Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Jahrgang 22 (1930) (9)

Nr.  9

INTERNATIONALE  SAMMLER  -  ZEITUNG

Seite  105

greifen.  Der  Generalsekretär  wurde  beauftragt,  im  Einvernehmen ­
  mit  S4ad.tr  at  Ernst  M  a  y,  dem  Leiter  des  Frankfurter
Hochbauiwesems,  ein  Arbeitsprogramm  aufzustellen  und  die
Sammlung  des  Materials  'in  die  Wege  zu  leiten.
(Fürstbischof  Galey  und  seine  Zeit.)  Im  Landesmuseum  in
Münster  wurde  eine  Sondaraiusstellung  zur  Erinnerung  an
den  Fürstbischof  Christoph  Bernhard  von  Galen  (1650  bis
1678)  und-seine  Zeit  eröffnet.  Der  Bischof  hat  in  der  Geschichte
der  Stadt  und  dies  Bistums  Münster  sowie  auch  in  der  Staatenge ­
  schichte  seiner  Zeit  eine  große  Rolle  gespielt.  Die  Ausstellungsgegenstände ­
  sind  kergeldiahen  von  dem  Erbkämmerer
Grafen  Galen  zu  Assen  und  anderen  Mitgliedern  der  Galensehen
  u.  a.  adeligen  Familien,  vom  Domkapitel  und  dem
Bischöflichen  Generalvikariat,  von  der  Stadt  Münster,  von  den
Direktionen  des  Staatsarchivs  in  Münster  und  des  Historischen
Museums  in  Dresden  und  von  den  Pfarrkirchen  in  Freckenhorst, ­
  Rhede  (in  Emsland)  und  Telate.
(2000  Miniaturgeschütze.)  Nachdem  erst  vor  kurzem  in
Panis  eine  Ausstellung  von  Bleisoldaten  stattgefunden  hat,
wird  jetzt  vom  Armeemuseum  eine  einzigartige  Sammlung
von  Wiedergaben  aller  möglichen  G,e  is  c  h  ü  t  z  f  o  r  m  e  n  in
kleinem  Maßstab  gezeigt.  Die  Sammlung,  -die  in  vielen  Jahren
izuisammengehracht  worden  ist,  umfaßt  2000  Geschützformen,
die  von  den  Franzosen  im  Laufe  der  Jahrhunderte  benutzt
wurden,  und  reicht  von  den  Katapulten  der  Gallier  bis  zu  den
Kanonen  des  19.  Jahrhunderts.  Jedes  Stück  ist  die  genaue
Wiedergabe  eines  Originals  im  Verhältnis  1  zu  6.  Die  modernsten ­
  Geschütze  fehlen,  da  es  sich  als  unmöglich  erwies,  dien
außerordentlich  feinen  Mechanismus  in  einem  so  kleinen  Maßsitlaib
  genau  wiiederzugeben.
(Der  Geldwert  der  Louvre-Schätze.)  Im  „Berliner  Tgbl.“
(siehe  1.  Beiblatt  der  Nummer  86  vom  20.  Februar)  plaudert
der  Direktor  des  Louvre,  Herr  Henri  Verne  über  die  Schätze
des  ihm  anvertrauten  Instituts:  „Der  Inhalt  des  Louvre",  sagt
er  da,  „stellt  selbstverständlich  ein  gewaltiges  Vermögen  dar.
Es  hat  an  sich  keinen  Sinn,  den  Geldwert  abzuschätzen,  da
der  Inhalt  des  Louvres  unverkäuflich  ist.  Immerhin  würde  er
weit  üb  er  25  Milliarden  Francs  ausmachen.  Unter  den
3500  Hauptgemälden  läßt  sich  leicht  eine  ganze  Reihe  aussuchen, ­
  von  denen  jedes  Stück  allein  ein  Vermögen  darstellt,“

Entdeckung  gemacht.  In  einer  Grabstätte,  die  aus  -deir  Zeit  von
ungefähr  5000  voir  Christi  Geburt  'stammt,  wurden  interessante
und  aufschlußreiche  Statuen  gefunden.  Am  bedeutunigisvollsten
ist  albeir  die  Auffindung  eines  Schachbrettes.  Damit  ist
der  alte  Streit  darüber  entis-chie-den,  ob  das  Schachspiel  aus
Peirsien  oder  China  stamme.  Die  Erfindung  des  Schachspieles
ist  also  auf  (die  alten  Aegypter  zuirückzufübren,

MUSEEN.
(Modernisierung  des  Ferdinandeums.)  Ans  Innsbruck
wird  uns  berichtet:  Die  Neuordnung  des  Museums  Ferdinandeum ­
  schreitet  rüstig  fort.  Gegenwärtilg  werden  im  Anschluß ­
  an  die  Neueinrichtung  -des  Korridors  und  dieir  gotischen
Zimmer  des  ersten  Stockwerkes  weiter»  drei  Säle  vollständig
neu  geordnet.  Der  Saal  der  volkskundlichen.  Sammlungen,  der
geographische  Saal,  in  dem  u,  a.  -die  großen  Globen  und  Karten
von  Peter  An  ich  und  Blasius  Hu  ab.er  verwahrt  wurden,
und  der  patriotische  Saal,  dar  die  Erinnerungen  an  'die  Tiroler
Freiheitskämpfe  von  1809,  1848  und  1866  enthält,  werden  von
manchem  Ballast  befreit  und  -die  Sammlungen  nach  modernen
Gesichtspunkten  auf  gestellt  werden.  Im  Mittelpunkt  der  vaterländischen ­
  Ehrenhalle  werden  die  persönlichen  Erinnerungen
an  Andreas  Hofei  stehen;  in  der  letzten  Zeit  hat  das  Museum
eine  wertvolle  Neuerwerbung  für  diesen  Saal  gemacht,  eine
Marmorbüste  Andreas  Hofers,  die  der  Schöpfer  des  Hoferdenkmals ­
  am  Berge  Isel,  Heinrich  N  alter,  als  Studie  zu  dem
großen  Denkmal  vor  40  Jahren  angefertäigt  hat.  Die  beiden
anderen  Säle  werden  gegenwärtig  —  zum  erstenmal  seit
40  Jahren  —  neu  getüncht.  Die  Aufstellung  der  volkskundlichen
Sammlungen  wird  dadurch  erleichtert  werden,  daß  ein  Teil  an
das  Vo  1  kskumstmus»um  abgegeben  wird,  und  zwar  im  Tausch
gegen  plastische  Kunstwerke  älterer  Zeit,  die  'besser  in  den
Rahmen,  des  Ferdinandeums  passten.  Die  Neuordnung  dieser
Abteilungen  erfolgt  unter  der  Leitung  des  Fachdinektoirs  Hans
Hörtnagl,  dem  Dr.  Vinzenz  Oberhammer  tatkräftig  zur
Seite  steht.  Die  vollständige  Neueinrichtung  der  drei  Säle
dürfte  bis  zum  Beginn  der  Fremdensaispn  beendet  sein.
(Internationales  Wohnungs-  und  Baumuseum.)  Der  Vorstand ­
  'des  Internationalen  Verbandes  für  Wohnungswesen  hat
beschlossen,  die  Initiative  zur  Gründung  eines  internationalen
Wohnungs-  und  Baumuseums  in  Frankfurt  a.,  M.  zu  er-
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.