MAK
Nr. 6 
Internationale Sammler-Zeitung 
Seite 53 
268 Zehnseitiger Becher aus holzbraunem Lythiatinglas. 
2. H. 19. J. 65 
269 Dreipassige Dose mit Deckel aus braun-rot über- 
fangenem Glas. Sign.: Galle Nancy 38 
270 Pokal auf hohem Fuß 60 
272 Pokal aus farblosem Glas 20 
Japonika. . 
275 .Chinesische Bronzefigur der Göttin Kwanyn. 18. J. 350 
276 Zwei japanische große Cloisonnevasen. 19. J. 350 
277 Chinesische Bronzefigur eines Himmelsmandarins. 
Um 1800. 190 
278 Chinesische Bronzegruppe des Buddha Schakha. 
Um 1800 120 
279 Chinesische Bronze-Pfeilvase 120 
280 Zwei chinesische Bronzevasen. Um 1800 100 
281 Chinesisches Bronzegefäß. Um 1700 180 
282 Tibetische Bronzefigur der Göttin Kwanyn 155 
283 Zwei chinesische Bronzefiguren 100 
284 Desgl. 65 
285 Chinesische Bronzevase. Um 1800 65 
286 Desgl. 70 
287 Bronzefigur der Göttin Kwanyn. 18. J. 40 
288 Desgl. 60 
289 Chinesische Figur eines -betenden Lohäns 32 
291 Japanisches Elfenbeinnetzuke 55 
Graphik. 
292 A. Altdorfer. Der hl. Hieronymus. B. 21 25 
293'Aug. de St. Aubin. Le Concert 65 
294 H. S. B e h a m. Die Vertreibung aus dem Paradies 35 
295 Desgl. Judith nach links schreitend 
296 Desgl. Das Wappen mit dem Adler 55 
298 Bonnet. Mädchenporträt 500 
299 Boucher. La Danse Allemande 110 
300 Desgl. Hirtin mit Knaben und Hund 38 
301 J. C a 11 o t. Der große Markt zu Florenz bei 
Madonna del Imprunetta 28 
302 G. Demarteau. Frauenbrustbild mit Kranz im Haar 
303 A. D ii r e r. Maria von einem Engel gekrönt 
304 Desgl. Maria mit dem gewickelten Kinde 
305 Desgl. Der hl. Christoph mit rückwärts gewandtem 
Kopf 
306 Desgl. Christus am Oelberg 
307 Desgl. Die Kanone 
308 Desgl. Kreuzigung. B. 11. H. 1129 
309 Desgl. Grablegung Christi 
310 Desgl. Vier Blatt aus der kleinen Passion 
311 Desgl. Das letzte Abendmahl 
312 Desgl. Die Vorstellung der Jungfrau im Tempel 
313 Desgl. Ruhe in Aegypten 
315 H u e t. La Petite Bergere 
317 Kokoschka. Weibliche Porträts 
318 G. Lazaretti und Belvedere, Kinderszenen 
319 L. v. Leyden. Vier Blatt aus der Passion 
320 L. Marin. The Pleasures of Education 
321 P. Menard. Perseus und Andromeda. 
322 E. Moll. Folge der Beethoven-Häuser. 1802—1827 in 
Wien 
323 G. M o r 1 a n d. Mornin or the Higlers Preparing for 
Market 
325 Nutter. The Ale-House Door. 
326 Rembrandt. Abraham mit Isaac sprechend 
327 Desgl. Der Zinsgroschen 
328 Desgl. Der Quacksalber 
329 Desgl. Menasse Ben-Israel 
330 Desgl. Bärtiger Greis mit Käppchen 
331 Desgl. Der Goldschmied 
332 Reynolds. Saint John 
333 Romney. The Spinster (Emma Lyon) 
334 C. V a n 1 o o. Mädchenporträt 
335 Viennensia. K. k. Adeliche erste Arcieren-Leibgarde. 
—• König. Ungarisch adeliche Leibgarde 
336 V i g e e - L e b r u n. Madme. Le Brun de l’Acad. 
R.Ie de Peinture 
65 
170 
110 
240 
100 
130 
40 
25 
130 
28 
38 
160 
130 
55 
65 
70 
950 
55 
130 
85 
50 
160 
140 
80 
80 
28 
160 
85 
16 
60 
80 
260 
Gßroniß. 
BIBLIOPHILIE. 
(Die Dante-Sammlung Passerinis.) Der be 
kannte Dante-Forscher, Graf Landö Passerin i, hat seine 
6000 Bände umfassende Dante-Bibliothek der Stadt 
Arezzo gestiftet; dazu kommt noch sein Briefwechsel mit 
über 8000 Nummern, der sich auf Probleme der Dante- 
forschurig bezieht, und ein Zettelkatalog von etwa 10.000 
Nummern, der ebenfalls dem Studium des großen Florentiners 
gewidmet ist. 
BILDER. 
(Ein wichtiger Goethe-Fund,) Aus Weimar 
wird uns gemeldet: Ein Goethe-Fund von größter Bedeutung 
ist dem Direktor des Goethe-Nationalmuseums, Professor Dr. 
