Nr. 19
INTERNATIONALE SAMMLER - ZEITUNG
Seite 169
296- 297 Vier WantLppliken 120
298 Empire-Wiege, Frankreich um 1800 170
301 Louis-XV.-Himmelbett, Portugal, 18. J. ....... 330
302—303 Zwei Nachtschränke Louis XV 110
3*04 Louis-XVI.-Eckschrank 150
305 Empire-Vitrine 150
307—309 Drei Louis-XV.-Lehnsessel 370
311 Kronleuchter, Schmiedeeisen 140
312 Marmor-Relief, Maria mit Kind, Florenz, um 1600 • 210
317 Meister der weibl. Halbfiguren, Maria mit Kind,
14:10 cm 900
341 Amerikanisches Glas-Service für 12 Personen . . . 165
344—347 Vier Einbau-Schränke 620
351 Sieben gerahmte Adelsbriefe 90
354 Zwölf Wiener Mokkatassen im Empirestil 70
Das schöne J'rauenbildnis.
Eine geschlossene Aquarell-Porträtsammlung, die
unter der zutreffenden Bezeichnung »Das schöne
Frauenbildnis« zusammengefaßt ist, bildet den
Mittelpunkt der Kunstauktion, die S. Ken de in
Wien am 5. und 6. Oktober in seinen Räumen in
der Rotenturmstraße veranstaltet. Eine wahre Schönheitsgalerie:
Ein Paris hätte es schwer, sich zu entscheiden,
welcher der vielen dargestellten Frauen
er den Apfel reichen sollte.
Alois von Anreiter eröffnet den Reigen mit
dem Bildnis seiner Gattin in schwarzem Kleid, es
folgen dann Peter F e n d i, Leopold Fischer, Fr.
H. Füger, Josef Kriehuber, Emanuel Peter,
Wilhelm August Rieder, Andrew Robertson
und Josef Zumsande mit anmutigen Frauen- und
Mädchenporträts. Liebreiz strömt das Bild von
Ranftl aus, das zwei Kinder um einen Hund in
einer Landschaft zeigt (siehe unsere Abbildung
Fig. 1).
sonnigen Feld, von dessen Hintergrund See und Berge
sich wirkungsvoll abheben. Der Schönheitsserie
könnte man weiters das Bildnis einer jungen Frau
mit blauem Kapotthütchen und Feder in brauner
Samtmantille anreihen, das von Nikolaus B a r a b a s
stammt und die junge Italienerin mit braunen Locken
und dekolletierter Bluse von Eugen von B 1 a a s
würde da auch nicht fehl am Platze sein. Und was
das Kunstauktionshaus S. Kende diesmal sonst noch
an Bildern bringt, ist nicht, wie man in Deutschland
zu sagen pflegt, von Pappe, Da sind nicht weniger
als fünf Miniaturen von Daffinger, eine schöner
als die andere, da ist ein reizender Gauermann
(Südtiroler Bauernfamilie sucht mit ihren Tieren,
[Pferde, Kühe, Ziegen, Schafe, Hund] vor einem
herannahenden Gewitter Schutz), da sind eine »Waldfee«
von Jacob Emil Schindler, zwei Aquarelle
von Franz A11 (Eine Donaubrücke und Stock im
Eisen-Platz mit Stephansdom), ein Stilleben von
Aber auch außerhalb dieser geschlossenen
Sammlung, die noch vor kurzem das Palais eines
Wiener Aristokraten geschmückt hat, finden wir
Porträts, die man dieser Schönheitsserie einverleiben
dürfte. Dazu gehört in erster Linie das von uns reproduzierte
Bild (Fig. 2) von dem Norweger Hans
Dahl, das »Am Abend« betitelt ist. Ein junges
Mädchen in der kleidsamen Tracht seiner norwegischen
Heimat liegt auf einem von Blumen besäten,
Josef Lauer (Edelweiß, Alpenrosen und Enzian),
Bilder von Tina Blau und der Wisinger-Florian,
von Hugo Charlemont, Josef K i n z e 1
(Gigerl auf der Alm), Clemens v. P au sing er
(die Hofoperntänzerin Rathner als Pierette) u. a. m.
Einigen der sehr gesuchten Stiche'von J. Z i e g-1
e r folgt eine Kollektion von Gläsern, in der
sich Arbeiten von Kothgasser, Biedermeiergläser etc.
befinden. Unter den Fayencen ist ein Speise-