MAK
Nr. 7 
Internationale Sammler-Zeitung 
Seite 53 
89 Johann E n d e r, Herzog von Reichstädt auf dem 
Totenbette 550 
90 Englischer Meister, c. 1820, Damenporträt 580 
91 Jos. Hawliczek, Alter Herr 230 
92 Unbekannter Meister, Ende i8. J., Männerbildnis 520 
93 Daniel Saint, Ludwig Bonaparte 610 
94 Französ. c. 1730, Prinz Leopold Clemens v. Lothringen (?) .240 
95 A u t i s s i e r, Unbekannte Dame 390 
96 Franz. Meister der Revolutionszeit, 2 Emailminiaturen 480 
97 Em. Peter, Damenbildnis 300 
98 Ders., Kopf eines jungen Mädchens 1600 
99 Unbek. Meister, c. 1820, Junger Mann 580 
100 A n r e i t e r, Frau Hirschmüller 330 
101 Unbek. Künstler, Ludwig XV. 420 
102 Saar, Hofburgschauspieler Leopold Feichtinger 720 
103 F o n t e n a y, Wilhelm L, König der Niederlande 270 
104 Franz. Meister, Ende 18. Jahrh., Unbek. Herr 540 
105- Doppelminiatur von zwei verschiedenen Meistern, 
Deutsch, Ende 17. J. 370 
106 Johann E n d e r, Unbekannte Dame 510 
107 Josef Anton Kap eil er, Brustbild einer Dame 860 
108 Wiener Meister, Anf. 19. J., der Dichter Collin (?) 200 
109 Cossard, Damenporträt 380 
110 L a n g lo i s, Unbekannter Herr 470 
111 Deutscher Meister, Mitte 18. (., Atelierszene 130 
112 V i e t h, Damenbildnis 130 
113 Em. Peter, Unbek. Dame 1350 
114 Oesterr. Meister um 1780, Unbek. Dame 130 
116 Deutscher Meister um 1770, Unbek. Dame 
118 Peter, Graf Thun-Hohenstein 
120 I s a b e y, Porträt einer Unbek. 
121 Engl. Meister, Anf. 19. J. 
124 Zumsande, Franz R. v. Andrae 
125 Deutscher Meister um 1800, Darstellung aus der Ge 
schichte des Altertums 
126 Robert The er, Baron in Anselm Rothschild (?) 
127 P h i 1 i p p o t, Unbek. Dame 
128 Art des Aubry, Dominique Fr. Arago 
129 Französ. Meister, Ende 18. Jahrh., Damenporträt 
131 Deutsch, Anf. 18. Jahrh., Deutscher Feldherr 1 
132 Desgl., Gemahlin des Vor. j 
133 Französ., Art des Hall, Mde de Graffigny 
134 Deutscher Meister um 1810, Unbek. Dame 
135 Desgl., Herrnbildnis 
137 Französ. Meister um 1780, Gräfin Brankovics 
138 Deutscher Meister um 1700, Aelterer Herr 
141 Deutsch um 1805, Friedrich I. von Württemberg 
142 Desgl., Ende 18. ]., Herr mit seinem Sohne 
143 Holland., ca. 1600, Unbek. Herr 
144 Grassclli, Lot und seine Töchter 
145 Deutscher Miniaturist, um 1750, Adam und Eva 
146 Norddeutsch, Ende 18. J., Herr und Dame in Empire 
zimmer 
147 Desgl., Heinrich Friedrich Markgraf von Brandenburg 
149 Desgl., Kniestück einer Dame mit Laute 
(Schluß in der nächsten Nummer.) 
110 
600 
1700 
110 
420 
140 
560 
340 
130 
270 
320 
450 
220 
110 
160 
400 
120 
120 
280 
300 
230 
310 
380 
160 
Sfnhunaßefn deutscher Pressen. 
Paul Graupe in Berlin versteigert vorn 8. bis 
10. April eine Bibliothek von Inkunabeln deut 
scher Pressen und alter medizinischer und natur 
wissenschaftlicher Literatur. 
