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INTERNATIONALE SAMMLER-ZEITUNG
Nr. 14
515/6 Zwei Fayencen, Persien, 14. bis 15. Jahrh 440
517 Große Fayencevase, Orient, Mittelalter 1500
518/20 Drei Fayenceschalen, Orient, spätes Mittelalter . 240
521/3 Fayenceschale und zwei Näpfe, Orient, spätes
Mittelalter 1000
524 Fayenceschale, Orient, spätes Mittelalter 80
525 Fayenceschale, Persien oder Kleinasien, spätes
Mittelalter 520
526 Fayencekrug, Orient, Mittelalter 1550
527/9 Drei Fayencen, Orient, spätes Mittelalter 600
530/2 Drei Fayencenäpfe, Orient, Mittelalter 600
533/5 Drei Fayencekrüge, Orient, Mittelalter 500
536 Fayenceschale, Kleinasien, 17. Jahrh 320
537 Fayenceschale, Orient, Mittelalter 520
538/40 Drei Fayencen, Orient, Mittelalter 380
541 Fayencevase, Persien oder Kutahia, 18. Jahrh. . . . 200
542 Fayenceschale, Orient 200
543 Majolikateller, Siena, um 1510 380
544 Majolikaschale, Deruta, um 1520 110
545 Majolikaschale, Deruta, um 1540 120
546 Majolikavase, Urbino, um 1535 1050
547 Majolikakanne, Urbino, um 1540 340
548 Ein Paar Majolikavasen, Venedig, 17. Jahrh 1100
549 Fayeneekrug, Schweiz, 16. Jahrh 580
550 Hafnergefäß, Nürnberg, um 1540 1050
552/3 Zwei Exemplare „Der Briefschreiber“, Meißen
um 1745 400
554 Liebesgruppe, Meißen, um 1745 5200
555 Harlekingruppe, Meißen, um 1745 3200
556 Schäferszene, Meißen, um 1745 410
557 Harlekin, Meißen, um 1745 1650
558 Große Reifrockgruppe, Meißen, um 1740 19.000
559 Ein Paar Figuren, Meißen, um 1750 bis 1760 .... 360
560 Tanzendes Mädchen, Meißen, um 1760 240
562 Ein Paar Komödienfiguren, iNympheniburg, um 1760 . 680
567 Ein Paar Figürchen, Höchst, um 1760 300
569 Kindergruppe, Höchst, um 1770 320
571 Ein Paar Figuren, Höchst, um 1770 1450
573 Kindergruppe, Höchst, um 1770 320
574 Kindergruppe, Höchst, um 1770 290
575 Kindergruppe, Höchst, um 1770 210
576 Kindergruppe, Höchst, um 1775 300
578 Ballettgruppe aus drei Figuren, Ludwigsburg, um 1765 220
579 Ballettänzergruppe, Ludwigsburg, um 1765 1600
582 Porzellanvase, China, 18. Jahrh 900
Buchminiaturen.
584 Serie von zwei großen und 20 kleinen Miniaturen,
Italien, 13. Jahrh 4300
585 Sechs Pergamentblätter, Frankreich, 15. Jahrh, . . . 1450
586 Buchmalerei, auf Pergament, Italien, 15. Jahrh. . . . 1600
588 Persische Handschrift mit Buchmalereien, 1514 . . . 4700
Möbel XV. bis XVIII. Jahrhundert.
