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VER SACRUE 
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Initial ges. v. 
H. Schwaiger, 
ITTHEILUNGEN DER VEREINIGUNG = 
■ bildender Künstler Österreichs. 
Der glänzende Erfolg unserer ersten Kunstausstellung verpflichtet uns, 
allen jenen, welche zu demselben beigetragen haben, unseren wärmsten Dank 
auszusprechen. Derselbe gilt in erster Linie unseren correspondierenden Mit 
gliedern, die dieselbe so glänzend beschickten, dann den kunstliebenden 
Kreisen des ^Wiener Publicums, das so eifrig auf unsere Absichten eingieng, 
und der Wiener Publicistik, welche sich zum grössten und beachtens 
wertesten Theile hingebungsvoll für die richtige Würdigung der ausge 
stellten Kunstwerke eingesetzt hat. 
Heimkehr von der Kirmess. 
Federzeichnung von Hans 
Schwaiger. 
Die erste Ausstellung der Vereinigung wurde, nach 
dem sie infolge des ständig starken Besuches um einige 
Tage verlängert werden musste, am 20. Juni definitiv für 
geschlossen erklärt. Der Schlussact wurde im intimen 
Kreise gefeiert, wobei dem Ehrenpräsidenten Rudolf von 
Alt eine Erinnerung in Form eines goldenen Lorbeerzweiges 
von der Vereinigung gewidmet wurde; derselbe ist von 
Architekt Olbrich gezeichnet und von Georg Klimt in Edel 
metall ausgeführt. Der Schlusstag der 
Ausstellung brachte die Sensation der 
Ankäufe vonSegantinis beiden Haupt 
werken : die grosse „Alpenweide“ und 
die „Quelle des Übels“ giengen in 
Wiener Privatbesitz über. Im ganzen 
sind 218 Verkäufe abgeschlossen wor 
den — bei 410 verkäuflichen Ausstel 
lungsobjecten. Von der Regierung wur 
den erworben: „Christus am Kreuze“ 
von W yczolkowski, „Stephansthurm“ 
von R. v. Alt, zwei Zeichnungen von 
Segantini, „Sämann“ von Meunier, 
drei Bronzen und 7 Blatt „papiers 
gaufres“ von Charpentier, sowie 
ein Bucheinband von van de Velde. 
Das Gesammtresultat der Ausstellung 
war ein überraschend glückliches; 
trotz der grossen Kosten für die Installa 
tion und Decorierung der „Blumen 
säle“ und trotz der Concurrenz der 
gleichzeitig abgehaltenen beiden Jubiläums-Ausstellungen 
schliesst die Bilanz des jungen Unternehmens mit einem 
Überschüsse ab — ein seltener Fall in den Annalen der 
Ausstellungsgeschichte. Die Antheilnahme des Wiener 
Publicums an der Ausstellung und an einzelnen Werken 
derselben ist von Woche zu Woche gewachsen. Neben 
einigen wenigen, welche nur das Neue und Überraschende 
reizte und deren Schaulust nach ein- oder zweimaligem 
Besuch befriedigt war, bildete sich 
im Laufe der Ausstellungsperiode ein 
grosser Kreis von warmen Freunden, 
welche sich mit wahrer Hingebung 
und aufrichtiger Verehrung in eine 
ihnen bisher unbekannte Kunst ver 
tieften. Die Zahl dieser, welche an eine 
kommende neue Blüte der bildenden 
Kunst glauben, ist durch diese Ausstel 
lung in Wien mächtig angewachsen. 
Der Nachruf für unser C.M.Burne- 
Jones auf Seite \ dieses Heftes ist von 
LUDWIG HEVESI verfasst und das 
Schriftbild von J. M. OLBRICH ge 
zeichnet. 
Das Titelblatt dieses Heftes wurde 
von H. SCHWAIGER entworfen. 
Die Kunstbeilage zur Gründer 
ausgabe von Heft 7 bestand in einer 
Original - Lithographie von KOLO- 
MAN MOSER.
	        
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