Nr. 15
INTERNATIONALE SAMMLER-ZEITUNG
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des Friedrich Le Sage mit dunklem Mantel mit Pelz
kragen und Barett. Ein „Amor“ von van Dyck, nur
mit wehender Schärpe bekleidet, hält die Hand auf
einem Aststumpf. Eine Marine und eine Landschafts
szene, beide Panneaux, das erste 46 :56, die zweite
59:82, haben van Goyen zum Schöpfer; die alte
Mühle, halb verfallen schon, vor welcher zwei Jäger
rasten, ist ein vorzügliches Werk Meindert Ilobbe-
mas. Der „Wartturm“ von Salomon Ruysdael er
hebt sich am Ufer eines Flusses, von Fischern und
Menschen an den Ufern belebt. Die Bilder haben aus
nahmslos die Gewähr ihrer Echtheit durch die ersten
Gelehrten, wie Max Friedländer, Gustav Glück, Dr. W.
Vogelsang, Dr. G. Gratama und Prof. G. Fiocco,
von denen sie expertisiert wurden.
Fig. 8. David Teniers. d. Interieur.
Ein prächtiges „Interieur“ David Teniers des
Jüngeren (siehe Fig. 8)^ zeigt eine Szene vor einem
Kaminfeuer, das ein paar Männer beleuchtet, die
sich unterhalten. Ein Frauen- und ein Männerporträt
von Terborgh, auf Leinwand gemalt, konnten in
mehreren Ausstellungen bewundert werden.
Mit der Sammlung Strauß zugleich kommt auch
die des verstorbenen Schweizer Kunstkritikers Dr. J.
Widme r zum Ausgebot, die hauptsächlich neuere
Maler, insbesondere Schweizer, enthält. Kodier ist
da mit nicht weniger als zwanzig Bildern und Skizzen
vertreten, darunter Mou'iin de Sous-Terre, Portra t d un
musicien, Porträt des M. Vuagnat, Vater und Kind,
Le promeneur dans la foret, La Vallee de Joux, Le
Faucheur, den Porträts des M. Roy und der Mme.Roy.
Unsere Abbildung (Fig. 9) führt „Vater und Kind
vor, das in verschiedenen Ausstellungen exponiert war
und auch durch die Reproduktionen bekannt ist. Die
zwanzig Bilder und Skizzen geben einen Ueberblick
über das Schaffen des Großen und es wäre aufs
innigste zu wünschen, daß sie in einer Hand vereinigt
blieben und den Grundstock zu einem Hodler-Museum
Fig. 9. Hodler, Vater und Kind.
bilden, das Genf um eine starke Attraktion bereichern
würde.
Außer Hodler sind auch die Schweizer Buri,
und Albert Trachsel gut vertreten, letzterer mit 20
Bildern. Von neueren Malern nennen wir noch Amient,
Utrillo, Barnaud, Eduard Vallet, Benjamin und Otto
Vautier.
Stephens-Sammlung, 3. Teil.
Am 25. und 26. Oktober veranstaltet H. R. Ilar-
mer in London die dritte Versteigerung der Mi
chael Stephens-Sammlung. Es kommen die Mar
ken von Großbritannien, Cypern, Gibraltar, Plelgoland,
den jonischen Inseln und Malta, ferner britische Be
sitzungen in Asien, wie Ceylon, Hongkong, Indien,
Strait Settlements, Labuan, Marken der afrikanischen
Besitzungen in Bechuanaland, British Somaliland, Kap
der guten Hoffnung, Aegypten, Gambia, Goldküste,
Lagos, Kenya, 69 Nummern von Marken aus Mauri
tius, Natal und Negerküste, Nyassaland und Orange
River Kolonie, St. Helena, den Seychellen und Sierra
Leone, Süd-Nigeria und Transvaal. Zanzibar und Zulu
land zur Versteigerung.
Die Sammlung umfaßt 221 Stücke, unter denen
besonders hervorgehoben zu werden verdienen: Groß
britannien, 184.0, Zwölferblock zu t d, schwarzer
Druck auf Indiapapier (Schätzungspreis 12 Pfund);
desgl., 1840, Zw'ölferblock, 1 d, tiefblau mit Stem
pel: Nationalbank of Ircland (12 Pf.); eine Anzahl
Probedrucke aus den Jahren T840 und 1841 (26 Pf.);
Großbritannien, 1841. 1 d, rotbraun, zwei Sechser
blocks, t Sechserreihe, 2 Viererreihen und 19 Einzel
marken (45 Pf.). Desgl., 2 d, blau, 184 r, eine Siebe
ner- und eine Fünferreihe, ein Viererblock und 7 Ein
zelstücke (23 Pf.). Desgl. 1854—57, 1 d, kleine Krone,
iözähnig, Sechserblock, 3 Paare und 11 Einzelstücke,
meist ungebraucht (28 Pf.). Desgl., 1854—57, 1 d, rot-