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MAK

Full text : Jahrgang 20 (1928) (12)

Nr.  12

363  Französische  Meister.  Sechs  Blatt  20
364  CI.  Gelee,  Der  Tanz.  R.-D.  Sechs  Originalradicr.  45
367  Jacobe,  Ariadne  20
368  Italien.  Meister,  Angelica  and  Medoro  20
370  Kreu  tzinger,  Maria  Theresia  .  .  .  -  20
373  Aug.  Le  Grand,  »Ils  sont  heureux«  80
374  Leyden,  Esther  vor  Ahasver  60
376  J.  M  a  s  s  o  1,  Estelle  et  Nemorin  55
377  Meister  des  Livius.  23  Holzschnitte  45
378  Merian,  Die  Monate  30
379  W.  Miller  u.  J.  Russell,  »Innocent  Recreation«  400
380  G.  M  o  r  1  a  n  d,  »A  Tea  Garden.  —  St.  James'  Park«  700
381  Desgl.  »Travellers«-  150
382  Desgl.  »The  fair  Penitent«  50
383  Niederländische  Meister.  Sechs  Stiche  25
385  W.  P  e  t  h  e  r,  »Carlo  Tessarini  da  Rimini  20
386  C.  Pfeiffer,  »Venus  sortie  du  Barn«  130
387  J.  H.  Ramb  e.r  g,  »Le  Villageois  qui  cherche  son
veau«  100
389  R  i  d  i  n  g  e  r,  3  Stiche  20
390  Desgl  25
391  Rubens,  Selbstporträt  30
392  Ruotte,  »La  Tireuse  de  Carles«  230
394  Schweizer  Ansichten,  7  Blatt  32
396  S  c  r  e  t  a,  »Besturmbung  der  Prager  Stätte  1648«  .  25
397  S  e  r  g  e  n  t,  »Maurice  Compte  de  Saxe,  Marechal
General«  50
399  W  a  t  s  o  n,  Mr.  William  Woollett  70
Viennensia.
400  J  a  n  s  c  h  a,  Greifenstein,  1790  20
401  S.  Kleiner  u.  J.  A.  P  f  e  f  f  e  1.  141  Blatt  in
scharfen  alten  Abdrucken  150
402  J.  u.  P.  Schaffer,  »Ansicht  des  allgemeinen
Krankenhauses  100
403  Schütz,  »Josephin.  Medico  Chirurgische  Militair
Academie«  50

Seite  131

404  Tomba,  Alte  Abdrucke  ■  •  65
405  Carl  Gf.  Vasquez,  »K.  k.  Haupt-  und  Residenzstadt ­
  Wien.«  11  Federz  800
406  Wiener  Meister,  »Kaiserl.  Russische  Armee«  ...  55
408  J.  Ziegler,  »Aussicht  vom  Glacis  gegen  die
Alstergasse  .  "  65
409  Ders.,  »Ein  Teil  der  Leopoldstadt«  50
410  Ders.,  »Gegend  zwischen  den  Donau-Brücken
nächst  Wien«  60
411  Acht  kolorierte  Stiche.  Ländliche  Vergnügungen.
Um  1820.  Hiezu  Ex  libris  von  Bayros  22

Handzeichnungen.

413  Album  mit  72  Blatt  Handzeichnungen  von  Altmann,
Gawet,  Mössmer  u.  a  50
414  Deutsche  Schule  des  17.  J.  Zwei  Blatt  Handzeichnungen ­
  12
415  Deutsche  und  österreichische  Schule  des  19.  J,  Fünf
Blatt  Handzeichnungen  75
416  Faistauer,  Mutter  und  Kind.  Farbige  Kreide  ...  40
420  Meister  verschiedener  Schulen.  Vier  Blatt  Handzeichnungen ­
  15
421  Anton  Müller,  Studie  zu  dem  Gemälde  »Das  Dilettantenquartett« ­
  28
422  Münchner  Schule  des  19.  J.  Sechs  Blatt  Handzeichnungen ­
  28
423  August  S  c  h  a  e  f  f  e  r,  Waldsee.  Aquarellstudie  .  .  10
424  Skizzenbuch  und  50  Blatt  Handzeichnungen  ...  28
427  Konvolut.  Zirka  95  Blatt  Theaterfiguren  und  Nationalkostüme
  10
431  Konvolut,  Zirka  140  Blatt  14
434  Konvolut.  Zirka  100  Blatt  11
435  Konvolut,  Zirka  100  Blatt  25
436  Konvolut.  Zirka  52  Blatt  30
437  Konvolut  Zirka  40  Blatt  13

(Schluß  folgt.)

INTERNATIONALE  SAMMLER  -  ZEITUNG

Chronik.

