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MAK

Full text : Jahrgang 19 (1927) (22/23)

Nr.  22/23

Internationale  Sammler-Zeitung.

Seite  207

Schild  in  Wien  um  900  Gulden  Konventionsmünze
gekauft  worden  war,  wurde  um  6800  Schilling  vom
Fabrikanten  Chlupank  in  Jägerndorf  (Czechoslowakei)
  erstanden,  ein  Sammler,  der  sich  schon  früher
durch  große  Ankäufe  am  Wiener  Markte  angenehm
bemerkbar  gemacht  hatte.
Bemerkenswerte  Preise  brachten  ferner:  Jan  van
Goyen  „Holländische  Flußlandschaft“  9200  Schilling, ­
  „Maria  mit  Kind“  von  M  a  b  u  s  e  8500,  der
lesende  Mann  von  B  r  o  u  w  e  r  8400,  Dirk  Hals  Festliches ­
  Mahl  4100,  Allegorie  des  Herbstes  von  A  v  o  n  t
und  Jan  B  r  u  e  g  h  e  1  der  Jüngere  5500,  Hendrik  van
Av  er.camps  „Holländisches  Dorf  mit  Kanal  und
Viehfähre“  4300,  Jacob  Ochterve.lt  „Fischverkauf“ ­
  4300,  Jacobus  S  t  o  r  c  k,  „Ansicht  von  Amsterdam“, ­
  5800,  Januarius  Zick,  „Die  Kreuzigung“,
5100,  Johann  Georg  P  1  a  z  c  r,  „Die  Brotverteilung“,
3600,  Veronese,  „Hochzeit  zu  Kana“,  2500  und

„Das  Gastmahl  beim  Pharisäer  Simon“  1500,  Pieter
Leer  m  ans,  „Familienporträt  eines  Arztes“  3100,
Jan  Steen,  „Kartenspieler  im  Vorbau  eines  Hauses“,
4200  und  Ludolf  Backhuizen,  „Fischerboote  am
Strand“,  3000  Schilling.  Von  den  beiden  P  o  u  s  s  i  n  s
wurde  „Venus  und  Adonis“  mit  6500,  „Der  Raubüberfall ­
  aus  der  römischen  Heldenzeit“  nur  mit  5000
Schilling  bewertet.  Für  eine  40  Nummern  umfassende
Kollektion  von  Blättern  R  i  d  i  n  g  e  r  s  wurden  900,
für  ein  Konvolut  von  Zeichnungen  580  Schilling  bezahlt. ­

Bei  den  Möbeln  traten  Budapester  Kunsthändler,
insbesondere  Herr  Pick,  stark  in  Konkurrenz  mit
Wiener  Händlern  und  Sammlern;  ein  beträchtlicher
Teil  wandert  denn  auch  nach  der  ungarischen  Hauptstadt. ­

Wir  kommen  auf  die  bedeutsame  Auktion  in  unserer ­
  nächsten  Nummer  noch  zurück.

382.  ^KunstauRtion  des  T)orofßeums.

Bei  der  382.  Kunstauktion  des  Dorotheums
in  Wie  n  fsiehe  Nr.  21)  sind  weiters  folgende  Preise
(in  Schilling)  erzielt  worden:
Uhren.

236  Kleine  Standuhr.  Um  1840  80
237  Dessl.  60
238  Kleiner  Zappler.  Um  1840  50
241  Kleine  Stockuhr  in  schwarzem  Holzgehäuse.  Wien,
Anf.  18.  J.  60
244  Große  Biedermeier-Stockuhr,  um  1830  80
246  Reiseuhr  in  Bronzegehäuse,  19.  J.  130
248  Standuhr  aus  vergoldetem  Holz  180
249  Astronomische  Uhr.  Wien,  1.  H.  18.  .1.  200
Textilien.
251  Rauchmantel  aus  schwarzem  Samt,  um  1800  120
252  Weiße  Bettdecke  mit.  bunter  Seidenstickerei,  um  1800  40
254  Ein  Schal  in  Tüll,  1.  H.  19.  J.  35
258  Decke  aus  blau-silberbroschiertem  Stoff.  2.  H.  18.  J.  20
259  Brokatdecke,  rot,  18.  Jahrh.  25
263  Decke.  Ende  18.  J.  '  19
264  Kelchdecke,  Ende  18.  J.  20
Japonika.
265  Japanisches  Eierschalen-Porzellan-Teeservice  fiir
sechs  Personen.  Seltene  Arbeit  400
266  Chinesische  Decke  auf  gelbem,  broschiertem  Grund  200
267  Chinesische  Seiden-Tischdecke  170
268  Japanisches  Elfenbeinschiff  170
269  Zwei  japanische  Elfenbeinvasen  260
274  Japanische  Cloisonne-Vase  60
275  Japanisches  Elfenbein-Netzuke  90
277  Japanisches  Elfenbein-Netzuke  50
278  Zwei  Omori-Tsuba,  Eisen,  17.  J.  45
279  Japanische,  kleine  Holzplastik  55
283  Japanischer  Dolch  40
284  Japanische  No-Maske  40
286  Japanische  Elfenbeinfigur  der  Göttin  Kwanon  45
288  Chinesisches  Rotlack-Snuffbottle  100
289  Chinesisches  Milchglas-Snuffbottle  40
290  Japanisches  Elfenbein-Netzuke  in  Muschelform  45
291  Fayencevase,  Japan.  55
292  Zwei  chinesische  Deckchen  in  Goldfäden  35
293  Drei  Bronze-Tsuba,  18.  J.  80
294  Zwei  Kaga-Tsuba,  17.  J.  35
295  Japanische  CIoisonn6-Dose  50
296  Shakudo,  Adler  und  Tier  30

