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MAK

Full text : Jahrgang 18 (1926) (24)

Nr.  24

Internationale  Samm/ler-Zeitung

Seite  193

77  Buchsstatuette,  Madonna  m,  Kind,  Vläm.  17.  J.  1010
78  Des^l.  Deutschland  um  1600  500
80  Holzstat.  des  hl.  Dionysius,  Tirol,  2.  H.  15.  J.  550
81  Marmorrelief,  Madonna  mit  Kind,  Italien,  2.  H.  16.  J.  750
82  Desgl.,  Brustbild  des  Erasmus  v.  Rotterdam,
Niederl.  2.  H.  16.  .J.  420
83  Zwei  Lehnstühle  mit  rotem  Samtbezug,  Venedig  um
1600  8000
84  Barock-Lehnstuhl,  Italien  m.  rotem  Samtbezug  17.  J.  2000
85  Desgl.  m.  rotem  Seidenbezug  750
86  Holzmörser  m.  Stößel,  Oberbayern  1750  600
87  Kabinettschränkchen,  Südd.  1594  3500
88  Bern.  Relief  m.  3  Wappen,  Südd.  um  1700  420
89  Zwei  Armlehnstühle,  Westd.  um  1780  2600
90  Kopf  der  Madonna,  Südd.  um  1700  1650
91  Holzgruppe  der  hl.  Anna  Selbdritt  1150
92  Holzstatue  der  hl.  Margarethe,  Südd.  um  1520  1320
93  Bern.  Holzgruppe:  Pieta,  Oesterr.  1.  H.  15.  J.  780
94  Bein.  Holzgruppe:  der  „Mantelmaria“,  Südd.
um  1440  1850
95  Holzfigur  der  hl.  Barbara,  Franken,  16.  J.  1550
96  Leuchterengel,  Niederrhein.-westfäl.,  um  1500  2200
97  Johannes  der  Täufer,  Schwaben,  Ende  15.  J.  820
98  Büste  des  hl.  Petrus,  Südd.  18.  J.  580
99  Hl.  Agnes,  Niederrhein,  Anf.  16.  .1.  1600
100  Hl.  Barbara,  Niederrhein,  Ende  15.  J.  800
101  Hl.  Sebastian,  Südd.  um  1500  600
102—103  Zwei  Birnbaumskulpturen  von  Conrad  Meit
aus  Worms  10.500
104  Kabinettschränkchen,  Venedig  um  1450  2200
105  Buchs-Statuette,  Deutsch.  17.  J.  200
106  Gruppe:  Flucht  nach  Aegypten,  Südd.  um  1720  3300
107  Trauernde  Maria,  Deutsch,  um  1500  4000
108  Nußholztisch  1505  600
110  Kreuzigung,  Schwäbisch,  Anf.  16.  J.  2250
111  Kreuzigungsgruppe  (5  Figuren)  Vlam,  Anf.  17.  J.  4600
112  Hl.  Anna  Selbdritt,  Südd.  um  1500  580
113  Hl.  Florian,  Oesterr.,  Anf.  16.  J.  1100
114  Heilige  m.  Krone,  Schwäbisch,  um  1430  2000
115  Engel,  Schwab.-Frank.,  um  1500  890
116  Hl.  Katharina,  Schwab.,  um  1500  1300
117—1J8  Zwei  Statuetten,  Maria  und  Johannes,
Deutsch  19.  J.  300
119  Krönung  Mariä,  Gruppe,  Alpenländ.,  um  1480  2700
120  Vergoldete  Statuette  der  Madonna,  Antwerpen,
um  1520  420