Die Inkunabel-Sammlung ist von einem bekannten 
deutschen Gelehrten zusammengestellt und enthält 122 
deutsche Drucke des 15. Jahrhunderts und andere frühe 
Drucke der ersten Pressen, mehrere Drucke vonGutenbergs 
Mitarbeitern F u s t und S c h ö f f e r und zahlreiche 
Drucke früher Straßburger Drucker. Von den fast unauf 
findbaren Bibelübersetzungen des 15. Jahrhunderts ent 
hält sie die bei Zainer in Augsburg 1475 und 1477 
gedruckte dritte und sechste deutsche Bibel. Daneben 
ist eines der seltensten, schönsten und frühesten deut 
schen Holzschnittbücher bemerkenswert, das in Lübeck 
1475 gedruckte Rudimentum Novitiorum, ein mit hun 
derten von Holzschnitten illustriertes weltgeschichtliches 
Werk. Da der Sammler der Bibliothek das Bestreben 
hatte, frühe Drucke aller deutschen Drucker und Druck 
orte zusammenzubringen, sind in ihr nicht nur die 
großen und berühmten Druckorte wie Mainz, Köln, 
Straßburg, Nürnberg gut vertreten, sondern sie enthält 
auch Drucke von Orten, in denen im 15. Jahrhundert 
oft nur ein oder wenige Bücher gedruckt sind, wie 
Lauingen, Blaubeuren, Urach und Burgdorf in der Schweiz. 
Die Drucke aus diesen kleinen Orten sind zum größten 
Teil zugrunde gegangen und darum höchst selten. Eine 
ganze Anzahl dieser Drucke enthalten, ebenso wie die 
großartige, im Dezember vorigen Jahres bei Graupe 
versteigerte Inkunabel-Bibliothek, primitive gotische Holz 
schnitte und sind dadurch für die deutsche Kunstge 
schichte von größtem Interesse. 
Besonders bemerkenswert ist bei dieser Bibliothek 
die ausgezeichnete Erhaltung fast aller darin enthaltenen 
Drucke. Die Bücher sind vielfach in derselben Frische 
erhalten, in der sie vor 450 Jahren die Druckerpresse 
verließen. Ebenso hat der Sammler Wert darauf gelegt, 
ganz vollständige Exemplare zu besitzen, so daß in der 
ganzen Bibliothek nur einige wenige unvollständige 
Bücher sind, während sonst ein großer Prozentsatz der 
im Handel noch vorkommenden Exemplare alter Drucke 
unvollständig zu sein pflegt. Die meisten der Bücher 
befinden sich auch noch in den wohlerhaltenen ursprüng 
lichen Einbänden. 
Einem noch größeren kunstgeschichtlichen Interesse 
begegnet neben dem Medizinisch-Wissenschaftlichen die 
über 1300 Nummern umfassende Bibliothek alter Medi 
zin. Außer dem Ueberblick über die Geschichte dieser 
Wissenschaft bietet sie in einer Menge Drucke des 15. 
Jahrhunderts ein unschätzbares kunstgeschichtliches Ma 
terial an Holzschnitten des 16. Jahrhunderts, von denen 
der Katalog eine Anzahl abbildet, meist chirurgische 
Szenen von Meistern, wie Burgkmaier und Weiditz. 
Wissenschaftlich bemerkenswert ist neben den zahl 
reichen chirurgischen und gynäkologischen Schriften eine 
schöne Sammlung von Werken des Theophrastus Para 
celsus und die Abteilung Pharmakologie, die Holzschnitt 
bücher des 16. Jahrhunderts, zumeist mit hunderten von 
prächtigen Pflanzenabbildungen, enthält. 
2)/e erste ‘Versteigerung 6ei Jromme. 
Die Galerie Fromme in Wien hat sich mit der 
Versteigerung der Gemäldesammlung Josef Holzer, 
die sie am 16. März durchführte, aufs beste eingeführt. 
Herr Hermann Fromme, der die Auktion mit Geschick 
leitete, bot in kluger Bedachtnahme auf die Wirtschaft 
liehen Verhältnisse die Bilder mit einem Drittel der 
Schätzungspreise aus, hatte aber die Genugtuung, daß 
jedes einzelne seinem Werte entsprechend hinaufgestei 
gert wurde. Im Ganzen brachte die kleine Sammlung, 
deren Versteigerung kaum zwei Stunden in Anspruch
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.