589 Eichenholztruhe, Niederrhein, um 1500 800
591 Wandschrank, Schleswig-Holstein, 16. Jahrh 750
592 Halbschrank, Augsburger Schule des Meister um 1540 1250
594 Schrank, Niederlande, um 1600 700
595 Spiegel, Süddeutsch, um 1730 220
597 Kommode, Deutsch, um 1775 460
598 Lehnstuhl, Niederlande, 17. Jahrh 760
599 Ein Paar Lehnstühle, Niederlande, 17. Jahrh 1900
601 Barocklehnstuhl, Holland, um 1700 1500
602 Lehnstuhl, Holland, um 1730 . . . 2000
603 Spanschachtel, Italien, 15. Jahrh 650
604 Truhe, Italien, 16. Jahrh 480
605 Ein Paar Lehnstühle, Italien, 16. Jahrh 1350
608 Lehnstuhl, Italien, 17. Jahrh 600
609 Kredenz, Oberitalien, 17. Jahrh 2900
610 Spiegel, Italien, 17. Jahrh 460
612 Ein Paar Sessel, Italien, 16. Jahrh 850
614 Chorstuhlbank, Italien, 17. Jahrh 1000
616 Lehnstuhl, Italien, 17. Jahrh 1100
617 Lehnstuhl, Italien, 17, Jahrh 550
618 Lehnstuhl, Italien, 17. Jahrh 450
621 Kommode, Italien, 18. Jahrh 290
622 Lehnstuhl, 17. Jahrh 900
623 Faltstuhl, 17. Jahrh 1050
624 Ein Paar Lehnstühle, Stickerei, 16. J., Gestell 17. J. 1600
625 Barocklehnstuhl, um 1700 420
626 Lehnstuhl, um 1700 2000
627 Ein Paar Lehnstühle, um 1700 1600
628 Lehnstuhl, 18. Jahrh 2200
629 Chaiselongue, 18. Jahrh 3000
630 Lehnstuhl, um 1730 1400
631 Kommode, um 1730 650
632 Lehnstuhl, um 1740 300
633 Lehnstuhl, 18. Jahrh 2300
634 Konsoltisch, um 1740 600
636 Lehnstuhl, um 1750 320
637/8 Sofa und paar Lehnstühle, 18. Jahrh 2400
639 Lehnstuhl, um 1760 450
640 Kästchen, um 1760 850
641 Lehnstuhl, um 1760 1550
642 Sechs Lehnstühle, um 1770 3000
644 Sofa und 4 Lehnstühle, Frankreich, 18. Jahrh. . . . 6050
645 Schreibtisch, Frankreich, 18, Jahrh 9800
646 Lehnstuhl, Frankreich, 18. Jahrh 800
647 Kommode, Frankreich, um 1750 . 1100
648 Kommode, Paris, um 1750 3000
650 Lehnstuhl, Frankreich, um 1770 1850
651 Kommode, Paris, um 1765 1900
652 Sofa, Frankreich, um 1700 7900
653 Fünf Lehnstühle, Frankreich, 1770 3500
655 Lehnstuhl, Frankreich, um 1770 2100
657 Ein Paar Lehnstühle, Paris, um 1770 3700
Cine Napoleon-J2ibliothek.
Aus Berlin wird uns berichtet:
Seit kurzem sind in der Staatsbibliothek
kostbare Bücher zur Schau gestellt, von denen viele
die Initialen Napoleons I. tragen. Es handelt
sich um eine umfangreiche Büchersammlung, die
Napoleon für seine Gemahlin, die Kaiserin Marie
Luise, angelegt hat. Im Gegensatz zti der Biblio
thek des Kaisers selbst, der auf äußere Ausstattung
wenig Wert legte, handelt es sich hier um prächtige
Bände, die von den ersten Buchbindern der Zeit in
Maroquin, mit goldgeprägten Wappen und Chiffren,
gebunden sind. Wegen ihrer Geschlossenheit kommt
der Büchersammlung besondere Seltenheit zu.
Manchmal noch kann man an den Seine-Quais von
Paris das eine oder andere Buch aus der Jugendzeit
Napoleons erhalten — stark zerlesene Bände, in
denen von irgendeinem — meist antiken — Schrift
steller die Taten großer Männer beschrieben sind
oder die Möglichkeiten, der Menschheit das Glück
zu erringen. Themen also, die den späteren Napo
leon unmöglich mehr interessieren konnten, denn,
statt die Taten großer Männer zu studieren, voll
brachte er nun seine eigenen, um endlich auf Sankt
Helena sein eigener Plutarch zu werden, ebenso po
sitiv schreibend wie jener, ebenso souverän mit der
Wahrheit umgehend und ebenso brillant im Stil. Von
seinen -verschiedenen Reisebibliothe'ken scheint
überhaupt nichts erhalten zu sein.
Dann gibt es noch seine Bibliothek von Mal-
maison, aus jener schönsten und glücklichsten, ruhig
sten und gesammeltsten seiner Epochen: da las er
die Literatur des so überaus graziösen achtzehnten
Jahrhunderts,
Ganz anders die ausgestellte Bibliothek: ein
Meisterwerk der Buchbinderkunst Frankreichs, wun
dervolle Bände mit den auf geprägten Wappen Na
poleons und der Habsburger und des Königs von
Rom, Eine repräsentative Bücherei — die klassische,
große Literatur Frankreichs, alle die Corneille, Ra
cine, Moliere — alle die tönenden, pathetischen
Jamben — — auch des achtzehnten Jahrhunderts,
das im Gegenspiel dieser beiden Bibliotheken des
selben Menschen seine ganze Mannigfaltigkeit er
weist.
Nach der Deportation nach Sankt Helena hat
Marie Luise die Bibliothek nach Wien mitgenom
men und hier erweitert, vervollständigt und auf dein
laufenden gehalten. So ist in ihren 12.000 Bänden
nicht nur Frankreichs Klassik enthalten, sondern
ebenso die deutsche und französische Romantik bis