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MAK

Full text : Jahrgang 26 (1934) (15/16)

Seite  122

INTERNATIONALE  SAMMLER-ZEITUNG

Nr.  15/16

174  Derselbe,  Miss  Bloxam  1400
1©  Derselbe,  Le  Card  im  1  Conxalve  und
189  iM  a  11  e  t,  Julie  260
186  Le  Coeur,  Les<  chagrins  de  1‘enfance  .......  2600
187  Derselbe,  L'Heureux  Retour  und
191  Mix,eile,  L'heureuse  Rencontre  320
188  Derselbe,  La  Bonne  Union  3200
190  Derselbe,  Le  Bouquet  dechire  und
194  Moreau  d.  J.,  Le  Lever  95
192  Mannet,  La  Belle  Es-clave  125
193  Moreau  d,  J.,  Declaration  de  la  grosesse  .....  95
195  Derselbe,  La  petite  Toilette  und
199  Morland,  The  Kite  Eatangled  .........  1000
196  Moreau  d,  J.,  La  grande  Toilette  200
197  Derselbe,  La  Partie  de  Wisch  ............  100
198  Derselbe-  Le  Seigneur  chez  son  fermier  85
200  M  o  r  1  a  n  d,  .Morning  or  the  Benevolent  Sportsman  .  800
202  Derselbe,  'Gathering  wood  690
203  Derselbe,  The  Squires  door  670
206  Derselbe,  A  visit  to  the  Boarding  School  200
Nanteull.
207  Claude  Auvry  -  15
208  Bochart  de  Saron  20
209  Jean  Dori'lu  19
2111  Francois  Guenault  54
212  Michel  Le  Masle  16
213  Louis  XIV  10
214  Louise,  Marie  de  Gonzague  -  10
215  Rene  de  Longueil  .  15
216  Denis  Martin  de  la  chantaigneraye  10
217  Henri  de  Savoie  12
218  Denis  Talon  85
219  Petrus  Puteanus  55
220  Owen,  The  Fortune  Teller  (Lady  Leicester)  ....  150

221  J.  D,  Paul,  3  Bl,  685
222  Peters,  The  Fortune  Teller  und
226  Pollard,  St,  Albans  Steppte  chase  ........  885
223  Peter  s,  The  Gamesters  ..............  910
224  'Derselbe,  Belinda  335
225  Derselbe,  Pensums  wilih  fruiis  and  flowere  80
227  J,  Pollard,  The  Aylesbury  Grand  Steeple  chase  .  400
228  R,  Pollard,  Euphrosyne  und
232  Reynolds,  Miss  Palmer  45
229  R,  Pollard,  Aiglaia  300
230  Reynolds,  Roxalana  280
231  Derselbe,  The  Hon,  Frances  Ingram  405
233  R  o  m  n  e  y,  .Miss  Sneyd  ais  Serena  360
234  R  o  w  1  an  d  so  n,  Vaux  'Hall  .  .530
235  Derselbe,  Folge  von  5  BL  300
237  Saint  Aubin,  Adrienne  Sophie,  .Marquise  de  55
238  Schall,  L'amant  eurpris  810
239  Derselbe,  Le  Panier  renver.se  210
241  S  e  r  g  e  n  t,  The  place  to  the  first  occupier  280
242  'Simoneau,  II  n’est  plus  temps  36
243  Smith,  A  visit  to  the  Grandfather  ........  1580
244  Derselbe,  Miss  Chambers  und
249  Taunay,  Le  Tambourin  2500
245  Derselbe,  Miss  Carter  180
2418  Taunay,  La  Rixe  und
252  van  G  o  r  p,  Le  Dejeuneur  de  Fanfan  460
253  Derselbe,  Le  Nid  d'Amour  271
254  Ward,  The  Romps  und
258  Lucy  of  Le  inst  er  200
255  Derselbe,  The  Truants  4750
256  Derselbe,  The  Stormy  Night  und
260  W  estall.  Rural  contemplation  700
2'61  W  h  e  a  t  1  e  y,  Tenderness  persuading  ,  285
26,2  Derselbe,  Rustic  Employment  300
264  Wooley,  Dick,  or  the  Soldiers  return  1620

Sefälschte  Sehiller~*Äutographen.

