MAK
Nr. 23 
INTERNATIONALE SAMMLER - ZEITUNG 
Seite 255 
49 Ders,, An der schottischen Küste 2600 
51 Joh. Peter v, Langer, Frau Bankier Hoffmann . . 900 
52 Gabr, v. ,M a x, Suleika, Laute spielend 1850 
53 Ders., Mädchenkopf 1750 
54 IM u,n k a c s y, Landschaft mit Wäscherinnen (s. Ab 
bildung in Nr. 21) 10.500 
55 Munt he, Herbstlandschaft ........... 5900 
56 Ders., Winterlandschaft 2550 
57 Ders., Frühlingslandschaft 1200 
58 Ders., Kanallandschaft bei Amsterdam 5500 
59 Ladislaus de P a a 1, Landschaft . 5800 
60 Ders., Waldlichtung 3600 
61 Rayski, Graf Haubold von Einsiedel 6300 
62 Emil Jac. Schindler, Praterlandschaft 5200 
63 Ed. S c h 1 ei c h d. J,, Landschaft am Ammersee . . 2800 
64 Schmitson, Pferde in der Pußta 7500 
65 Ad. Schreyer, Wallachischer Pferdetransport . .7000 
66 Desgl 5000 
68 Schönleber, Die Küste bei Nervi ,2800 
69 Ders., Besigheim am Neckar 3000 
72 Joh. S p e r 1, Waldabhang 900 
73 Spitzweg, Mädchen im Gebirge ........ 9000 
74 Ders., Sonntagsmorgen im Hochgebirge 7800 
75 T r ü b n e r, Mann mit rotem Bart 14,000 
76 Ders., Mädchenkopf 2900 
78 Ders,, Blumenstilleben 3700 
80 Wilhelm Sohn, Die Gewissensfrage 5000 
81 Vautier, Am Krankenbett 6300 
82 Ders., Das hübsche Modell 5600 
84 Dill, Morgenstimmung vor Venedig 3800 
85 Zügel, Mutterschafe mit Lämmern 5000 
87 Q u a g 1 i o, Lagerleben 250 
88 Vermeulen, Landschaft vor der Stadt 300 
89 Grützner, Der Schmied von Buch 430 
91 Ernst Zimmermann, Christi Geburt 640 
94 Wilh. Schreuer, Blütenzweig 190 
95 Clarenbach, Landschaft 180 
97 Zwengauer, Landschaft 120 
98 F r i t z e 1, Landschaft 250 
99 Heinis ch, Landschaft 170 
100 Unbekannt, Stilleben 190 
Jllte Handschriften und Jnkunabeln. 
Am 3. und 4. Dezember versteigert das Anti 
quariat Ulrico H o e p 1 i in Mailand Handschrif 
ten von der romantischen Zeit bis zu den Tagen des 
Buchdrucks und italienische Frühdrucke des 
15. Jahrhunderts. 
Die Manuskripte sind in der Mehrzahl Perga- 
ment -Handschriften, Bibeln, Heiligenlegenden, päpst 
liche Bullen, doch finden sich auch zahlreiche Hand 
schriften weltlichen Charakters, der römischen Klas 
siker, Boccaccios u, a. Besonders erwähnenswert ist 
eine Biblia sacra aus dem 10. Jahrhundert, die schon 
ganz in den romanischen Formen gehalten ist, Ihr 
Schätzwert ist 20.000 Lire. Aus den Tagen Karls V, 
stammt ein „Officium Beatae virginis“, eine franzö 
sische Handschrift, die mit kleinen Bildern illustriert 
ist, 
Als das wertvollste Stück wird eine Ueber- 
setzung des Boccaccio von „den vornehmen 
Männern und Frauen“ bezeichnet, die von einem 
burgundischen Meister aus dem 15. Jahrhundert illu 
striert ist. Sie befand sich einst im Besitze des 
Kanzlers Nicolas Rolin (1376 bis 14621 und ist auf 
350.000 Lire geschätzt. 
Die Inkunabeln sind meist mit zarten Holz 
schnitten geschmückt, die die Grazie der Frührenais 
sance atmen. Das Register zählt mehr als 200 auf, 
deren Entstehungszeit in die Jahre 1471—1500 fällt. 
