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rung, darunter Abschläge der Talerstempel von 1625
und 1624 zu 8 bezw. 4 Dukaten und des Kreuzer
stempels von 1640 zu y 2 Dukaten, 4, 3 und 2 fache
Talerklippen, Schraubentaler mit Miniatur-Einlagen, 7
Typen von Kippermünzen, auf deren Serien bereits
oben hingewiesen wurde, 2 Typen der Bergwerks
marken.' 3 )
G u i d o b a 1 d Graf Thun, 1654—1668, 38 in
16 Typen, darunter 6fache Dukaten von 1655, Dukaten
klippe von 1657, ein Schraubentaler — Zwitter mit
floris — ohne Einlage, moderne Jagdmünze mit der
lahreszahl 1661. 3 )
Max GandolphGraf Kuenburg, 1668 bis
1687, 104 in 39 Typen, die Doppeltalerklippe ohne
Jahreszahl, 12 und 5 Dukatenstücke von 1668 und 16
mit dem Gegen Stempel von 16 81 gemarkte
Stücke.
Johann Ernst Graf Thu n, 1687—1709, 72
in 29 Typen, darunter die Wahlmedaille in Silber, die
Auswurfmünzen von 1699 zu V* Dukaten, '/*> Vo und
V, Taler, 10 und 2facher Dukaten, Schraubentaler mit
Unterseite von 1642 ohne Einlage und ein moderner
Jagdanhänger mit der Jahreszahl 1689.
Franz Anton FürstHarrach, 1709—1727,
77 in 27 Typen, darunter Medaille zu 10 Dukaten von
1711 und 5 Dukaten von 1709, der Inthronisationstaler
von 1709 und der Vierteltaler von 1710, der ihm als
letzte gewalzte Münze besonders wert war. Mit Taschen
werken wurde noch bis 1758 gemünzt.
■ Leopold Antom Freiherr von Firmian,
1727—1744, 67 in 15 Typen, darunter die Wahhne-
daille zu 10 Dukaten von 1727, der Halb- und Viertel-
Taler von 1728.
Jakob Er nestGrafLiechten stein, 1745
bis 1747, 16 in 10 Typen, darunter die Wahlmedaille von
1745 zu 6 Dukaten.
Andreas Jakob Graf Dietrich stein,
1747-1753, 43 mit 12 Typen.
Sigismund 111. Graf Schratten bach,
1775—1778, 233 in 46 Typen mit der Wahlmedaille
von 1753, der Medaille mit der Stadtansicht von 1756,
der Verdienstmedaille o. J., Medaille auf den Münz
besuch 1766 und auf den Durchbruch des Neutors
1767, Sechs- und Fünfdukatenstück von 1760, bez. 1759.
Domkapitel sede vacanta, 1771—1772,
2 Medaillen und Dukaten.
Hieronymus Graf Colloredo, 1772—1803,
109 in 26 Typen, darunter die Wahlmedaille von Krafft
zu 8 Dukaten und in Silber zu 16 g, von Matzenkopf
zu 13 g, die Tapferkeitsmedaille von 1799, Doppel- und
einfacher Dukaten auf das Jubiläum 1783, eine Serie
von 7 Talern des Jahres 1772, welche Hinterstoisser
auf die Eitelkeit Colloredos zurückführte, der sich in
2 ) Wiener numis. Zeitschrift IV (1911) x (1917).
3 ) Blätter für Münzfreunde 1922, Nr. 5, S. 289.
Sammler-Zeitung 1
den zopfigen Porträts Matzenkopfs nicht gefiel, bis sich
dieser das von Krafft geschnittene Bildnis zum Vorbilde
nahm; der sogenannte Löwentaler von 1790, der Du
katen und Taler von 1803,
Kurfürst Ferdinand, 1803—1806, 22 in 12
Typen, darunter die Medaille auf den Regierungsantritt
1803 von Wirt, Dukaten und Taler von 1806.
Max Josef König von Bayern, 1809—16,
3 Zinnmedaillen auf die Einverleibung Salzburgs von
F. H. Matzenkopf und Zinnabschläge beider Seiten.
Den auf Salzburg Bezug habenden
Stücken dieser Gruppe brachte Hinterstoisser offen
bar, wie auch dem Mittelalter, geringeres Interesse ent-
gegen.
