 
die aus der Inkunabel-Abteilung verschwunden waren, in den 
Schränken des Studienrates gefunden. Der Studienrat erklärte, 
daß er diese Stücke aus dritter Hand erworben habe. Das ist 
aber kaum anzunehmen, da der Wert der gestohlenen Stücke 
heute sicher eine Million Mark beträgt. Außerdem hätte es dem 
fachkundigen Sammler auffallen müssen, daß die Raritäten, die 
dem Staatsbesitz entstammen, in derart reichhaltiger Zusammen 
stellung aus fremder Hand ihm angeboten wurden. Dr. Dobe, 
der schon früher aus der Staatsbibliothek Duplikate erworben 
hat, hat auch seinerseits Stücke verkauft. Darunter haben sich 
auch wertvolle Frühdrucke befunden, die aber kaum aus 
dem Besitz der Staatsbibliothek stammen, über deren Herkunft 
aber nachgeforscht wird. 
BILDER. 
(Verkauf eines Rembrandts in Budapest.) Aus 
Budapest wird gemeldet: In hiesigen Künstlerkreisen wird viel 
über den Verkauf eines echten Rembrandt gesprochen. Einer 
der bekanntesten Aristokraten Ungarns — ein Politiker und 
Kunstfreund — erwarb das Gemälde vor vielen Jahren um einen 
für die damalige Zeit recht ansehnlichen Betrag, obgleich man 
von mancher^Seite behauptete, dass das Bild nicht von Rem 
brandt selbst, sondern von einem seiner begabten Schüler nach 
den Anleitungen des Meisters gemalt sei. Seither haben jedoch 
europäische Autoritäten das Bild, wiederholt geprüft und fest 
gestellt, dass es sich zweifellos um ein Bild des unsterblichen 
Meisters handelt, und die moderne Kunstgeschichte verzeichnet 
das betreffende Werk als echten Rembrandt, der sich im 
Besitze eines ungarischen Aristokraten befindet. Schon früher 
waren dem Besitzer Kaufanträge fremder Kunstfreunde und aus 
ländischer Galerien zugegangen, die das Gemälde zu erwerben 
trachteten, doch der Magnat wollte sich von seinem Rembrandt 
nicht trennen, der das herrlichste Kunstwerk seines an Bildern, 
Statuen und Antiquitäten reichen Heims war. ln den letzten 
Monaten häuften sich die Angebote, und schließlich bot ein 
Mittler 350.000 Schweizer Francs für den Rembrandt, eine Summe, 
die schließlich den Eigentümer bewog, das Bild zu verkaufen. 
Diese 350.000 Schweizer Francs machen über 50 Millionen Kronen 
aus, 'doch soll an Steuern, Gebühren und Provisionen ein großer
	        
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