297  Zwei  Netzuke  50
298  Shibuishi-Tsuba  130
300  Chinesisches  Porzellan-Snuffbottle  30
301  Zwei  japanische  Zeremonien-Teeschalen,  Werkstätte
des  Ninsei.  30
305  Buddhistischer  Rosenkranz  28
306.  Chinesische  Porzellankumme,  1.  H.  19.  J.  18
Waffen.
30S  Ein  Paar  japanischer  Steigbügel,  18,  J.  80
309  Persische  Rüstgarnitur,  19.  J.  100
310  Dolchmesser,  Zentralasien  25
311  Dolchmesser,  Persien  25
312  Dolchmcsser  22
313  Indischer  Khuttar  20
314  Desgleichen  20
315  Desgleichen  20
316  Stählener  Bogen,  Indisch  35
317  Dolchmesser,  Persien  17
318  Kleiner  Frauenkris,  Malaiisch  15
Graphik.
319  M.  Adler.  Mölkerbastei  10
320  Desgl.  Franziskanerplatz  12
321  42  Blatt  in  verschiedener  Technik  60
322  Bartolozzi.  Puttenszenen  10
323  J.  C  a  11  o  t.  66  Blatt  28
324  Ders.  Capricci  divarie  32
325  Ders.  Baili  di  Sfessania  35
326  .J.  Cham.  18  Blatt  Tonlithographien  6
327  Dürer.  Hieronymus  im  Zimmer  110
328  Ders.  Ritter,  Tod  und  Teufel.  Neudruck
329  Ders.  Die  kleine  Holzschnittpassion  340
330  J.  Kriehuber.  Wimpffen.  Collorede.  —  Montenoi'.vo
  28
331  L.  van  Leyden.  Hagars  Verstoßung  45
332  Feldherr  in  Galauniform  12
333  Rembrandt.  „Der  Goldwäger“  800
336  26  verschiedene  Kupferstiche  15
337  24  Memoire  della  regia  cittä.  G.  Gallo  Editore  55
338  Einzug  Kaiser  Franz  I.  in  Wien  1814.  J.  Schindler  del.
S.  Langer  sc.  8
339  Polytechnische  Schule  und  Karlskirche  und  Hofkriegskanzley
  und  Garnisonskirche  am  Hof  von
C.  S  c  h  ii  t  z  40
340  Der  Michaelerplatz  gegen  die  k.  k.  Burg.  Gestoch.
von  Postl  20
341  W'.  W  o  o  11  e  11.  Die  große  Seeschlacht.  Stich  von
G.  Döbler.  40
Gesamtergebnis:  37.923  Schilling.

2)/*e  Siutograpfiensammfung  ßießesfcind.

Der  Auktion  der  Musikerautographen  aus  der
Sammlung  Heyer  (Köln),  über  die  wir  in  den  Nummern ­
  19,  20  und  21  berichtet  haben,  schloß  sich  bei
H  e  n  r  i  c  i  am  29.  September  die  der  Sammlung  Josef
Liebeskind  (Leipzig)  an.  Dabei  ereignete  sich
ein  seltsamer  Zufall.  Der  Antiquar  Paul  Gottschalk

  in  Berlin  ist  im  Besitze  eines  Händel-Briefes,
  den  er  vor  mehreren  Jahren  in  England  gekauft ­
  hat.  Der  Wert  dieses  Stückes  wurde  aber  dadurch ­
  beeinträchtigt,  daß  die  Unterschrift  mit  Kompliment ­
  herausgeschnitten  war,  wodurch  auch  auf  der
Rückseite  entsprechender  Textverlust  entstand.  In
            
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