121  Johannes  d.  Evang.,  Augsburg,  16.  ,1.  850
122  Hl.  Magdalena,  Schwaben,  um  1480  1550
123  Hl.  Anna,  Schwäbisch,  1.  H.  15.  J.  800
124  Thronende  Madonna  mit  Kind,  Span.,  2.  H.  13.  J.  6000
125  Madonna  mit  Kind,  Venedig  um  1430  en  1850
126  Thronende  Madonna  mit  Kind,  Bayern,  um  1440  850
128  Pieta,  Franken,  Auf.  16..  J.  1600
129  oitzei.ciu  Papst,  Südd  ,  um  1300  2600
130  Halbfigur  eines  hl.  Diakon,  Südd.,  Ende  15.  J.  430
131  Buchsstatuetten  der  12  Apostel,  Südd.  17.  J.  2000
132  Trauernde  Maria,  Deutsch,  Anf.  16.  J.  400
133  Holzstatuette  des  hl.  Georg,  Schwaben,  15.  J.  950
134  Kalksteingruppe,  2  Putten,  Wien,  um  1750  1050
135  Heilige  mit  Buch,  Südd.  2.  H.  15.  J.  1500
136  Holzbüste  einer  Heiligen,  Deutsch,  15.  J.  300
137—138  Kniende  Engel,  Italien,  um  1600  280
139  Hl.  Nikolaus  v.  Bari  mit  drei  Kindern  in  Butte
Südd.,  um  1720  480
140—141  Zwei  kniende  Geistliche,  Bayern,  um  1750  1500
142  Kniender  Mönch,  Bayern,  um  1750  950
143  Halbfigur  eines  Mönches,  Bayern,  um  1750  920
144  Hl.  Cäcilie,  Deutschland  oder  Italien,  17.  J.  140
146—147  Hl.  Ulrich  und  hl.  Nikolaus,  Schwaben,
Ende  15.  J.  2000
148  Halbfigur  der  Maria,  Siidd.,  um  1720  390
149  Halbfigur  des  Johannes,  Südd.,  Ende  17.  .1,  360
150  Holzfigur  des  jugendlichen  Johannes  m.  Lamm  750
151  Statue  der  trauernden  Maria,  Schwäbisch  um  1500  720
152  HL  Joseph  mit  Jesukind,  Süddeutschland  oder
Oesterreich  um  1750  900
153  Fünf  Lindenholzstatuetten,  Südd.,  Anf.  18.  .1.  1700
154—155  Zwei  holzgeschuitzte  schwäbische  Engel,
Südd.,  Ende  des  15.  J.  900
156  Büste  eines  kleinen  Mädchens,  Franz.  18.  ,1.  135
157  Kaiser  Dominitian,  Italien.  17.—18.  J.  270
158  Steinbüste  eines  Herrn  in  Allongeperücke,
Deutsch,  um  1675  160
160  Hl.  Christopherus,  Südd.  17.  J.  900
161  Madonna  mit  Kind,  Niederd.,  Anf.  16.  .1.  115
162  Halbfigur  Christi  m.  Seele  Mariä,  Südd.,  2.  H.  14.  J.  115
164  165  Ein  Paar  Pergamentminiaturen,  Deutsch,  18.  J.  500
166  Der  gekreuzigte  Christus,  Deutsch,  1.  H.  15.  J.  170
167—168  Zwei  Bauernstühle,  Deutsch,  17.  bez.  18.  J.  220
169-170  Desgl.,  Deutsch,  2.  H.  18.  J.  bez.  19.  J.  290
176  Holzgeschn.  Löwenwappen,  Südd.,  um  1500  410
177-  180  Vier  Rokoko-Konsolen,  Deutsch  380
(Fortsetzung  in  der  nächsten  Nummer.)

Streit  um  die  Echtheit  eines  Efioninck.

