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UFER SACRUM. 
liebst es vielleicht, deinen Wein aus einem kunst 
reich geformten Glase zu trinken: komm zu uns, 
wir weisen dir die Form des Gefässes, die des 
edlen Trankes würdig. Oder willst du ein köst 
liches Geschmeide, ein seltsam Gewebe, um dein 
Weib oder deine Geliebte damit zu schmücken? 
So sprich, so versuch' es nur einmal, und wir 
wollen dir dann beweisen, dass du eine neue Welt 
kennen lernst, dass du ein Mitdenker und ein Mit 
besitzer von Dingen bist, deren Schönheit du nicht 
ahnst, deren Süsse du noch nie gekostet hast!“ 
Nicht im Nebeldunst unklarer Schwärmer 
liegt der Wirkungskreis des Künstlers, sondern 
mitten im Leben muss er stehen, mit allem Hohen, 
allem Herrlichen und mit allem Grässlichen, das 
es birgt, vertraut sein, tief untertauchend in den 
brausenden Wirbel. Lehren wollen wir euch, mit 
uns vereint fest zu werden, wie ein Thurm von 
Erz, als Erkennende, Wissende, Verstehende, als 
Adepten, als Herrscher über die Geister! Das sei 
unsere Mission. 
In der Hand eines Jeden von euch liegt es, in 
seinem Kreise zu wirken und Freunde zu werben, 
nicht für den persönlichen Vortheil des Einzelnen, 
sondern für das grosse, herrliche Ziel, das wir 
nicht allein, das Tausende ausser uns ersehnen. 
Es gibt unter euch so viele, welche mehr, als sie 
selbst wissen, im Grunde für uns sind. Euch alle, 
die ihr in der reichen Kampfnoth dieses Lebens 
zu dem unzählbaren Heer der Mühseligen und 
Beladenen gehört = unter den Reichen und Be 
neideten dieser Welt ebenso viele wie unter den 
Armen = euch alle dürstet’s ja nach einem Labe- 
trunke aus dem Jungbrunnen der ewigen Schön 
heit und Wahrheit. Ihr alle seid unsere natür 
lichen Bundesgenossen in dem grossen Kampf, 
den wir wagen. An uns soll es sein, euch vor 
anzuschreiten. Auf unsere Fahnen treue mögt ihr 
bauen, haben wir uns doch mit unserer ganzen 
Kraft und Zukunft, mit allem, was wir sind, ge 
weiht zum 
„HEILIGEN FRÜHLING“. >§3>S3>£3 
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