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MAK

Full text : Jahrgang 2 (1899) (Heft 7)

dernen  Kunstgewerbe,  Hans  Christiansen,  der  bisher
seine  Thätigkeit  in  Paris  entfaltete,  der  feinsinnige
Colorist,  Heinz  Heim,  und  der  phantasievolle
Zeichner  für  Stickerei  und  Weberei  Paul  Bürk,
der  Ciseleur  und  Modelleur  Rudolf  Bosselt,  der
ausgezeichnete  Kleinplastiker,  Bildhauer  Ludwig
Habich  und  der  Schöpfer  der  intimen  Innenausstattungen, ­
  Patriz  Huber  aus  München.  Unter
dem  Schutze  und  unter  der  Oberleitung  des  erleuchteten ­
  Kunstfreundes,  Grossherzogs  Ernst  Ludwig ­
  von  Hessen  werden  sie  sorglos  und  blos  ihrem
Schaffen  ergeben  bestrebt  sein,  das  heimatliche
Gewerbe  mit  neuen  Ideen  zu  beleben,  ihm  deutschen ­
  Geist  einzuhauchen  und  deutsche  Eigenart

aufzuprägen.  Sie  werden  die  Beziehungen  zum
Handwerker  wieder  aufnehmen,  ihn  erziehen  und
die  Kluft  ausfüllen,  die  so  lange  zwischen  den
Entwerfenden  und  den  Ausführenden  gähnte.  Fabrikanten ­
  und  Gewerbsleute  werden  durch  sie  werthvolle ­
  Entwürfe  erhalten  und  das  gebildete  Publikum
wird  in  innigere  Fühlung  mit  ihnen  treten  und
so  Geschmack  daran  finden,  für  alles,  was  es  im
täglichen  Leben  umgiebt,  die  seinem  persönlichen
Wesen  entsprechende  künstlerische  Form  zu  erfragen. ­
  Das  kleine  Darmstadt  wird  so  zur  Kunststadt ­
  werden  und  dem  Lande  Hessen  und  schliesslich ­
  ganz  Deutschland  Segen  bringen.

V.  S.

FERDINAND  SCHMUTZER
=  SPINNENDES  MÄDCHEN  =
ORIGINALRADIERUNG

Für  die  Redaktion  verantwortlich:  E.  A.  Seemann,  Leipzig.
Druck  von  Ernst  Hedrich  Nachf.,  Leipzig.
            
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