BIBLIOPHILIE.
(Versteigerung  einer  Schloßbibliothek.)  Am  30,  und  31.
März  gelangte  bei  W.  Christiansen  &  Co.  in  Hamburg ­
  die  Holsteinsche  Schloßbibliothek  des  Gesandten  Freiherrn ­
  Dr.  v,  H.  zur  Versteigerung.  Zahlreiche  Interessenten,
darunter  Vertreter  namhafter  Bibliotheken  Hamburgs  und  auswärtiger ­
  Städte  hatten  sich  eingefunden,  so  daß  nennenswerte
Preise  erzielt  wurden;  manches  seltene  Stück  ging,  heiß  umworben, ­
  weit  über  den  angesetzten  Taxpreis  fort.  Der  prachtvoll ­
  erhallene,  in  Ganzleder  gebundene  Atlas  von  Homann
mit  198  teils  handkolorierten  Karten  wurde  mit  160  Mark
einem  Händler  zugeschlagen.  Die  Stader  Bibel,  anno  1702,
fand  für  35  Mark  einen  Käufer.  Nr.  45  Merian,  Topographie
von  Braunschweig-Lüneburg,  brachte  180  Mark;  Nr.  53  Wilh,
Busch,  Geburtstag,  15  Mark;  Nr.  71  Debmel,  Weib  und  Welt,
1896,  30  Mark.  Ein  schöner,  mit  farbiger  Handmalerei  geschmückter ­
  alter  Pergamentband  mit  Silberschließen  (91)  fand
für  40  Mark  einen  Liebhaber.  Sehr  begehrt  waren  die  ersten
Jahrgänge  der  Fliegenden  Blätter  mit  den  Illustrationen  von
Wilh.  Busch,  Pocci,  Schwind  u.  a.,  die  schließlich  mit  42  Mark
zugeschlagen  wurden.  Die  genealogischen  Werke  erzielten
Preise,  die  meist  über  die  Taxen  hinausgingen,  Nr.  124  Gauhen,
Adelslexikon,  26  Mark,  Nr.  126  Halling,  33  Mark.  Nr.  135
Semi-Gotha,  15  Mark,  Der  prachtvolle  St.  Pierre,  Paul  et
Virginie,  mit  den  Holzschnitten  Tony  Johannots  auf  Chinapapier, ­
  brachte  49  Mark.  Lübecker  Stadt-Recht  anno  1680,
28  Mark.  Heimreichs  nordfriesische  Chronik  von  1668,  75  Mk.
Rousseau,  M.  d’Alembert,  1759  bis  1760,  30.50  Mark,  Die  reizenden, ­
  von  Chodowiecki  illustrierten  Genealogischen  Kalender ­

  begegneten  starkem  Interesse.  Die  Jahrgänge  1779,  1781
bis  1784  wurden  mjt  101  Mark,  Jahrgang  1788  mit  20  Mark
bezahlt.  Von  bedeutenderen  Ergebnissen  sind  noch  zu  erwähnen; ­
  Nr.  429  Lucas,  Schles,  Chronik,  50  Mark.  Nr.  431
Sinapius,  100  Mark.  Nr.  433  Angelus,  Holsteinsche  Chronik
1597,  200  Mark.  Nr.  443  Plön,  25  Mark.  Nr.  448  Volksbuch
2944/55  mit  Radierungen  von  Sonderland  und  Otto  Speckter,
Erstdrucken  von  Theodor  Storm  u,  a.,  35  Mark.

BILDER.
(Gotische  Freskogemälde.)  Dem  »T.  A.«  entnehmen  wir
folgendes:  Die  Pfarrkirche  St,  Peter  in  Ellbogen  wird  gegenwärtig ­
  durch  den  Faßmaler  und  Vergolder  Josef  Sailer
aus  Innsbruck-Wilten  einer  gründlichen  Erneuerung  unterzogen. ­
  Beim  Abschaben  der  alten  Tünche  kamen  an  der
nördlichen  Wand  des  Kirchenschiffes  oberhalb  und  an  beiden
Seiten  des  Mittelfensters  gotische  Freskogemälde
zum  Vorschein.  Leider  sind  zwei  Darstellungen,  Christus  auf
dem  Leidenswege  und  am  Kreuze,  nicht  vollständig  erhalten,
da  das  Fenster  erst  später  bei  der  Barockisierung  des  einst
gotischen  Baues  ausgebrochen  wurde.  Die  Darstellung  der
Todesangst  und  Gefangennahme  Jesu  auf  dem  Oelberg  im
Bogenfeld  über  dem  Fenster  ist  noch  unversehrt.  Obwohl  die
Bilder  in  manchen  Teilen  frühgotische  Anklänge  haben,  fällt
ihre  Entstehungszeit  erst  nach  dem  Jahre  1472,  in  dem  die
Kirche  durch  Meister  Stephan  von  Matrei  gründlich  umgebaut ­
  wurde.  Nach  der  mehr  linienhaften  Behandlung  der
Figuren  zu  schließen,  hat  der  unbekannte  Schöpfer  der  Bilder
sich  eine  sogenannte  Armenbihel  oder  irgend  ein  Holzschnittbuch ­
  aus  der  Zeit  der  Wiegendrucke  als  Vorlage  genommen.
Die  in  der  Umgebung  von  Innsbruck  gegenüber  Südtirol  so
dünngesäten  mittelalterlichen  Wandgemälde  werden  durch
diese  Neuaufdeckung  um  ein  wertvolles  Stück  bereichert.
            
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