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MAK

Full text : Jahrgang 16 (1924) (13)

Seite  104

Nr.  13

Internationale  Sammler-Zeitung

AUKTIONEN.
30.  Juni  und  1.  Juli.  Pistyan.  Ostslovakisches  Museum.
Sammlungen  Palffy.  Gemälde  alter  und  moderner  Meister
Möbel,  Porzellan  etc.
30.  Juni  und  1.  Juli.  Frankfurt  a.  M.  Leo  Hamburger.
Vierteltaler.
30.  Juni  und  t.  Juli.  Braunschweig.  Dr.  Franz  Ferdinand
Kraus.  Münzen  und  Medaillen  von  Braunschweig  und  Nieder-Sachsen.

7.  und  8.  Juli.  Luzern.  Galerie  Fischer.  Interieur  des
Schlosses  Steinhof  in  Luzern.  Möbeln,  Gemälde  etc-14.
  Juli.  Thun.  (Schweiz).  N  o  m  i  s  m  a.  Kunst-  und  historische ­
  Medaillen,  Gold-  und  Silbermünzen  etc.
14.  und  15.  Juli.  Nürnberg.  Nürnberger  Antiquariat. ­
  Chodowiecki-Sammlung,  Deutsche  Literatur  bis  Gottsched.
15.  Juli.  Köln  a.  Rh.  M.  Lempertz.  Nachlaß  Dr.  Erich
Prieger  (Bonn).
15.,  16.  und  17.  Juli.  Hannover.  Hans  v.  d.  Porten  &  Sohn.
Gemälde,  Graphik,  japanische  Farbenholzschnitte,  ■  Fayencen,
Porzellane,  erotische  Gegenstände,  Biedermeiermöbel,  Bücher  etc.
Herbst.  Dresden.  Kunsthandlung  Emil  Richter.  Zweite
Kunst-  und  Antiquitätenversteigerung.

LITERATUR.
Dr.  Bernhard  A.  Bauer:  „Wie  bist  du,  Weib?“  Betrachtungen ­
  über  Körper,  Seele,  Sexualleben  und  Erotik  des  Weibes
mit  einem  Anhänge:  Die  Prostitution,  8°  614  Seiten,  Rikola-Verlag,
  Wien,  Leipzig,  München  1923.  Die  weltbewegende  Frage:
„Wie  bist  du,  Weib?“  findet  hier  ihre  Antwort.  Dein  Verfasser
gebührt  das  Verdienst,  zum  erstenmale  das  viel  erörterte
Problem  in  seiner  ganzen  Vielseitigkeit  dargestellt  zu  haben.
Er  verfolgt  das  Weib  von  der  Wiege  bis  zum  Grabe  und  läßt
kein  Ereignis  unerwähnt,  das  zur  Klärung  und  Deutung  aller
Vorgänge  im  Leben  des  Weibes,  seien  sie  körperlicher  oder
seelischer  Natur,  dienen  kann.  Die  Frau  aller  Zeiten  und  Zonen
tritt  uns  in  diesem  Werke  entgegen.  Nur  ein  Frauenarzt  konnte
auf  Grund  langjähriger  Studien  und  Erfahrungen  eine  so  erschöpfende ­
  und  dabei  im  besten  Sinne  des  Wortes  volkstümliche ­
  Darstellung  des  Problems  geben.  Bauer  verfügt  über
einen  glänzenden  Stil  und  über  virtuose  Beherrschung  des
Stoffes.  Seine  Beredsamkeit  und  logische  Beweiskraft  nehmen
den  Leser  von  der  ersten  Seite  an  gefangen.  Nicht  unerwähnt
soll  die  vornehme  Ausstattung  des  Buches  bleiben,  dem  Professor ­
  F.  H.  Ehtricke  den  Stempel  seines  künstlerischen  Geschmackes ­
  aufgeärückt  hat.

