r er sacrum.
stellte die frohe Botschaft von der Geburt des Herrn dar. keit des neuen Lichtes aufmerksam machen wollte, das
Es hatte zwei verschiedene Lichtquellen: auf den Bergen bereits aufgegangen ist. „Einen solch zarten, trostreichen
dämmert ein dunkles Abendroth = die Sonne ist schon und frommen Sinn hatte Franz für den vernünftigen und
lange untergegangen = und in der Ferne schreiten zwei fühlenden Beschauer in das Gemälde zu bringen gesucht.“
Engel durch das Korn, von denen ein himmlischer Glanz Waldscenen locken den wandernden Maler besonders,
über die Landschaft ausstrahlt. Dorthin blicken die Hirten Er denkt sich die schattigen Gründe beseelt durch irgend
in sehnsüchtiger Verzückung, nur ein junger sieht weh- einen leidenschaftlich menschlichen Vorgang, so aber, dass
muthvoll der untergegangenen Sonne nach, als sei mit ihr doch die Landschaft die Hauptsache bleibt. „Wenn ich mir
die Freude der ganzen Welt versunken. Ein alter Hirte unter diesen dämmernden Schatten die Göttin Diana voraber
berührt seinen Arm, wie wenn er ihn auf die Herrlich- übereilend denke, den Bogen gespannt, das Gewand auf-Gust.
Klimt.
Studien.
geschürzt und die schönen Glieder leicht umhüllt, hinter
ihr die Nymphen in Eile und die Jagdhunde springend, so
wird mir das von selbst zum Bilde. Oder stelle dir vor, dass
dieser Fussweg sich immer dichter in das Gebüsch hineinwindet,
die Bäume werden immer höherund wunderbarer,
plötzlich steht eine Grotte, ein kühles Bad vor uns und in
ihm die Göttin, mit ihren Begleiterinnen, entkleidet. Da
ist die Einsamkeit, Grün, Felsen und Bäume und die nackte
Schönheit majestätischer, hehrer und jungfräulicher Leiber
vereinigt: füge vielleicht den Aktäon hinzu, so tritt jener
wundersame Schreck und die seltsame Freude noch in das
Gemälde, in seinen Hunden kannst du schon die thierische
Wuth und den Blutdurst darstellen, so ist hier das Widersprechendste
in ein poetisches Bild nothwendig und schön
verknüpft.“
„Oder hier im tiefen Walde die Leiche eines schönen
Jünglings, und über ihm ein Freund und die Geliebte im
tiefsten Schmerz, vielleicht Venus und Adonis, oder ein
lieblicher Knabe, von wilden Räubern erschlagen; die
dunkelgrünen Schatten, unter ihnen die blendenden Jugend-