Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Jahrgang 23 (1931) (4)

Nr.  4

INTERNATIONALE  SAMMLER  -  ZEIT  ÜNG

Seite  41

52.  Brozik,  großes  Oelgeimälde  auf  Leinwand,  205X125.
53.  Brozilk,  großes  Oelgemälde  auf  Leinwand,  205X125,
Die  Bilder  können  bis  zum  Versteigerungstage  in  einem
an  die  Kanzlei  des  Herrn  Dr.  Mor  Fleischhacker  anschließenden ­
  Raum  besichtigt  werden,  Herr  Dr.  Fleischhacker
ist  auch  bereit,  alle  gewünschten  ^Auskünfte  über  den  Zustand

der  Bilder,  SchätzungSipreise  etc.  zu  erteilen.  Die  Schätzungen
rühren  von  Herrn  Pr.  Otto  Bein  es  ch,  dem  ständigen
Experten  für  alte  Gemälde  des  Wiener  Dorotheums,  her;  es
wird  ajber  ausdrücklich  bemerkt,  daß  die  Bilder  auch  unter
denn  Sohätzungspreise  abgegeben  werden.

Die  Sammlung  Jlriur  Specht.

Fig,  2,  Pokal,  Schlesien,  1740,

Wir  haben  schon  in  der  vorigen  Nummer  auf  die
kleine,  aber  erlesene  Sammlung  des  Kommerzialrats
Artur  Specht  (Wien)  hingewiesen,  die  das  Kunstauktionshaus ­
  C.  J.  Wawra  in  Wien  am  23.  Februar ­
  zur  Auflösung  bringt.  Hofrat  Dr.  Schestag,
der  das  Vorwort  zu  dem  mit  Geschmack  ausgestatteten ­
  Katalog  geschrieben  hat,  nennt  Specht  einen
Marchand  amateur:  die  Bezeichnung  trifft  aber  nur
soweit  es  sich  um  die  Teppiche  der  Sammlung  handelt, ­
  zu,  Kommerzialrat  Specht  oblag  eine  Zeitlang

den  herrlichen  Seiden-Keschan  mit  dem  steingrünen
Fond,  die  prächtigen  Kula-Gebetteppiche  etc.
Außer  Teppichen  enthält  aber  die  Sammlung
Specht  noch  Gläser,  Porzellan,  Möbel,  Textilien,  Arbeiten ­
  aus  Silber,  Elfenbein  und  Holz  und  —  last  not
least  —  Gemälde,  eine  höchst  erkleckliche  Zahl
von  Gebieten,  wo  Specht  nur  Sammler  war,  ein
Sammler  von  feinstem  Geschmack  —  und  Stilempfinden, ­

Unter  den  Gläsern  dominieren  schlesische  Fabrikate ­
  aus  dem  18.  Jahrhundert,  doch  ist  auch  das

Fig.  1.  Henkelkrug,  Schlesien,  um  1740.
dem  Teppichhandel,  aber  der  Amateur  siegte  auch
da  meist  über  den  Marchand.  Er  hatte  das  Herz,
Stücke,  die  ihm  besonders  gefielen  —  und  der  Kenner ­
  entschied  sich  natürlich  nur  für  das  Beste  —  für
sich  zu  behalten.  So  finden  wir  denn  in  der  Sammlung, ­
  die  jetzt  unter  den  Hammer  des  Auktionators
kommt,  Prachtstücke  aus  dem  18.  und  dem  frühen
19.  Jahrhundert.  Wir  nennen  den  Kirman  mit  den
großen,  blumengefüllten  Kartuschen,  unter  Nr.  211
im  Katalog  verzeichnet,  den  Täbris  feinster
Knüpfung,  dessen  Fond  durch  konzentrische  Medaillons ­
  in  verschiedenen  Farben  geteilt  ist  (Nr,  208),

Böhmen  des  18.  Jahrhunderts  durch  sehr  hübsche
Stücke  vertreten.  In  dem  achthenkeligen  Henkelkrug, ­
  den  Fig,  1  reproduziert,  werden  unsere  Leser
einen  guten  Bekannten  aus  der  Sammlung  Dr.  Max
Strauß  begrüßen.  Es  ist  ein  schlesisches  Erzeugnis
aus  der  Zeit  um  1740  und  zeigt  auf  den  Breitseiten
die  Friedensgöttin,  beziehungsweise  Caritas  in  reichem ­
  entwickelten  Laub-  und  Bandelwerk.  Vorne
Spiegelmonogramm.  Rückseite  gekugelt,  mit  Blütenrank ­
  geziert.  Silberdeckel  und  Fuß  in  Silber  montiert.
Fig,  2,  ein  Pokal  mit  Bildnis,  Monogramm  und
Wappen  der  Kaiserin  Maria  Theresia,  war  im  vor,
Jahre  in  der  Maria-Theresien-Ausstellung  in  Schönbrunn ­
  ausgestellt.  Der  sehr  schöne,  mit  fanfarenblasenden ­
  Putti  gezierte  Pokal  ist  auch  schlesisches  Er-
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.