Ein  Bilderprozcß,  der  bereits  zahlreiche  Sachverständige
beschäftigt  hatte,  bildete  die  Grundlage  einer  Verhandlung,
die  vor  einigen  Tagen  vor  dem  W'iener  Zivillandesgericht  stattfand. ­
  Es  handelte  sich  um  einen  Streit  über  die  Echtheit  eines
Landschaftsgemäldes,  das  dem  niederländischen  Maler  Philipp
de  Köninck  zugeschrieben  wird.  Das  Bild  war  vor  einigen
Jahren  von  einem  Wiener  Sammler  um  1900  englische  Pfund
von  einem  Kunsthändler  gekauft  worden.  Wie  nun  in  der
durch  Dr.  Ernst  Groß  angestrengten  Klage  des  Käufers  behauptet ­
  wird,  habe  er  gelegentlich  des  versuchten  Verkaufs
von  Bildern  von  einem  holländischen  Kunsthändler  in  Amsterdam ­
  erfahren,  daß  das  Bild  kein  de  Köninck  sei.  In  der  Klage
wird  daher  die  Rücknahme  des  Bildes  unter  Rückersatz  des
Kaufpreises  begehrt.  Der  Kläger  behauptet,  daß  ihm  hervorragende ­
  Kunstsachverständige,  wie  Geheimrat  Bode,  Professor ­
  Dernhöfer  und  Schmidt,  erklärt  haben,  daß  dieses ­
  Bild  kein  de  Köninck  sei.  Demgegenüber  erklärte  der  beklagte ­
  Kunsthändler  durch  Dr.  Schönbrunn,  daß  dieses  Bild,
das  er  selbst  um  einen  viel  höheren  Preis,  als  er  dafür  erhielt, ­
  erworben  hatte,  zweifellos  ein  de  Köninck  ist  und  als
solcher  in  der  Kunstweit  allgemein  bekannt  sei.
Der  erste  Zeuge,  der  Direktor  der  Akademie  der  bildenden
Künste,  Dr.  Robert  Eigen  berge  r,  gab  an,  daß  das  fragliche ­
  Bild,  das  in  der  Akademie  zur  Restaurierung  war,  nach
seiner  Ueberzeugung  ein  echter  Philipp  de  Köninck  sei.  Zu
dieser  Ueberzeugung  führte  ihn  die  Komposition,  die  Auffassung ­

  der  Landschaft  und  die  hervorragende  Qualität  der
Malerei.  Er  halte  es  für  ausgeschlossen,  daß  ein  anderer
Künstler,  der  dem  Kreise  de  Könincks  angehört,  ein  Bild  von
solcher  Qualität  hätte  schaffen  können.
Der  Direktor  des  Kunstmuseums  Dr.  Glück  crklärte'als
Zeuge,  daß  er  selbst  dieses  Bild  seit  dreißig  Jahren  kenne,  er
habe  zwar  darüber  keine  Expertise  abgegeben,  allein  sowohl
die  Kompositionsführung  wie  der  Stoff  selbst  weisen  auf  den
Stil  des  Meisters.  Der  Restaurateur  Professor  Maurer  erklärte, ­
  daß  er  das  Bild  restauriert  habe  und  daß  ihm  kein
Zweifel  an  der  Echtheit  des  Bildes  aufgestiegen  sei.
Dr.  Groß  legte  die  Gutachten  verschiedener  Sachverständiger ­
  vor,  die  die  Echtheit  des  Bildes  bestreiten,  wogegen
Dr.  Schönbrunn  ein  Heft  der  Zeitschrift  „Blätter  für  Gemäldekunst“ ­
  aus  dem  Jahre  1905  vorwies,  in  welchem  der  Dr.  F  r  i  mm
  e  1  dieses  abgebildete  Bild  als  eines  der  hervorragendsten
Meisterwerke  de  Könincks  beschreibt  und  schildert.
Ueber  Antrag  des  Beklagten  beschloß  der  Senat,  über  die
Echtheit  des  Bildes  den  Direktor  des  Berliner  Kaiser-Friedrich-Museums
  Geheimrat  Professor  Dr.  Max  Friedländer  als
Sachverständigen  zu  befragen.  Professor  Friedländer  wird  in
Berlin,  wohin  dieses  Bild  gebracht  werden  wird,  vor  Gericht
sein  Sachverständigengutachten  abgeberi,  das  dann  dem  Wiener ­
  Gericht  vorgelegt  werden  soll.  Zur  Durchführung  dieses
Sachverständigenbeweises  wurde  die  Verhandlung  vertagt.
            
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