Unter den kirchlichen Geprägen, 86 in 78
Typen, sind die Medaillen des Administrators Max
Grafen v. Firmian, 1822 von Lang, die Bronze
porträtsmedaillen der nicht regierenden Erzbischöfe
Augustin Gr über 'und Maximilian von
Tarnoczy von Gube, die Medaillen des Domkapi
tulars Anton Graf Lodron, 1591, der See Esche
Messinganhänger auf das Jubiläum der Stifte St. Peter
und Nonnberg 1682 mit der Benediktiner Madonna
von Piscinala, die Jubiläumsmedaillen des Kollegiat-
stiftes Mattsee 1877 und 22 Emigrationsmedaillen —
hievon 5 Schraubenmedaillen — hervorzuheben.
Von den p r o f a n e n G e p r ä g e n, 36 mit 34 Typen,
stammen vier aus anderen österreichischen Werkstätten,
ein Stück ist Zinnabschlag eines Typares und sind
noch die Medaillen auf das Leihhausjubiläum 1847, auf
5 Festschießen und 4 Mozart Medaillen, von den 3 Ge
prägen der Suffraganate die Bronzemedaille des
Bischofs von Gurk Franz Salm-Reifferscheid auf die
erste Glocknerbesteigung 1799 von Garnisch zu er
wähnen.
Die der Sammlung angeschlossenen 12 a u s ländi
schen Gepräge bieten kein besonderes Interesse.
Konnte sich Hinterstoisser bei einer Ueberschau
über seine Sammlung mit berechtigtem Stolze des Er
folges seiner Sammeltätigkeit erfreuen, so beschleicht
uns hiebei eine stille Wehmut und trübt den Genuß
des Erschauten der Gedanke, daß mit dem Verscheiden
des Gründers auch sein Werk dem Verfalle geweiht
ward. Was Hinterstoißer mit Fleiß und Ausdauer, Ver
ständnis und Bedacht, Liebe und Geschmack bisweilen
unter Versagen der Befriedigung brennender Wünsche,
zu schöner Einheit gebracht, soll zerstieben und die
einzelnen Stücke sollen, sofern sie nicht in öffentlichen
Sammlungen ihren ferneren Standort finden, um den
Kreislauf von neuem zu beginnen, in die weite Welt
zerstreut werden! Mit diesem Gedanken kann nur die
Erwägung versöhnen, daß sie die Mittel zur Bildung
einer neuen Einheit, der der Heimatsliebe des Dahin
geschiedenen entsprungenen, dem Heile der Landsleute
dienenden Stipendienstiftung bieten sollen.
‘Bücher, die man tesen soff.
Von Hermann
Das Bücherlesen bedeutet eine Flucht aus dem
Alltag, entspringt einem Bedürfnis nach einem tieferen
Erlebnis, das die einförmige Wirklichkeit in immer ge
ringerem Maße bietet. Der Leser sind heute viele, aber
sie gehen durch die Welt der Bücher, wie durch einen
Wald, in dem sie sich nicht auskennen. Zumeist ist es
der Erfolg eines Werkes, der für den Lesehungrigen
maßgebend ist. So entstehen die nicht mit Unrecht
etwas berüchtigten „Bücher der Saison“, die für ein
oder zwei Jahre an die Oberfläche getrieben werden
um dann zu verschwinden Das sind die Moden, die
Menkes, Wien.
Sensationen der Literatur. Das Bleibende jedoch ist von
stiller und langsamer Wirkung.
Gibt es im Geschmack etwas Positives, ewig Gül
tiges und Unwandelbares? Es gibt auch hier Wellen
bewegungen, unwägbare Einflüsse. Unser Verhältnis zur
Kunst ändert sich mit den Epochen, wie unsere Ein
stellung den übrigen Lebenserscheinungen gegenüber.
Davon wird das Schicksal der Kunstwerke bestimmt. Der
persönliche Geschmack ist etwas Subjektives, vom letzten
Wesen des Einzelnen bestimmt. Und nichts kann mich
in ähnliche Verlegenheit versetzen, wie die Frage, wel-