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Ä#Kunst soll neue Sensationen offenbaren; die Kunst, die aenva«
feaBeschauer gleichgültig lässt, hat kein Recht zu existieren.*^«
MKDie Suggestivität eines Kunstwerkes steht im Verhältnis zurjg^Ä
J®}Kraft, mit welcher es während der Conception vom Künstler]^
Sa? empfunden wurde, und diese steht wieder im Verhältnis zur/
?ÄReinheit und Verfeinerung seiner Sinne. . I
Ich sagte, dass die Kunst ein Kultus sein soll, aber ich]
ÜSSjhabe nicht gesagt, wie dies geschehen kann. \
ä Der Auserwählte, derjenige, der sich von der süssen und^^
Bguten Leidenschaft der Kunst gequält fühlt, wird Eltern, Ge-Mgl
Jöschwister und Reichtümer verlassen müssen und sich so/jffiß
fallen wirklichen Besitzes bar, bei jener Bruderschaft vonAfc^xt
mjjf Künstlern einstellen, von denen er glaubt, dass sie seinemJgNW
Ideale von Kunst entsprechen. Solche Bruderschaften werdenMj)]?
Jf/isich in allen Gegenden vorfinden, und in ihnen werden sich KJ/
rojjjKünstler jeden Alters vereint finden, die, wie er, Familie undf*^ 1
SJSReichtümer verlassen haben, um ihr Leben dem Kultus der]
B* Schönheit und aller Geisteskräfte zu weihen, und die den Neu-|
■ffiling aufnehmen werden. Hier werden alle Künste vertr^**"-
jRÄsein, und all jene, die des Werkes der Künstler bedü
^JjjJsei es einer Gemeinschaft oder eines Einzelnen, werden
(^y,austuhren. von aer rrivatwonnung dis zu «
►Äpäuden und Zusammenkunftsorten, vom
iS^Löffel, von der figuralen Freske bis zur eiruauicu W y W
2«lLeiste, vom Denkmal bis zum einfachen Kapitäl, vom Glas bisÄUJ^
•fffzum Eisen, werden sie alle Metalle, alle Holzarten zeichnen,MglN
Mobiliar bis zum!
einfachen decorativenj
TEXT
UMRAHMUNG
VON JOSEF
HOFFMANN.