GEISTER IM LICHT.
H inter ihnen Beiden lag- Neapel mit all seinem Lärmen, das die innere
Stimme überschreit und jeden bösen und wilden Instinkt wach-brüllt
mit seinem gewaltsamen und zornigen Rufen nach jeder schlimmen
Lust.
Der Zug fuhr langsam durch die Ebene von Campanien, vorüber
am stillen und geschlossenen Hafen von Portici, darin die schwarzen
Schifferboote träumten und die lassen Segel schlugen manchmal klatschend
gegen den Mast. Denn es war ein grosses und ängstliches Schweigen.
Nur manchmal zog der Wind. Wie ein schwüles und feuchtes Athmen
zog er vom Meer zu Land. Es war ein sehr grauer Tag und die Wolken
hingen blau und gleichmässig bedrückend über dem Land. Wie einen
Mantel aus schwerem Sammet hatte sie sich der Vesuv um die breiten
Schultern geschlagen. Sie verhüllten sein Haupt, aus dessen furchtbarem
GIOVANNI
SEGANTINI.
AM TAGE DES
HEILIGEN
SEBASTIAN.