Wir finden, um nur einiges hervorzuheben, eine Aus 
gabe des Aristoteles, Venedig 1496, venezianische 
Dante-Drucke von 1478, 1491 und 1497,einen Herodot 
von 1494, eine Geographie von Strabo, Treviso 1480, 
Savonarolas „De veritate prophetica“, Florenz 
1497 etc. 
Die Kataloge sind schlechthin wissenschaftliche 
Werke, die mit größter Gründlichkeit iedes der ein 
zelnen Stücke behandeln. Jedem Drucker ist eine 
biographische Notiz mit biographischen Angaben 
beigefügt, dazu eine genaue Kollation der vorhan 
denen Drucke. Zum Inkunabel-Katalog: Der Titel 
lautet wörtlich: „Editori e stamipatori italiani del 
Quattrocento — hat Raffaelo B e r t i e r i überdies 
ein Vorwort beigesteuert, das auf den Wert der 
Inkunabeln hinweist. 
Sammler werden gut tun, diese Kataloge sorg 
sam aufzubewahren, die ihnen als vortreffliche Nach 
schlagewerke dienen können. 
Jlutographen-Ver Steigerung in Berlin. 
Die vor kurzem bei J, A. Stargardt in 
Berlin durchgeführte Autographen-Versteigerung 
nahm, wie uns von dort gemeldet wird, einen 
guten Verlauf. Besonders lebhaft umstritten war der 
(prachtvolle Brief Schillers an seinen Freund, den 
Appellationsrat Gottfried Körner in Dresden, vom 
6. März 1788, in dem der Dichter nähere Beziehungen 
zu Charlotte von Lengefeld bestreitet, die nicht 
lange später seine Frau geworden ist. Der zwei Sei 
ten lange Brief wurde auf 1020 Mark hinaufgestei 
gert, Ihm zunächst rangierte eine von Beethoven 
selbst überprüfte Abschrift der Partitur des bekann 
ten Derwischchors („Du hast in deines Aermel Fal 
ten"), aus der in der zweiten Hälfte 1811 entstan 
denen Musik zu August von Kotzebue's Festspiel 
für die Einweihung des neuen Theaters in Pest. Das 
37 zwölfzeilige Seiten füllende Manuskript in Quer 
folio, das auf 1150 Mark geschätzt war, erreichte 
1000 Mark. Für Kants „Gefühl der Lust und Un 
lust", eine ungedruckte Vorarbeit zum zweiten 
Buch („Vom Gefühl der Lust und Unlust"), der 1798 
erschienenen „Anthropologie in pragmatischer Hin 
sicht“ wurden 425 Mark gezahlt. 
Nachstehend lassen wir die Ergebnisse der 
Auktion folgen. Es erzielten in Mark: 
1 Abraham a Santa Clara, Schriftstück 1 S, . . 30 
3d‘Albert, Musik. Albumblatt % S 21 
8 Am dt, Brief \ l A S 21 
10 Auerbach, Brief 3 S 26 
14 Balzac, Brief AS 120 
15 Derselbe, Albumblatt IS 280 
16 Derselbe, Schriftstück IS, 145 
17 Bulle des Koncils zu Basel, 16, April 1442 340 
19 Beethoven, Abschrift der Partitur des Derwisch 
chors 1000 
20 Papst Benedikt XIV,, Bulle 36 
21 B e r t h i e r, Brief 20 
23 Bessel, Manuskript 32 
27 Bismarck, Brief IS 65 
28 Schweninger, Brief 4 S 47 
32 Blücher Brief 3 S 45 
33 Bö c k 1 i n, Brief 4 S 81 
39 Brahms, Postkarte 9 
42 Derselbe, Brief 3 S 65 
43 Derselbe, Brief IS 21 
44 Derselbe, Musik. Albumblatt 90
	        
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