Nr. 15
INTERNATIONALE SAMMLER ZEITUNG
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Munt he, zwei Seebilder von Andreas Achenbach
a-us seiner besten Zeit, ,.Faust und Margarete",
von Hans Makart, eine große „Morgenstimmung.vor
-Venedig“ von Ludwig Dill, „Schottische Küste in
Abendstimmung“ von Adolf Li e r, den „Antiquitätensammler“
von Ludwig Knaus, „Genesung" von
Walter F i r 1 e, ein Hauptwerk von Gregor von B o c Irin
ann „Große esthnische Landschaft“, ferner hervorragende
Werke von Gotthard Kuehl, Ed. von Gebhardt,
Heinrich von Zügel, - Richard Bumier, Carl
I'erd. Sohn, Eugen Kampf, G. A. Rasmussen, G.
Schönleber, Karl Schuch, Friedrich Voltz, Robert
Schleich, Hugo Kauffmann, Wilhelm v. Diez, Wilhelm
Trübner, Hans Hermann usw.
Die meisten dieser Bilder sind von kategorischer
Bedeutung für das Schaffen der betreffenden Maler;
die Auktion am 30. Oktober wird also die Beachtung
der deutschen Kunstfreunde beanspruchen können.
Die Oktober-Versteigerung bei Weinmüiier.
Aus München wird uns berichtet:
Als erster Teil der Sammlung Theodor Stroefer
(Nürnberg), kommt am 21., 22. und 23. Oktober
im Münchner Kunstversteigerungshaus Adolf
Weinmüller altes Kunstgewerbe zur Versteigerung.
Die Bedeutung dieses Teiles der Stroefer’schen
Sammlung liegt, wie das Vorwort des über 900
Nummern umfassenden Kataloges besagt, nicht in
einzelnen, besonders wertvollen Spitzenstücken, sie
beruht vielmehr auf der breiten Basis bester Qualität,
die besonders in den Gruppen Glas, Möbel,
Metall und Schmuck das Interesse des ernsthaften
Sammlers verdient.
Unter den Fayencen findet sich eine Reihe
guter Walzenkrüge der Manufakturen Crailsheim,
Dorotheenthal und Hanau, ein sehr schöner Hanauer
Kugelbauchkrag und Nürnberger Enghalskrüge. In
der Gruppe Glas sind namentlich Nr. J38 des
Kataloges, ein venezianisches Kelchglas des 18. Jh.
(der Schaft in Form eines stehenden Ziegenbockes),
Nr. 148 ein böhmischer Pokal’ des frühen 17. Jh.,
einige Spessarter Becher des 17. Jh. und ein sehr
feiner Nürnberger Schraubflakon des frühen 18. Jh.
zu nennen. Es folgen Kannen, Wannen und
Model in Kupfer, Zinngerät des 16. bis 18. Jh., da
runter ein sehr interessanter Radstädter Trinkkrug
und eine Regensburger Schauplatte, Tafelzinn des
19. Jh.
Besonders reich und vielgestaltig ist die Abteilung
Schmuck. Der Katalog verzeichnet Halsketten,
Armbänder, Ohrringe, Miederhaken und Miederknöpfe,
Schließen, Ilaarschmuck, meist süddeutsche,
Schwäbisch (irnünder Arbeiten des 18. und 19. Jh.,
darunter auch einige nordische Stücke, wie che beiden
friesischen Halsketten Nr. 425 und 409. Daran
schließen sich Miniaturen und Bijouterien
mit einem kleinen goldemaillierten Stehkreuz,
wohl eine Augsburger Arbeit des 18. Jh.
Die kirchliche Kunst bringt einige hübsche
Kruzifixe und als wertvollstes Stück eine gotische
Monstranz aus Rörgkau,
In der Gruppe M ö b e 1 sind besonders erwähnenswert:
deutsche Schreibkommode um 1750 (siehe
die Abbildung Fig. 3), eine reich eingelegte Tischplatte
derselben Zeit (Nr. 718), eine Kommode um
1780, ebenfalls mit reicher Einlegearbeit (Nr. 723),
ein großer, äußerst dekorativer Schreibtisch des
späten 18. Jh. (Nr. 733), ein fränkischer Kon-Fig.
3. Schreibkommode, Süddeutsch, Mitte 18. ].
soltisch mit feiner Rocaillenschnitzerei um 1750 (Nr.
719), eine Folge kleiner Kommoden und Aufsatzkästchen
des 18. Jh. und als Glanzstück der Sammlung
deutsche und italienische Rahmen des 17. und
18. Jahrhunderts.
Unter den Varia werden Beschläge, Buchschließen,
Wachsarbeiten, Hinterglasbilder, Lederdruckstempel
für Bucheinbände, sowie Stoff druckmodel
interessieren.
Die Besichtigung der Objekte findet von Samstag,
den 16. bis einschließlich Dienstag, den 19,
Oktober täglich von 9 bis 13 und 15 bis 19 Uhr
Uhr statt.
Der Katalog mit acht Abbildungstafeln ist zum
Preise von 2 Rm. durch die Versteigerungsfirma
zu beziehen.
Eine Schweizer Sammlung im Dorotheum
Die nächste (448.) Kunstauktion des Dorotheums
in Wien, die vom 21. bis 23. Oktober stattfindet,
bringt eine hervorragende Schweizer Sammlung.
170 Nummern des Katalogs bilden eine zusammenhängende
Reihe erlesener Stücke von der
Zeit der alten Aegypter bis zum ausgehenden Barock.
Angefangen von den plastischen Spolien der Antike:
Terrakotta, Stein und Bronze, von den geheimnisvollen
Luristan-Bronzen, findet der Bestand in den
Werken der mittelalterlichen Kunst seinen Höhepunkt.
Schon lange ist keine solche Kollektion von französischen
Limoges-Arbeiten des 13. Jahrhunderts in Wien