Hans Wahl, gelungen. Nachdem er drei Jahre lang in aller 
Welt vergeblich gesucht hatte, stieß er durch einen glück 
lichen Zufall in Weimar auf ein geschlossenes Handzeich- 
nungswer k Goethes mit 88 Handzeichnungen. Der 
eigenhändig von Goethe geschriebene Titel lautet: „Reise-, 
Zerstreuungs- und Trostbüchlein 1806—1807.“ Das Werk, das 
deutsche, böhmische und phantastische Landschaften aufweist, 
wurde für das Goethe-Nationalmuseum erworben, 
(A g a s s e und C h a 1 o n.) Die Brüder G. u. L. B o 11 a g 
in Zürich haben zwei interessante Funde aus ausländischem 
Besitz herbeigeschafft, die der älteren Genfer Malerei des 
letzten Jahrhunderts, und zwar ihrem englischen Zweige ange 
hören. Von A g a s s e stammt das eine Stück, das eine von 
Libellen umschwirrte Blondine als Halbakt vor nächtlich dunk 
lem Grund im Wasser zeigt. Gesicht und Körper, streng 
frontal und in der geschlossenen Silhouette einen harmonisch 
klingenden Bogen bildend, sind von der Flut nasser, rieselnder, 
triefender Haarsträhnen wie von einem blendenden Teppich 
fast ganz bedeckt und verleugnen mit den verschränkten 
Händen trotz der klassizistisch strengen Zeichnung nicht einen 
gewissen geheimnisvollen Zug, der zur Bedeutung der Nymphe 
ausgezeichnet paßt: „La fontaine personnifiee“ (1836). J. .1. 
C ha Ion (1778—1854) malte 1830 das andere Werk, das die 
bekannte „Place de la Fusterie“ in Genf darstellt. Es wurde 
laut Schweiz. Künstlerlex. 1855 auf einer Kollektivausstellung 
der Brüder C h a 1 o ti in London vorgeführt, wo diese ihre 
zweite Heimat fanden, nachdem ihr Vater, ein Genfer Uhr 
macher, dahin übergesiedelt war. Agasse hat nach der Ueber- 
lieferung auf verschiedenen Bildern des jüngeren Bruders 
Jean Jacques die Figuren eingesetzt. Es ist nicht ausge 
schlossen, daß er das auch in der vorliegenden Marktszene 
getan hat. Man beobachtet in ihrem bunt bewegten Leben 
z. B. ein paar Pferde, die ganz gut Agasse gemalt haben 
könnte. Die Häuserzeilen mit der Kirchenfront im Zentrum 
sind so trefflich beobachtet und aufgebaut, als ob sie Utrillo 
vorwegnehmen wollten. 
NUMISMATIK. 
(Münzauktionen.) Auf dem Münzmarkt wird es 
lebhafter. Die nächsten Wochen bringen eine Reihe bedeu 
tender Auktionen, bei denen Sammler ihre Bestände zu er 
weitern Gelegenheit haben. Den .Anfang macht D. Holm 
berg in Stockholm, der am 24. März eine seiner bekannten 
Versteigerungen schwedischer Münzen abhält. Der Katalog 
verzeichnet viele Raritäten, besonders des 16. und 17. Jahr 
hunderts: Johann III., Interregnum von 1592/98, Johann von 
Ostgotland, Christina. 
Am 2. April folgt R. Ratto in Lugano mit dem drit 
ten Teil der italienischen Dubletten eines ausländischen Muse 
ums, umfassend die unteritalienischen Gebiete, Sizilien, Malta 
und die italienischen Herrschaften im Orient. Beigefügt sind 
etwa 700 Nummern von Schweizer Geprägen mit zahlreichen 
Seltenheiten namentlich in Gold und eine kleine Auswahl von 
Münzen anderer Länder. Anschließend (4. April und folgende 
Tage) versteigert Ratto eine Sammlung von etwa 3000 grie 
chischen Münzen, worin fast sämtliche Städte und Herrscher 
des griechischen und hellenistischen Kulturkreises, die über 
haupt gemünzt haben, vertreten sind. Da auch kleinere Sil 
bermünzen und Bronzegepräge zur Versteigerung kommen, 
ist Gelegenheit geboten, mit verhältnismäßig geringen Mit 
teln historisch bedeutsame Stücke zu erwerben. — Weiters 
bringt am 12. April Otto Helhing Nachfolger in Mün 
chen Gepräge verschiedener Herkunft auf den Markt. Zu 
nächst eine Serie brandenburgisch-preußischer Münzen und 
Medaillen von Joachim 1. (1514/35) bis auf Wilhelm 11.; so 
dann andere neuzeitliche, meist deutsche Stücke; als Anhang- 
endlich griechische und römische Münzen. Unter den letz 
tem ragen einige Aurei hervor, besonders ein bisher unbe 
kannter Aureus des Diokletian mit dessen und des Cäsars 
Constantius Chlorns Porträt. 
PHILATELIE. 
(Die größte Oesterreich -Seltenheit.) Der 
berühmte Zwölferblock der Zeitungsmarke „Gelber Merkur“,
	        
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