MAK
ENTWURF FÜR 
GLASMOSAIK V. 
A. BÖHM. 
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servatorium abgelegt hätte. Wie lächerlich uns das wohl anmuthen würde, weil 
die Musik für uns noch eine absolute Kunst ist. _ , 
Für den wahren Künstler sind die Gründe, die damals von den titelsuc 
tigen Technikern angeführt wurden, vollständig hinfällig. „Jeder Maurerjunge 
kann sich jetzt Architekt nennen.« Wenn’s ihn freut, warum denn nicht. 
Wurde der Ruhm Beethovens und Wagners verdunkelt, weil sich der Verfass« 
eines Couplets Componist nennt? Hat es Lenbach und Menzel je geschadet, 
dass sich jeder Anstreicher Maler heisst? Sicher nicht. Wie sehr hatten sich 
aber die beiden blamiert, wenn sie dieses Umstandes wegen den staatlichen 
Schutz für die Bezeichnung Maler verlangt hätten! Die Feder sträu t sic 
gegen eine solche Zumuthung. « . 
Mehr noch als das Prüfungswesen aber haben sich die Architekten se 
geschadet. Sie haben sich selbst degradiert und die Welt ist eben darau 
eingegangen. Die meisten unserer jungen Leute sind, trotz des iie < 
den sie für sich in Anspruch nehmen, trotz ihrer künstlerischen Befähigung, 
eben nur Bauzeichner. Für einen Monatslohn, der dem eines schlecht geza _ en< 
nicht besonders fähigen Comptoiristen gleichkommt, verdingen sie sich an au 
Unternehmer, Baumeister und Architekten, deren Mittel es erlauben, 00 
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