Der  175.  Geburtstag  Schillers,  der  in  diesen
Tagen  begangen  wurde,  weckt  die  Erinnerung  an
eine  der  größten  Autographenfälschungen,  die  je  begangen ­
  wurde.  ‘
Friedrich  Steiner  erzählt  darüber  in  der
„Bobemiai“;  „Es  war  in  den  Jahren  1850'—1854,
als  auf  dem  deutschen  und!  internationalen:  Autographenmarkt ­
  unerwartet  eine  große  Anzahl  Schillerscher ­
  Handschriften  auf  tauchte.  Weder  die  großherzogliche ­
  Bibliothek  zu  Weimar,  noch  das  Weimarische
  Fürstenhaus  besaßen  so  wertvolle  Schiller-Manuskripte,
  wie  man  sie  so  plötzlich  überall  kaufen
konnte.
Zunächst  erregte  das  merkwürdig  reichhaltige
Sortiment  offerierter  Schiller-A.utographen  das  Mißtrauen ­
  des  Papierhändlers  Künzel  in  Heilbronn,
der  als  eifriger  Sammler  einige  Originalbriefe  von
der  Flamilie  des  Dichters  Theodor‘K  ö  r  n  e  r  erworben ­
  hatte,  Künzels  eifrigen  Nachforschungen  war  es
zu  danken,  daß  sich  das  Dunkel  über  den  geheimnisvollen ­
  Erscheinungen  auf  dem  Autographenmarkt
zu  lichten  begann.  Um:  die  „Quelle“  zu  entdecken,
aus  der  man  den  internationalen  Autographenmarkt
speiste,  begab  sich  Künzel  nach  Weimar.  Er  war
sehr  verblüfft,  als  ihm  dort  von  dem  Bibliothekdiener
Grosse  und  dem  Architekten  von  Gerstenberg'k
  mit  größter  iBereitwilligkeit  eine  umfangreiche ­
  Kollektion  Schillerscher  Handschriften  zum
Kauf  angeboten  wurde.  Noch  größer  aber  wurde
Künzels  Erstaunen  beim  Anblick  einer  riesigen
Autographensammlung,  die  er  im  Hause  der  verwitweten ­
  Hofrätin  Riemer  in  'Weimar  zu  sehen
bekam.  Es  warten  nicht  weniger  als  89  seltene
Schillerhandschriften,  darunter  Gedichte,  Briefe,

Fragmente  aus  „Wallenstein“,  ,,  Maria  Stuart“  —
„Wilhelm  Teil“  u.  a.  m.  Auf  Befragen  erklärte  die
alte  Dame  —  eine  leidenschaftliche  Handschriftensammlerin ­
  —  sehr  unbefangen,  daß  sie  diese  kostbaren ­
  Manuskripte  von  dem  Architekten  v,  Gerstenbergk
  erworben  habe,  der  übrigens  jauch  eine  größere
Anzahl  Schillerscher  Handschriften  an  die  Kgl.  Bibliothek ­
  nach  Berlin  verkauft  habe.  Schon  bei  flüchtiger ­
  Einsicht  in  die  „Weimarer  Handschriften“  waren ­
  in  Künzell  Verdachtsmomente  auf  gestiegen,  Doch
erst  niach  mühseligen  Forschungen  gelang  es  Künzei,
jene  „Weimarer  Autögraphen“,  die  er  mit  400  einwandfreien ­
  Schillerbrief'en  verglichen  ha.tte,  als  Fälschungen ­
  zu  entlarven.  Auf  Veranlassung  von  Künzel
erstattete  einer  von  den  zahlreich  Betrogenen,  der
Buchhändler  Baer  aus  Frankfurt  a,  M„  Befrugsanzeige
  gegen  Gerstenbergk.
Am  16,  Dezember  1854  verfügte  das  großherzogliche ­
  Kreisge'richt  zu  Weimar  die  Einleitung  einer
strengen  Untersuchung  gegen  Gerstenbergk  und  unbekannte ­
  Mitschuldige.  Nur  zu  bald  stellte  es  sich
heraus,  daß  es  unmöglich  war,  alle  Geschädigten  zu
zitieren,  da  viele  „Weimarer  Schiller-Handschriften“
ins  Ausland!  verkauft  worden  waren  und  dort  die
Bibliotheken  und  Museen  zierten.  Immerhin  war  die
Ausbeute  noch  reichhaltig  und  aufschlußreich  genug.
Das  Gericht  übergab  einem  Sachverständigtenausschuß
  d.a6  beschlagnahmte  Autographenmaterial.
Nach  langwierigen  Untersuchungen  stellte  der  Ausschuß ­
  fest,  daß  von  den  415  Manuskripten,  die  von
Schillers  Hand  stammen  sollten,  4  11  alb  Fälschungen ­
  zu  betrachten  sind.  In  d ! em  Gutachten,  das  de'r
Anklage  als  Grundlage  ditente  und  das  200  Folioseiten ­
  umfaßt,  wird  u,  a,  ausgeführt,  daß  die  gefälsch-
            
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