NEUE  KATALOGE.
Hans  Goltz,  München.  Lagerkatalog  19.  Karl  Hofer.
90.  Ausstellung.  (155  Nummern).
Joseph  B  a  e  r  und  Co.,  Antiquariatskat.  702.  Bibliotheca
Saxonica.  Teil  II.  (5036  Nummern  mit  Preisen  in  Schw.  Frs.)
M.  Lempertz,  Köln.  Musiksammlung  Nachlaß  Dr.  Erich
Prieger,  (Bonn).  III.  Teil,  4451  Nummern.
Edmund  Meyer,  Buchhandlung  Berlin.  Kat.  63.  Ostasien.
Kunst.  314  Nummern  mit  Preisen  in  GM.  Die  Titelseite  des
Katalogs  schmückt]  eine  Reproduktion  aus  Kühnel-Goltz,  Indische ­
  Buchmalereien.  '
Ein  Prachtkatalog  in  deutscher  und  tschechischer  Sprache,
dem  nicht  weniger  als  46  Lichtdrucktafeln  beigegeben  sind,  informiert ­
  über  den  Umfang  der  dritten  Palffyauktion,  die
das  Ostslovakische  Museum  in  Pistyan  am  30.  Juni  und
1.  Juli  veranstaltet.  Wir  finden  da  zwei  Rubens  (Erzherzogin
Isabella  und  ein  Tierbild),  drei  Mignard,  Arbeiten  von  Rigaud,
Guido  Reni,  Jakob  und  Salomon  Ruysdael,  Snyders,  Tiepolo,
Backhuisen,  Maulpertsch,  Rosalba  Carriera,  Makart  etc.  Von
großem  Wert  ist  auch  die  Porzellansammlung.  Vor  allem  ist  viel
Meißner  vorhanden  (darunter  prächtige  Kändler-Modelle),  aber
auch  hervorragende  Stücke  aus  Frankenthal,  Höchst,  Sevres  und
Wien,  dazu  Altchina  und  Altjapan.  Der  Katalog  verzeichnet
ferner  Fayencen,  asiatische  und  französische  Lackarbeiten  des
18.  Jahrhunderts,  eine  erlesene  Auswahl  von  Möbeln  und  kunstgewerblichen ­
  Schmuckstücken.
Gilhofer  &  Ranschburg  in  Wien.  Catalogue  168.  Incunabula
  rare  and  valuable  Books  (263  Nummern  mit  Preisen  in
Schw.  Frcs.).  Dem  Katalog,  der  besonders  splendid  ausgestattet
wurde,  ist  eine  sehr  interessante  Arbeit  aus  der  Feder  des  Regierungsrates ­
  Dr.  Hans  Bohatta,  betitelt  „Ein  Kalender  Konrad
Zeningers,  gedruckt  in  Venedig  1486“  vorangestellt,  in  der
die  bisher  unbekannte  Tatsache  festgestellt  wird,  daß  Zeninger
vier  Jahre  nach  seinem  Verschwinden  aus  der  Reihe  der  Nürnberger ­

  Buchdrucker  in  Venedig  als  Drucker  tätig  war.  Der
Kalender  selbst,  ein  Eindruckblatt  im  Querformat  von  264:445  mm
ist  in  einer  Verkleinerung  reproduziert.

Oesterreichisehe  Zentral-Bodenkreditbank.
Die  am  28.  Juni  abgehaltene  52.  ordentl.  Generalversammlung
hat  die  Bilanz  für  1923,  welche  einen  Reingewinn  von  Kronen
7.380,215.100  ausweist,  genehmigt.  Es  wurde  beschlossen,  den
Reservefonds  mit  K  1.107,000.000,  den  Pensiops-  und  Unterstützungsfonds ­
  mit  800  Millionen  Kronen  zu  dotieren  und  einen
Betrag  von  K  4.500,000.000  als  150prozentige  Dividende  zu  verteilen. ­
  Der  Koupon  per  1923  wird  ab  1.  Juli  1924  mit  K  4500
(gegen  K  2400  vom  Vorjahr)  per  Aktie  eingelöst.

Das  Dorotheum  gewährt  für  die  Einlage  von  Geldern
auf  Einlagebücher  eine
Verzinsung  von  14  Prozent  pro  Jahr,  bei  dreimonatiger
Kündigungsfrist,
und  1  2  Pr  o  z  e  n  t  proJahr  bei  einmonatiger  Kündigungsfrist.
Ueber  Verlangen  kann  jedoch  ein  Betrag  bis  zu  einer
Mjllion  Kronen  ohne  vorherige  Kündigung  jederzeit  behoben
werden.
Geldeinlagen  ohne  vereinbarte  Kündigungsfrist  werden  mit
9  Prozent  pro  Jahr  verzinst  und  können  jederzeit  zur  Gänze
abgehoben  werden.
Spareinlagen  werden  in  der  Hauptanstalt  des  Dorotheums,
I.,  Dorotheergasse  17  (Bankabteilung),  und  in  den  Zweiganstalten
in  Wien,!.,  Wipplingerstraße  6,  II.,  Taborstraße  24a,  III.,  Sechskriigelgasse
  1,  IV.,  Rienößlgasse  24,  VI.,  Mariahilferstraße  73,
VII.,  Kaiserstraße  1,  VIII.,  Feldgasse  6,  IX.,  Währingerstrasse  2,
X.,  Favoritenstrasse  82,  XIV.,  Graumanngasse  39,  XIV.,  Denglergasse
  5,  XVI.,  Wichtelgasse  4,  XVII.,  Kalvarienberggasse  27,
XVIII.,  Währingergürtel  124,  XX.,  Wallensteinstraße  57,  XXI.,
Donaufelderstraße  20,  ferner
in  den  Zweiganstalten  in  Linz  an  der  Donau,
Klagenfurt,
Baden  bei  Wien,
Wiener-Neustadt  und
St.  Pölten  entgegengenommen.

Kunstversteigerungshaus
Hans  v,  d.  Porten  und  Sohn
Hannover,  Herschelstraße  31.

Nächste
Kunstversteigerung
am  15.,  16,  und  17.  )uli.
gwjf
an"ni.
Gemälde  alter  und
neuerer  Meister,  ältere
und  moderne  Graphik,  japanische
Farbenholzschnitte,  Fayencen,  Porzellane,
Bronzen,  exotische  Gegenstände,
Biedermeiermöbel,  usw.-Bücher,
  Mappenwerke
usw.
Es  können  noch  Kunstwerke

aller  Art  angenommen  werden,
Anmeldung  sofort  erbeten.
            
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