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INTERNATIONALE SAMMLER - ZEITUNG
Nr. 8
des 15. Jahrhunderts, orientalische des 16, Jahr
hunderts, friesische und nordid'eutscihe des 17. Jahr
hunderts, französische des 18. Jahrh. usw. Her
vorzuheben sind ein deutsches Minnekästchen des
späten 15. Jahrhunderts. Von den Möbeln ist die
schon von B o d e publizierte Florentiner Renais
sancewiege zu rühmen. Das kunstgewerbliche Ge
biet wird unterbrochen durch eine Sammlung von
hauptsächlich Bauern- und Trachtenschmuck, aber
auch Nürnberger Goldschmuckgehänge des 16. Jahr
hunderts, Anhänger in Ulmer Arbeit des 18. Jahr
hunderts sowie italienische, schweizerische und
spanische Arbeiten. Schließlich noch Taschen
uhren, kirchliche und handwerkliche sowie medi
zinische Geräte, Drechslerarbeiten und Arbeiten in
Serpentin und Bergkristall, sowie Werkzeuge und
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Fig, 5. Chesea um 1460,
S k uiIp turen, die vom Mittelalter bis zum Ro
koko reichen, darunter einige reizvolle Klein
plastiken in Elfenbein und Holz. Es folgen astro
nomische Instrumente, wie Sonnenuhren, Kom
passe, Kalendarien, Meßinstrumente des 16. bis
18. Jahrhunderts, sowie die kleine Sammlung von
alten Musikinstrumenten.
Der Katalog bringt weiters Arbeiten in Edel
metall und Emailmalereien, Schmuck,
Geräte in Holz, Eisen etc. des 16. bis 18. Jahr
hunderts.
Besonders zu erwähnen wäre der reiche antike
Goldschmuck, der einen der wesentlichen Be
standteile der Versteigerung bildet. Es sind zumeist
griechische und hellenistische Arbeiten der frühen
Epochen bis in die späte römische Kaiserzeit hinein.
Hier finden wir Spiralen, Diademe, Ohrringe, An
hänger, Ringe, Kettchen, Ohrgehänge usw.
Cine ungarische Kunstausstellung in Jlmerika.
Aus New York wird uns geschrieben:
Auf Initiative des bekannten .Kunsthändlers Abris Sil
bermann, eines Ungarn, dem die ungarische Kunst viel
fache Förderung dankt, wird hier im Herbst dieses Jahres
eine ungarische Kunstausstellung eröffnet werden,
die später auch in Chicago, Washington und einigen
anderen Städten der Union zu sehen sein wird. Ihre Dauer
ist auf etwa eineinhalb Jahre berechnet.
Das Arrangement der Ausstellung hat die American
College Art Association, eine der bedeutendsten
Künstlerorganisationen der Vereinigten Staaten, übernommen,
welche die Kosten aus den Erträgnissen der Eintrittsgelder zu
decken gedenkt. Eine Subventionierung seitens des ungari
schen Staates oder ungarischer Künstlervereinigungen ist nicht
ins Kalkül gezogen.
Schon in den nächsten Tagen wird sich der Generalse
kretär der American College Art Association, Mr. Mac M a -
hon, in Begleitung von Mr. Malcolm V a u g h a n, dem Kunst
kritiker einiger führender Hearst-Blätter, nach Ungarn bege
ben, um an Ort und Stelle eine Auslese der für die Ausstel
lung in Betracht kommenden Werke vorzunehmen. Sie wer
den die Ateliers der Künstler, wie die Museen und Ausstel
lungen des Landes besuchen, um zu sehen, was für ihren
Zweck Geeignetes sich da findet.
Die Kosten des Transportes, wie der Versicherung trägt
die Association, so daß weder Künstlern noch Museen irgend
welche Barauslagen erwachsen.
Wie übrigens schon feiststeht, beabsichtigen sich auch
die in Amerika lebenden ungarischen Künstler an der Aus
stellung zu beteiligen.